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f+h fördern und heben 1-2/2018

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f+h fördern und heben 1-2/2018

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITEL KEINE PROBLEME MIT SPERRIGEM GEPÄCK Kurze Umsteige- und Transferzeiten an Flughäfen erfordern eine zuverlässige und schnelle Gepäckabfertigung. Die Beumer Group hat dazu das Hochgeschwindigkeits- Gepäckfördersystem autover im Programm. Um nicht nur Standardgepäck schnell, störungs- und schadensfrei zum Zielort zu befördern, hat der Systemanbieter die intelligenten autoca- Transportfahrzeuge weiterentwickelt. Auf diese Lösung setzen internationale Flughäfen wie Moskau-Scheremetjewo, um für künftiges Wachstum gerüstet zu sein. Das Gepäckfördersystem autover besteht aus einem Schienensystem und einzelnen Transportfahrzeugen, den autoca. Eine Zentraleinheit, ausgestattet mit der Logistiksoftware BeSS (Beumer Sortation System), versorgt jedes dieser Transportmittel mit Aufträgen. Selbstständig, geräuscharm und unabhängig voneinander bewegen sie sich – meist nach dem Check-in – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 km/h und mit einem Fördergut von max. 50 kg zu ihrem Zielort. Ihr On-Board- Controller ermittelt dazu die ideale Fahrstrecke. Zusätzlich können die Fahrzeuge die Koffer in einen Frühgepäckspeicher ein- und auslagern. Fällt ein Durchleuchtungsgerät aus, leitet das System das autoca mit dem zu durchleuchtenden Gepäck direkt zu einem betriebsbereiten Gerät um. Das sorgt für ein hohes Maß an Betriebssicherheit. „Muss am Flughafen das Schienensystem erweitert werden, können wir problemlos neue Segmente anbinden“, erläutert Thomas Frank, Senior Systems Manager Airport bei der Beumer Group. Weil sich Kurven und Weichen mit kleinen Radien von 1,25 m einsetzen lassen, benötigt das Gepäckfördersystem nur wenig Platz. 56 f+h 2018/01-02 www.foerdern-und-heben.de

TITEL PRODUKTE UND SYSTEME 01 Die autoca können auf den gleichen Fahrschienen und mit gleicher Geschwindigkeit sowohl normal große Gepäckstücke wie Koffer und Taschen als auch Sperrgepäck transportieren Darüber hinaus überwinden die Transportwagen problemlos auch große Entfernungen und schwierige Gebäudesituationen wie Steigund Gefällestrecken. VOM KOFFER BIS ZUM SURFBRETT „Um unser Hochgeschwindigkeits-Gepäckfördersystem noch flexibler zu gestalten und damit auch auf ganz unterschiedliche Gepäckstücke effizient reagieren zu können, haben wir die autoca weiterentwickelt“, so Frank. Das Ziel habe darin bestanden, sowohl Standardkoffer als auch Gepäckstücke mit Längen von bis zu 2,5 m mit unterschiedlichen Ladungsträgern in ein und demselben Schienensystem und mit gleicher Geschwindigkeit schonend und schnell zu ihrem Bestimmungsort zu transportieren. Je nach Fördergut werden die autoca mit einem Gurt oder einem Behälter genutzt, welche auf dem Fahrzeug montiert sind. „Damit können wir mit dem autover nun auch Sperrgepäck wie Surfbretter, Skier, Sonnenschirme oder Kinderwagen sicher transportieren“, betont Frank. Die Anzahl der aktiven Transportmittel lässt sich während des laufenden Betriebs automatisch an die Anzahl der zu befördernden Gepäckstücke anpassen, um Energie und Wartungsaufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Das autover kann das Gepäck anschließend nahtlos an andere Systeme, wie die Behälterförder- und Sortieranlage Crisbag − ebenfalls aus dem Produktportfolio des Herstellers − übergeben. Mit der Bezeichnung NG III verfügt das weiterentwickelte autoca über einen konkav geformten Gurt mit Waffelmuster. Darauf kann selbst ein Koffer mit Rollen nicht verrutschen. Frank: „In der Vorgängerversion hatten wir einen glatten und flachen Gurt verbaut. Um die Ladung zu sichern, waren an beiden Seiten Klappen angebracht, die sich beim Be- und Entladen automatisch öffnen und schließen konnten.“ Dieser Mechanismus entfällt nun, denn die Seitenwangen wurden stattdessen höher gestaltet und mit einer robusten Blechkonstruktion versehen. Sechs Lichtschranken in jedem Fahrzeug überwachen permanent die Position des Gepäckstücks. Dieses lässt sich somit während der Fahrt zentrieren. www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/01-02 57

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