Aufrufe
vor 8 Monaten

f+h fördern und heben 1-2/2018

  • Text
  • Heben
  • Foerdern
  • Fuh
f+h fördern und heben 1-2/2018

PRODUKTE UND SYSTEME 02

PRODUKTE UND SYSTEME 02 Entscheidungskriterien für das Outsourcing der Instandhaltung 0 % 20 % 40 % 60 % 80 % 100 % Know-how Vorteile Bedarfsspitzen abdecken Flexibilität Risikoverlagerung Eigene IH entlasten Kostenreduktion Kostentransparenz Verringerter Verwaltungsaufwand Managemententscheidung Reduzierung Kapitalbindung Finanzwirtschaftliche Vorteile Sonstige Gründe Quelle: Telogs die Zugriffsmöglichkeit einer Expertenhotline, ggf. verbunden mit dem mobilen Service zur Entsendung eines Spezialisten auf die Anlage – im Notfall rund um die Uhr. Wartungsverträge mit Servicedienstleistern stellen sicher, dass in Regelintervallen der ordnungsgemäße Zustand der Anlage einen möglichst ausfallsicheren Betrieb bis zur nächsten Wartungsperiode sicherstellt. Oftmals verlangen die Anlagenhersteller den Nachweis der erbrachten Wartungen zur Gewährung von Gewährleistungsansprüchen. Hier ist darauf zu achten, dass bereits im Liefervertrag der Anlage ein Delegationsrecht zur Erbringung der Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Dritte eingeräumt wird. Eine weitere Steigerungsmöglichkeit zur Absicherung der Anlagenverfügbarkeit bilden Wartungsverträge, die mit einer Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) gekoppelt sind. Hier müssen allerdings technische Voraussetzungen wie Sensorik, Messdatenerfassung und automatische Messdatenverarbeitung geschaffen werden. Das Verfahren bietet jedoch auch das größte Potenzial zur Kosteneinsparung, da sich die Lebensdauer kritischer Anlagenkomponenten praktisch vollständig ausnutzen lässt. Kompetenzsäulen von Intralogistik-Projekten Planungskompetenz Funktionskompetenz Technikkompetenz Marktkompetenz Consultant definiert Best-Practices- Modell zur Objektauslegung Anlagenhersteller liefert State-of-the-Art- System Dienstleister sichert höchste Verfügbarkeit Betreiber erzielt höchste Liefer qualität am Standort COMPLETE MAINTENANCE SERVICE ALS HÖCHSTE SICHERHEITSSTUFE Das Übertragen der kompletten technisch-operativen Betreuung einer Anlage an einen Dienstleister entlastet den Betreiber im vollen Umfang von allen Aufgaben im Segment Technikmanagement. Auf der Basis eines über mehrere Jahre laufenden Dienstleistungsvertrags verpflichtet sich das Serviceunternehmen zu einer Full- Service-Leistung. Um diese Vorgabe zu erfüllen, wird ein Team von Spezialisten die Anlage vor Ort betreuen. Somit kann der Betreiber sicher sein, dass die Anlage stets die Verfügbarkeitskennzahlen erreicht. In der Regel findet die monatliche Vergütung zum vereinbarten Festpreis statt. Damit erreicht der Auftraggeber eine weitreichende Planungssicherheit seiner Instandhaltungskosten. GRÖSSTE FUNKTIONSSICHERHEIT IM KOMPETENZMODELL Der Erfolg umfangreicher Projekte der Intralogistik basiert zunehmend auf vier starken Kompetenzsäulen. Schon im Frühstadium einer Investitionsplanung empfiehlt es sich daher, auch die Entscheidungen für das technische Betreibermodell einer Logistikanlage zu treffen. Dort, wo die Logistikanlage die technische Einrichtung eines Standorts ausmacht, ist ein klarer Trend zum Outsourcing der kompletten Instandhaltungsleistung erkennbar. Jüngste Beispiele hierfür liefern E-Commerce-getriebene Distributionszentren. Fotos: Telogs www.telogs.de 62 f+h 2018/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME 03 Wartung der Zahnriemenumlenkung DIE BETREUUNG EINER ANLAGE DURCH EINEN DIENSTLEISTER ENTLASTET DEN BETREIBER VON ALLEN AUFGABEN IM TECHNIKMANAGEMENT JÜRGEN DÖNGES Geschäftsführer der Telogs GmbH Welche Bedeutung indirekten Instandhaltungskosten bei Anlagenstillstand aufgrund mangelnder Verfügbarkeit zugeordnet wird, hat die TU München in Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen in einer anonymen Onlineumfrage aufgegriffen. Welche Gründe hat Telogs dazu bewegt, sich an dieser Studie zu beteiligen? Als Anbieter von Betreibermodellen für die Instandhaltung intralogistischer Anlagen, On-Site-Service, hat uns die Meinung des Markts und potenzieller Kunden interessiert. Die Ursachen für die Einbindung von externen Dienstleistungsspezialisten sind auf die zunehmende Komplexität der Anlagen sowie die Besinnung auf die Kernkompetenzen von Anlagenbetreibern zurückzuführen. Welche Vorteile ergeben sich durch das Outsourcing? Betreiber können so die Verfügbarkeit ihrer Anlagen verbessern und damit ihre Lieferfähigkeit und ihre Leistungen für die Kunden erhöhen. Herr Dönges, welches ist für Sie das prägnanteste Fazit der Studie und warum? Der Rückgriff beziehungsweise der Einsatz externer Instandhaltungs- und Servicedienstleister hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und der Trend scheint sich zukünftig fortzusetzen. Um die Frage nach dem „Warum“ aufzugreifen: Weil die Anlagen komplexer werden und mehr Spezialisten-Know-how erfordern. Außerdem tendiert die Nutzungsdauer immer mehr in Richtung 24-Stunden-Betrieb, sodass während des laufenden Betriebs keine vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen möglich sind. Daraus resultiert die Notwendigkeit für die wenigen Stillstandszeiten eine externe Verstärkung einzusetzen. Die Fragen stellte Marie Krueger, Redakteurin f+h www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/01-02 63

AUSGABE