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f+h fördern und heben 04/2020

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f+h fördern und heben 04/2020

MARKTPLATZ LED-ANZEIGEN

MARKTPLATZ LED-ANZEIGEN IN ECHTZEIT UND RUNDUMANSICHT Die vierseitigen Anzeigen für Produktionsmaschinen von Microsyst machen eine Visualisierung im 360°-Modus möglich. Informationen werden so über große Flächen und aus allen Richtungen gut sichtbar dargestellt. Die LED-Technik mit variabler Zeichengröße sorgt für gute Ablese-Bedingungen aus bis zu 50 m Entfernung. Die Anbindung an Schnittstellen, wie Ethernet, Profibus, Profinet ist ebenso serienmäßig wie die Konzeption bis Schutzklasse IP 65. Neben den verschiedenen Zeichenhöhen sorgt die individuelle Anzeige von Schrift, Zeichen, Grafiken sowie Störcodes oder Bildern in mehreren Layer-Ebenen für gute Anpassbarkeit an die Bedingungen und den Visualisierungszweck vor Ort. Mithilfe der integrierten Steuerelektronik ist eine gezielte Programmierung der Anzeigelogik, die Anpassung von Telegrammen sowie eine nachträgliche (Um-)Programmierung möglich. Signalgeber, wie Lichtschranken und Steuerungen von Produktionsmaschinen lassen sich anbinden. www.microsyst.de DIE LOGISTIKKETTE LÜCKENLOS NACHVERFOLGEN Mithilfe von Nexeed, einer Softwarelösung für Fertigung und Logistik aus dem Hause Bosch Connected Industry, lässt sich die komplette Logistikkette abbilden. So digitalisiert die Applikation Stock Management aus dem „Nexeed Industrial Application“-System den internen Materialfluss. Die Software erfasst Position und Menge von Material in Echtzeit und macht den Supermarkt intelligent: alle Materialbewegungen werden durch RFID-, Barcode- und/oder Sensorlösungen automatisch erfasst und gebucht. Nexeed Intralogistics Execution macht die Strecke von der Materialauslagerung bis zum Point-of-Use in der Fertigung in Echtzeit transparent: den innerbetrieblichen Transport plant und optimiert die Teillösung Transport Management. Mit Fleet Analytics wiederum lässt sich der Einsatz von FTS-Flotten verbessern. Auf Basis aktueller sowie vergangener Werte können auf einen Blick z. B. alle Positionen, Bewegungen und Betriebszustände der automatisierten Flurförderzeuge in Echtzeit analysiert werden. Der Anlagenbetreiber kann darauf basierend Maßnahmen zur optimierten Auslastung der Fahrzeugflotte ableiten. Zur werksinternen aber auch standortübergreifenden Digitalisierung von Ladungsträgern dient das Tool Nexeed Track and Trace. Die mit Sensoren ausgestatteten Behälter lassen sich mit der Lieferkette vernetzen, wodurch u. a. der Aufwand für Buchungen oder die Inventur reduziert wird. Darüber hinaus lässt sich mithilfe weiterführender Analysen die Auswertung von Trackingdaten zu Materialfluss und Standortperformance optimieren. www.boschrexroth.com EINFACH WIE EIN SENSOR, INTELLIGENT WIE BILDVERARBEITUNG Der PMD Profiler aus dem Hause ifm erkennt Konturen per Lasermessung und kann damit Objekte ohne Bildverarbeitung erkennen. In der Logistik ermöglicht der nach kurzem Einlernen betriebsbereite Sensor auf einfache Art und Weise die Überprüfung des Transportguts, z. B., ob das Werkstück das richtige ist, ob es korrekt bearbeitet wurde oder richtig auf dem Warenträger positioniert ist. Der Sensor wird in der Nähe der zu vermessenden Objekte installiert. Auf Knopfdruck erlernt er anschließend die gewünschte Kontur an einem Gutteil. Die Messung geschieht dann über reflektiertes Laserlicht mit Triangulation. Der PMD Profiler registriert die Kontur unabhängig von der Entfernung zum Objekt. Die darf zwischen 150 und 300 mm betragen. Somit braucht der gegenüber Fremdlicht unempfindliche Sensor also weder Programmierung noch genaue Positionierung. Die Übertragung der Daten an die Steuerung findet via IO-Link statt; damit lässt sich der PMD Profiler einfach in Sensor-/Aktor-Bussysteme einbinden. www.ifm.com PRODUKTIONSMITTEL JEDERZEIT IM BLICK Die Software Application Environment der Indutrax GmbH verarbeitet Ortungs- und Identifizierungsdaten aus beliebigen Quellsystemen unter Einbindung von Daten aus angebundenen Produktionssteuerungssystemen zur Generierung von definierten Ereignissen. Mithilfe von konfigurierbaren Regelwerken werden diese Ereignisse genutzt, um die Steuerung der Produktionsprozesse zu gestalten. Die Visualisierungs- und Reporting- Fähigkeiten der Applikationen ermöglichen u. a. eine aktuelle Übersicht der Produktionsaktivitäten und historische Auswertungen zur Prozessanalyse. Für die Anbindung der Indutrax-Applikationen an die IT-Infrastruktur werden vorgefertigte Schnittstellen, vor allem zu Produktionsund Logistiksteuerungssystemen, genutzt. www.indutrax.net EINFACHE ABER EFFIZIENTE SICHERHEITSKUPPLUNG Bei Überlast trennt die Sicherheitskupplung von Perantec den Antriebsmotor vom Getriebeeingang, verbindet aber sofort wieder beim Unterschreiten der Belastung. Die Anlage bleibt also in jeder Situation fahrbereit. Bei Verfahrachsen, die mit einem Weg-Messsystem arbeiten, genügt nach einer Kollision eine Referenzfahrt, um die Produktion fortzusetzen. Die Überlastkupplung verhindert zwar keine Kollisionen, aber sie sorgt dafür, dass ein Produktionsausfall vermieden werden kann. Die Kupplung lässt sich in alle gängigen Getriebe integrieren; applikationsspezifische Varianten sind möglich. Für den Einsatz in vertikalen Hubachsen wurde die Anbindung der Motorwelle mit einer redundanten Klemmverbindung umgesetzt. www.perantec.de 48 f+h 2020/04 www.foerdern-und-heben.de

