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f+h fördern und heben 1-2/2017

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MATERIALFLUSS

MATERIALFLUSS Rationeller Datentransport „on air“ Funknetzwerk ermöglicht direkte Anbindung von Funkschaltgeräten in IT-Systeme Auf der diesjährigen Logimat wird das Unternehmen Steute ein Funknetzwerk vorstellen, das die direkte Anbindung von Funkschaltgeräten in über geordnete IT-Systeme erlaubt. Ein solches System eignet sich für unterschiedliche Anwendungen in der Materialflusstechnik. Das Spektrum reicht von Fahrerlosen Transportsystemen über E-Kanban und das Kommissionieren bis hin zur Überwachung der Tore und Ladebrücken von Logistikzentren. Lesen Sie mehr. Die Datenvernetzung im Materialfluss ist auch aus rein physischen Gründen eine Herausforderung: In (teil-)automatisierten Lager- und Kommissionierbereichen muss jede Warenbewegung, aber auch der Status von Förder- und Lageranlagen erfasst werden, was vor allem bei mobilen Systemen oft nur per Funk möglich ist. Für solche Anwendungen hat der Steute- Geschäftsbereich „Wireless“ das Funknetzwerk sWave.NET entwickelt. Das Funknetzwerk integriert unterschiedliche Bauarten sowie eine größere Anzahl von Funkschaltgeräten und -sensoren über Access Points, die ähnlich wie Router arbeiten, und überträgt deren Daten per Ethernet oder WLAN an die übergeordnete IT-Infrastruktur (ERP, LVS, BDE etc.). Unterschiedliche Anwendungen in der Logistik Das System hat schnell Anwendung in der Logistik gefunden, z. B. in „Wireless Kanban“-Systemen zur Teileversorgung an Montagearbeitsplätzen. Hier detektieren Funk-Positionsschalter und/oder -Lichttaster das Vorhandensein bzw. die Entnahme von Kanban-Behältern (Bild). Sobald der Bediener einen Behälter aus dem mobilen Regal entnimmt, wird in Echtzeit ein Signal an die Materialverwaltungs-Software gesendet, die daraufhin die Versorgung mit Nachschub, z. B. per Routenzug, veranlassen kann. Ein ähnliches Funksystem kommt in der Kommissionier- und Versandzone eines namhaften Küchenherstellers zum Einsatz. Die einzelnen Verpackungseinheiten bzw. Küchengeräte, aus denen die applikationsspezifische Küche besteht, werden über einen „Bahnhof“ auf Gurtförderstrecken kommissionsbezogen gesammelt. Wenn eine Küche verpackt und verladen ist, fordert der Bediener per Funktaster die nächste Kommission an, um sie anschließend zu verladen. Eine große Anzeigetafel im Warenausgang ist ebenfalls per Funk in das von Steute projektierte Netzwerk eingebunden. Sie zeigt den jeweiligen Auftragsstatus an. Ein anderer Einsatzfall sind Fahrerlosen Transportfahrzeuge, die selbsttätig z. B. Behälter aufnehmen und absetzen können. 20 f+h 1-2/2017

Der Beladungszustand wird über sWave. Net kommuniziert. Netzwerk mit optimiertem Routingverfahren Bei den ersten Funknetzwerk-Projekten, die Steute bei den Anwendern installierte, war eine individuelle Middleware als Anbindung an die kundenseitige IT erforderlich. Im zweiten Schritt wurde ein standardisiertes Netzwerk entwickelt, das sich an die individuellen Anforderungen des konkreten Einsatzfalles skalieren bzw. anpassen ließ und die eingesammelten Daten auf einem Applikationsserver bündelt. Die aktuelle Version von sWave.NET ist einfacher im Aufbau und in der Handhabung. Ein Merkmal der Topologie ist die dynamische Selbstorganisation der Funkschaltgeräte. Sie adressieren nun selbsttätig immer denjenigen Access Point, der eine hohe Empfangsbereitschaft aufweist. Sollte die Übertragung fehlschlagen, wählt das Funkschaltgerät direkt den nächsten empfangsbereiten Access Point an. Bei den Access Points als zentraler Netzwerkkomponente gibt es ebenfalls eine aktualisierte Version. Sie ist kompakter als die Vorgängergeneration und schafft die Voraussetzung für eine einfache Montage per Magnethalter oder Schrauben. Zugleich wurden zusätzliche Funktionalitäten und Komfortmerkmale integriert: So ist die Leistungsaufnahme jetzt geringer und die Batteriestandzeit länger. Zur Serienausstattung gehört ein WLAN-Adapter, die Eingangsspannung ist von 12 bis 24 V DC variabel. Externe Antennen ermöglichen die Anpassung der Funktechnologie an die Umgebung und somit eine stets zuverlässige Übertragung der Signale. Ebenfalls neu ist die Verfügbarkeit des Funknetzwerks für die drei Frequenzberei- che 868, 915 und 922 MHz. Damit entspricht das Gerät den Funkstandards in Europa, Nordamerika, Australien und Japan und ist weltweit einsetzbar. Über ein Web Portal können die Access Points in das weltumspannende IP-Netz integriert werden. Breites Programm an netzwerkfähigen Funkschaltgeräten Das neue Funknetzwerk ist nicht nur wegen der Integrationsfähigkeit in kundenseitige IT-Strukturen flexibel. Auch auf der Feldebene der Schaltgeräte bieten sich dem Anwender viele Möglichkeiten, weil er aus unterschiedlichen Schalterbauarten mit integrierten Funksystemen auswählen kann. Zum Programm gehören u. a. Positionsschalter, Fußschalter, berührungslos wirkende Sensoren, Lichttaster und Bediengeräte. Alle können über die neuen Access Points in das Funknetzwerk integriert werden. Auch eine nachträgliche Erweiterung bestehender Netze ist in wenigen Schritten möglich. Auf der Logimat wird Steute den Demonstrator eines E-Kanban-Systems zeigen, das über die neu entwickelte zweite Generation von sWave.NET kommuniziert. Darüber hinaus stehen weiterhin die erprobten Funkschaltgeräte zur Verfügung, die nach dem Prinzip der Punkt-zu-Punkt- Verbindung arbeiten und in der Materialflusstechnik breite Akzeptanz gefunden haben: z. B. für die Betätigung von Toren vom Fahrersitz eines Gabelstaplers aus oder für die Erhöhung der Arbeitssicherheit bei der Lkw-Beladung durch Radkeile, die ihre Position per Funk melden und damit eine Freigabe für die Überladebrücke erteilen. Fotos: Steute Schaltgeräte www.steute.de BESUCHEN SIE UNS! HALLE 8 D50 WIE? WAS? WOHIN? FAHRERLOSETRANSPORT- SYSTEME SIND FLEXIBEL FÜR ALLE BRANCHEN. Erledigen Sie Warentransport, Kommissionierung, Montage und Lasthandlings ganz automatisch. Erfahren Sie mehr über die intelligenten Intralogistik- Lösungen von EK AUTOMATION. Funk-Positionsschalter im Einsatz an einem E-Kanban-System TRANSPORTROBOTIK INTRALOGISTIK SIMULATION WWW.EK-AUTOMATION.COM

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