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f+h fördern und heben 04/2020

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f+h fördern und heben 04/2020

MATERIALFLUSS FÜR

MATERIALFLUSS FÜR LOSGRÖSSE 1: STRUKTURWANDEL IN DER PRODUKTIONSLOGISTIK – TEIL I Die Produktionslogistik darf nicht Schranke, sondern muss Wegbereiter für effiziente Fertigungsprozesse sein. Am Institut für Fördertechnik und Logistik an der Universität Stuttgart befassen sich die Abteilungen Logistik sowie Maschinenentwicklung und Materialflussautomatisierung mit darauf abzielenden Fragestellungen im übergreifenden Forschungsbereich „Produktionslogistik der Zukunft“. Dabei ist keineswegs nur die Planung und Konzeption logistischer Systeme gegenständlich, sondern vielmehr auch die Konstruktion und der Prototypenbau von fördertechnischen Maschinen und Anlagen. 6 f+h 2020/04 www.foerdern-und-heben.de

SERIE FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Stetiges Wachstum von Produktionskapazitäten bedingt leistungsfähigere Materialflussprozesse. Der Warenumschlag und die Fördertechnik sind von immenser Bedeutung, wenn die Expansion des Produktionsaufkommens letztlich auch ökonomisches Wachstum bewirken soll. Damit sich das generierte Wachstum nicht nur im Umsatz, sondern auch im Ergebnis niederschlägt, sind effiziente Prozesse unerlässlich. Unter dieser Prämisse ist den Anforderungen nach höherem Durchsatz nicht nur durch schiere Größe und Anzahl an Fördermitteln genüge getan, sondern es bedarf vielmehr intelligenter Materialflusssysteme. In Anbetracht volatiler Märkte sind Flexibilität und Wandelbarkeit Schlüsselmerkmale effizienter Fertigungsprozesse, auf die es die intralogistischen Prozesse auszurichten gilt. Die Frage nach Effizienz ist gewiss nicht allgemeingültig zu beantworten, ist sie doch mit einer Vielzahl höchst unternehmensspezifisch, individuell zu gewichtender Kriterien verknüpft. Andererseits unterliegen aber auch die grundsätzlichen Leitbilder für effiziente Prozesse in Produktion und Logistik einem ebenso stetigen Wandel wie Produkte und deren Märkte. Globalisierte und hart umkämpfte Absatzpotenziale haben in weiten Teilen des Maschinen- und Anlagenbaus, respektive dem produzierenden Gewerbe i. Allg., zu einer starken Ausdifferenzierung der Produktsegmente und Nischenbildung geführt. Insofern haben Produktvielfalt und individuelle, kundenspezifische Lösungen ab Werk Losgröße 1 auch in der Serienfertigung bereits Realität werden lassen. Vor diesem Hintergrund ist das Erreichen der Unternehmensziele Produktivität und Effizienz mit gänzlich anderen Voraussetzungen verbunden, als dies bei der massenhaften Produktion invarianter Güter der Fall ist. Dementsprechend ist bereits heute schon festzustellen, dass sich in Abhängigkeit der Produktausrichtung die Strukturen der Supply Chain fundamental unterscheiden. So ist die Intralogistik im Bereich der Massenfertigung vielfach durch Stetigfördertechnik geprägt, deren primäres Merkmal die Erbringung einer konstant

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