ANSTECKUNGSGEFAHR FÜR DIE GLOBALISIERUNG Alles halb so wild mit dem Coronavirus? Bestimmt nicht, das wissen wir inzwischen. Wenngleich in Sachen Coronavirus (Covid 19) Panikmache der schlechteste Ratgeber ist. Klar ist, bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus, die Gesundheit der Bevölkerung hierzulande und anderswo in der Welt hat absoluten Vorrang. Treffend ist aber auch die Feststellung, dass das Coronavirus mittlerweile unsere Wirtschaft und die in anderen Ländern spürbar trifft. Ausgangspunkt für den inzwischen nahezu weltweiten Stillstand industrieller Produktionen und erstarrter Lieferketten ist sicherlich der Ausbruch des Coronavirus in China. Wenngleich die dortige Produktion – offiziellen Verlautbarungen zur Folge – in verschiedenen Bereichen wieder angelaufen sein soll, da es weniger Neuinfektionen gebe. Wie dem auch sei. Wichtige Produkte, wie Arzneimittel oder elektronische Bauteile, erreichen uns nur mit wochenlangen Verspätungen. Weltweite Lieferketten sind unterbrochen und die Lieferfähigkeit deutscher Unternehmen ist demzufolge nicht in vollem Umfang gegeben. So erging es hierzulande einem Lieferanten von Atemschutzmasken, der diese aus China bezieht, und nicht mehr beliefert werden konnte. Und so war nach dem Abbau der Lagerbestände Schluss mit der Handlungsfähigkeit. In einer Fernsehdokumentation sprach die Geschäftsleitung des Unternehmens die Überlegung aus, diese Masken wieder in Deutschland zu produzieren, um jederzeit lieferfähig zu sein. Ähnliche Gedanken beschäftigen Arzneimittelhersteller in Bezug auf die Produktion von zum Beispiel Antibiotika und anderen Wirkstoffen, deren Herstellung man aus Kostengründen vor allem nach China und Indien verlagert hat, und die jetzt hier dringend benötigt werden. Ist das, stellvertretend für viele Bereiche der Wirtschaft der Punkt, an dem uns die Coronamisere zum Nachdenken oder gar Umdenken anregt: Müssen wir über viele Länder der Welt hinweg produzieren, ist wieder mehr Autokratie angesagt, ist das die Chance für ein stärkeres Umweltbewusstsein, wollen wir uns weiterhin weltweite Handelswege und Lieferketten leisten, …? Wer hätte je gedacht, dass wir uns einmal mit derartigen Fragen auseinandersetzen müssen, war doch die Globalisierung – bis Corona – auch ein wirtschaftliches und logistisches Erfolgsmodell. DIPL.-ING. REINER WESSELOWSKI, HERAUSGEBER DER ZEITSCHRIFT F+H r.wesselowski@vfmz.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/04 49

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