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f+h fördern und heben 1-2/2015

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FLURFÖRDERZEUGE

FLURFÖRDERZEUGE Kollisionsvermeidung zwischen Gabelstapler und Personen Mit neuem LOS-Economy-System auf der sicheren Seite Das Aufeinandertreffen von Gabelstaplern und Personen ist immer gefährlich und kann zu schweren Unfällen führen. Unternehmen reduzieren das latente Unfallrisiko heute mit der weitgehenden Trennung der Verkehrswege, durch das Tragen von Warnwesten und durch die Aufrüstung der Gabelstapler mit Kameras und Sensoren. Dennoch können Unfälle heute noch nicht gänzlich vermieden werden. beiters durch Kollision mit einem Gabelstapler berichten kann. In den Medien ist regelmäßig von schweren Personenunfällen mit Gabelstaplern zu lesen. Zumeist führen unvorhergesehene Situationen, meist einhergehend mit Stress, Ablenkung aber auch durch Monotonie und Routine zu Unfällen und dies, obwohl Mitarbeiter unterwiesen und mit gut sichtbarer Arbeitskleidung nach DIN EN 471/2 ausgestattet sind. Es sind zumeist diese speziellen Situationen, die zu Unfällen führen, wenn z. B. ein Elektriker plötzlich den Fahrweg des Gabelstaplers betritt. Daher fehlt in den bisherigen Präventionsmaßnahmen zur Verkehrssicherheit eine entscheidende Komponente: die aktive Alarmierung im Gefahrenfall des Fahrzeugführers wie auch der gefährdeten Person im Verkehrsbereich des Flurförderzeugs. Während die bisher verfügbaren Systeme nur eine Unterstützung für den Fahrer bie- Besonders auf abgegrenzten Betriebshöfen und Werksgeländen lassen sich die Wege von Personen und Gabelstaplern nicht immer strikt voneinander trennen. Oftmals ist ein sehr enges Miteinander von Mensch und Maschine z. B. bei der Verladung von Lkw mit einem Gabelstapler gang und gäbe. Natürlich können die Verkehrswege durch überlegte Anweisung und Abgrenzung getrennt werden. Jedoch ist dies aus betrieblichen Gesichtspunkten oder durch unveränderbaren Baubestand nicht immer möglich und sinnvoll. Auch Sicherheitseinrichtungen an den Gabelstaplern wie optische und akustische Rückfahrwarner und/oder Rückfahrkameras sowie das Tragen von Warnwesten minimieren das Unfallrisiko. Aber genügt das? Wenn man sich in den Betrieben umhört, trifft man kaum jemanden, der nicht von einer gefährlichen Situation oder gar von einem Unfall eines Mitarten, lenkt eine aktive Alarmierung die Aufmerksamkeit des Fahrers und des Personals effektiv auf die unmittelbare Gefahrensituation. So können beide Seiten schnell und adäquat reagieren. Neue Funktechnologie zur Kollisionsvermeidung Das neue Assistenzsystem LOS-Economy zur Kollisionsvermeidung ist funkbasiert und basiert auf dem Einsatz von zwei Geräten: der Keeper wird auf dem Gabelstapler installiert und fängt sozusagen die Funksignale der Beeper in Reichweite auf (Bild 01). Auf der Grundlage der gemessenen Distanz zwischen beiden Geräten wird dann die Warnung ausgelöst. Für den praxisgerechten Einsatz lassen sich die Warnzonen den betrieblichen Gegebenheiten anpassen. Durch die Konfigurierbarkeit des Systems können unterschiedliche Fahrzeugtypen unterstützt werden. Zusätzlich ist es sogar möglich, Personen hinter Ecken und Hindernissen zu detektieren. Je nach Situation machen dies die Durchdringung von in der Sichtachse befindlichen Bau- bzw. Anlagenteilen, die Beugung an Hindernissen und die Mehrwegeausbreitung durch Reflexionen des Funksignals möglich. Wenn der direkte Pfad blockiert ist, sucht sich das Funksignal – wie beim Mobilfunk auch – alternative Wege zum Empfänger. Die Reichweite ist einstellbar und lässt sich auf die jeweilige Einsatz- bzw. Verkehrssituation individuell konfigurieren. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der schellen Verarbeitung der Messwerte zu, die eine geschwindigkeitsabhängige Annäherung des Flurförderzeugs berücksichtigt. Wenn sich ein Gabelstapler mit entsprechender Geschwindigkeit auf Personen zu bewegen und dieser Trend sehr deutlich in den Messdaten erkenntlich ist, vergrößert sich die Warnzone dynamisch. Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, auch bei einem augenscheinlich längeren Ausbreitungsweg des Funksignals (z. B. um die Ecke) trotzdem frühzeitig ein Warnsignal auf beiden Seiten zu generieren. Optional können die Gabelstapler durch einen im Keeper befindlichen Kontakt auf Schleichfahrt und Stopp gesetzt werden. Dies erhöht die Sicherheit zusätzlich. 52 f+h 1-2/2015

FLURFÖRDERZEUGE Keeper Static für die Wandinstallation Das Erweiterungsgerät Keeper Static kann an Kreuzungen festinstalliert werden, um auf Basis der Funkausbreitung „um die Ecke“ frühzeitig auf eine drohende Kollision aufmerksam zu machen (Bild 02). Die Anwendung dieses Zusatzgeräts ist vor allem im Lagerbetrieb sinnvoll und viel versprechend. Zusätzliche LED-Module können flexibel an den Keeper Static angebracht werden und so zuverlässig alle Gefährdungsbereiche abdecken. Fazit Unfälle mit Flurförderzeugen sind immer ein einschneidendes Ereignis für Unternehmen. Sie gehen leider selten glimpflich ab und haben oft schwere und sogar tödliche Unfallfolgen für die Betroffenen. Die allgemein üblichen Präventionsmaßnahmen zur Sicherheit in einem gemeinsamen betrieblichen Verkehrsraum reichen oft nicht aus und lassen ein nicht unerhebliches Restrisiko bestehen. Die LOS-Economy-Technologie adressiert die latente Gefahr mit einem neuen Ansatz: Der Fußgänger und der Fahrer werden rechtzeitig und gleichermaßen auf die Gefahren situation aufmerksam gemacht. Auf diese Weise können kritische Situationen schon im Vorfeld erkannt und schwere Unfälle vermieden werden. Fotos: Aufmacherfoto: Fotolia/Bearbeitung VFV Grafik, 01 und 02 Lagertechnik Müller & Partner www.mplagertec.de 01 Personengetragene Beeper aktivieren den Keeper im Gabelstapler in Anhängigkeit der gemessenen Distanz und alarmieren den Träger bei Eintritt in eine vordefinierte Gefahrenzone 02 Durch die Alarmierung per LED- und Tonsignal sind auch Personen achtsam, die keinen Beeper tragen Connecting Global Competence ZWEI STARKE MARKEN UNTER EINEM DACH WILLKOMMEN IN DER WELT DER LOGISTIK UND INTRALOGISTIK Über 2.000 Aussteller aus 63 Ländern erwarten Sie auf der Weltleitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management. Hier dürfen Sie auf keinen Fall fehlen. Buchen Sie Ihr Ticket jetzt: www.transportlogistic.de/ tickets 5.– 8. MAI 2015 MESSE MÜNCHEN www.transportlogistic.de/intralogistik

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