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f+h fördern und heben 1-2/2017

f+h fördern und heben 1-2/2017

FLURFÖRDERZEUGE I

FLURFÖRDERZEUGE I STAPLERTEST Ein Flurförderzeug, das „mitdenkt“ Der iGo neo von Still stellt sich dem Praxistest Der Horizontal-Kommissionierer iGo neo erkennt seinen Kollegen aus Fleisch und Blut und folgt ihm eigenständig auf Schritt und Tritt bei der Arbeit. Das autonome Flurförderzeug übernimmt dabei unter anderem alle Fahrprozesse, sodass sich das Lagerpersonal auf die eigentliche Pick-Tätigkeit konzentrieren kann. Wie sich diese intelligente Partnerschaft zwischen Mensch und Maschine auf die Kommissionierleistung auswirkt, lesen Sie im Test. Es war eines der Messehighlights auf der Logimat 2016: die Einführung des iGo neo CX 20 von Still. Kein Handschuh mit Druckknopf, kein Tippen auf welche Art von Fernbedienung auch immer ist nötig, um das Flurförderzeug beim Einsatz in Bewegung zu halten. Sobald der Kommissionierer vom Flurförderzeug absteigt und eine Taste an der Seite des Geräts drückt (Bild 01), behält der iGo neo mithilfe seines 360°-Scanners (Bild 02) diese Person „im Auge“. Bewegt sich der Mitarbeiter zur nächsten Kommissionierstelle, dann folgt der Stapler ihm automatisch und berücksichtigt dabei den Sicherheitsabstand zum Regal sowie alle Hindernisse auf dem Weg. Drei Layouts mit zwölf Picks Wir haben das autonome Flurförderzeug auf unserer Standard-Kommissionier-Teststrecke auf Herz und Nieren geprüft (Bild 03). Dabei wurden die jeweilige Kommissionierdauer und der Energieverbrauch bei drei verschiedenen Streckenlayouts untersucht. Das erste Layout ähnelt der Standard- Kommissionierstruktur in einem großen Distributionszentrum eines internationalen Händlers. Der Parcours hat zwölf Kommissionierstationen verteilt über eine Fahrdistanz von 168 m. Sechs Stationen liegen in einem so geringen Abstand zueinander, dass es sinnvoll ist, jede Station zu Fuß anzusteuern anstatt die Wegstrecke auf dem Flurförderzeug zurückzulegen. Um die Unterschiede der Verfahren aufzeigen zu können, führten wir die Tests mit einem traditionellen Gerät respektive einer Fernbedienung durch. Bei Layout zwei und drei bleibt die Gesamtfahrstrecke gleich, aber die Anzahl der Kommissionierplätze, für die der Mitfahrbetrieb ungeeignet ist, ist höher als bei Layout eins. Auf Strecke zwei sind es neun Plätze die sich zu Fuß erreichen lassen, auf Strecke drei sind es elf Stationen. 28 f+h 1-2/2017

STAPLERTEST I FLURFÖRDERZEUGE Für jedes Layout messen wir die benötigte Zeit und den Energieverbrauch um alle zwölf Picks zu kommissionieren. Wir tun dies auf konventionelle Weise (Mitfahrbetrieb) sowie mithilfe der automatischen Fernsteuerung, sobald es aufgrund des geringen Abstands zum nächsten Kommissionierplatz sinnvoll ist. Wartezeiten reduzieren Unsere ersten Erkenntnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: der iGo neo ist auf allen drei Layouts effizienter und produktiver, sobald das Mitlaufprinzip genutzt wird. Diese Erfahrung haben wir auch bei anderen Remote-Kommissionierern in unseren Tests gemacht. Während den ersten Testrunden mit dem traditionellen Mitfahrverfahren war die Effizienz des „Folge dem Kommissionierer“- Prinzip des iGo neo allerdings nicht so groß wie erwartet. Die Methode funktioniert zwar gut, wäre aber noch effektiver, wenn das Fahrzeug dynamisch auf die Gehbewegung des Kommissionierers reagieren würde. Das Gerät sollte sofort in Aktion treten, sobald sich der Kommissionierer auf die nächste Station zubewegt. Idealerweise folgt das Flurförderzeug dann nicht „nur“, sondern fährt ein wenig voraus. Still iGo neo CX 20 100 % Mitfahrbetrieb Fahrgeschwindigkeit (in km/h) 12,27 Beschleunigung über 10 m (in s) 4,4 Still iGo neo CX 20 „Folge dem 12,27 4,4 Kommissionierer“-Prinzip Durchschnittswert aller von uns getesteten autonomen Horizontalkommissionierer Die Still-Ingenieure nahmen sich unsere während der Tests geäußerten Kritik zu Herzen und gingen unverzüglich an die Arbeit. Als wir den Horizontal-Kommissionierer ein paar Wochen später erneut testen, sind die Leistungssteigerungen beachtlich. Wir erreichen Steigerungswerte von 22, 43 12,9 5 02 Der Scanner, der den Einsatz überwacht, ist im robusten Stoßfänger an der Frontseite untergebracht 01 Wird die Taste an der Seite des Flurförderzeugs nach dem Absteigen gedrückt, identifiziert der iGo neo „seinen“ Kommissionierer und folgt ihm automatisch und 47 Prozent auf Layout eins, zwei und drei im Vergleich zum herkömmlichen Mitfahrbetrieb. Mithilfe der neuen Programmierung spielt der iGo neo sein Potenzial nun voll aus − das zeigt eine insinuierte Ideal-Fahrt mit einem zusätzlichen Bediener, der den Stapler immer genau an der richtif+h 1-2/2017 29

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