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f+h fördern und heben 1-2/2018

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f+h fördern und heben 1-2/2018

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME benötigten Ladungsträger und Transportkapazitäten“, erklärt Dr. Leonid Zerr, Projektmanager der PSI Logistics. Mithilfe dieser Kalkulation könne der Betreiber im Lager- und Kommissionierbereich zudem auf besondere Pufferflächen verzichten. „Ohne das Warehouse-Management-System ließen sich die benötigten Kapazitäten zuvor erst nach der Kommissionierung und einer Sichtung des tatsächlichen Versandaufkommens durch die Disponenten ermitteln“, erläutert Sasse. „Die Auftragsposten wurden zunächst auf der Konsolidierungsfläche eines separaten Versandlagers gepuffert bis die Auftragskommissionierung abgeschlossen war. Erst danach ließen sich die Touren zusammenstellen und das Laderaumvolumen bestimmen. Wir verloren Fläche und durchschnittlich einen Tag bis zur Auslieferung.“ AUFTRAGS- UND BELASTUNGSORIENTIERTE ZUORDNUNG Aufgrund der Möglichkeiten der automatisierten Case Calculation im „PSIwms“ planen die Disponenten bereits im Voraus die Bearbeitungsprozesse und -zeiten, legen den Verladetermin fest, gleichen die Kommissionier- und Verpackungskapazität ab und ordnen die Aufträge auf bestimmte Warenausgangszonen zu. Dabei unterstützt das Lagerverwaltungssystem die Disponenten mit Informationen über den aktuellen Auslastungsgrad der Kommissionier- und Verpackungskapazität sowie über die Flächenbelegung des Warenausgangs. Auf Basis dieser Plandaten geht die Disposition der Transportdienstleister vonstatten. Dabei ermöglichen die genauen Plandaten eine frühzeitige Erhebung und Buchung der erforderlichen Laderaumkapazitäten zum definierten Verladetermin. Sasse: „Das senkt die Transportkosten, steigert die Planungssicherheit und wir haben Zeit und Fläche gespart.“ Mit dem vorgegebenen Verladetermin und den hinterlegten Prozesszeiten berechnet die Software zudem rückwärtig, nach dem „Pull-Prinzip“, die Kommissionier- und Bereitstellungsprozesse. Zum richtigen Zeitpunkt startet das IT-System dann automatisch die Auslagerung der Quellpaletten aus dem Hochregallager und steuert diese entweder zu den zwölf Kommissionierplätzen oder direkt zu den Transportverpackungsplätzen. Um die Vorgaben der Case Calculation einzuhalten, koordiniert die Lagerverwaltungssoftware im Zusammenspiel mit dem Materialflussrechner darüber hinaus eine sequenzierte Auslagerung der Quellpaletten an die Kommissionierplätze. In der Regel umfasst das Auftragsspektrum im Logistikzentrum Ganz- und Mischpaletten, die generell tagesaktuell kommissioniert und bereitgestellt werden. Nach Abschluss der Kommissionierung gelangen die Mischpaletten sowie die Direktauslagerungen aus dem Hochregallager über die Fördertechnik in den Transportverpackungsbereich. „Das PSIwms sorgt automatisch für eine auftrags- und belastungsorientierte Zuordnung sowie eine gleichmäßige Verteilung der Paletten auf die Verpackungsbahnen“, erläutert Zerr. Zur Transportsicherung durchlaufen die Paletten auf der Förderstrecke automatische Foliersysteme. Am Ende der Verpackungsbahnen ist eine Übergabestelle für Gabelstapler eingerichtet. Die entsprechenden Fahraufträge vergibt das in der Lagerverwaltungssoftware integrierte Staplerleitsystem wegeoptimiert. Die Aufträge werden über Long-Range-Scanner bestätigt. Sie sind mit den Datenterminals der Flurförderzeuge verbunden und kommunizieren in Echtzeit mit der Software. 02 Eine bedarfsgerechte Bereitstellung und Organisation der Flächen sorgt für Prozesse mit hoher Effizienz und ohne Zeitverlust 02

PRODUKTE UND SYSTEME Mit durchschnittlich 2 000 Lieferscheinpositionen werden im Warenausgang täglich mehr als 3 000 Paletten für den Versand bereitgestellt. Nach vollständiger Bereitstellung aller Auftragspaletten an einem der 21 Warenausgangstore folgt die Rückmeldung der Daten aus dem „PSIwms“ an das Hostsystem. Parallel dazu stößt die Software den Druck der Packstücketiketten und Versandpapiere an, die in der Nähe der Warenausgangszonen gedruckt und den Sendungen beigelegt werden. YARD-MANAGEMENT REDUZIERT ZEITVERLUSTE Zentrale Koordinationsstelle des Logistikzentrums ist der Planungsleitstand. In einer „Cockpit-Situation“ bildet das Warehouse-Management-System dort in Echtzeit nicht nur die Anlagenauslastung ab. Vielmehr findet im Planungsleitstand auch die Transport-Disposition für den jeweiligen Folgetag statt und – über das Yard-Management – die Torzuweisung der Lkw. „Die Darstellung der Auftragslast und Stati der Auftragsbearbeitung unterstützt das Leitstandspersonal bei der Entscheidung über Kapazitätsverlagerungen, Prioritätsvergaben oder sonstige steuernde Eingriffe“, so Sasse. „Das Yard-Management sorgt für Effizienz bei der Be- und Entladung der ankommenden Lkw ohne Zeitverlust.“ Nach der Ankunft melden sich die Lkw über eine Sprechanlage an der Zufahrtschranke im Leitstand und übermitteln die von der Disposition zuvor vergebenen Transportnummern. Die Transport- und Lkw-Daten werden im Yard-Management erfasst und die Lkw in eine Parkzone dirigiert. Mit Bereitstellung der jeweiligen Warenausgangspaletten leitet das Leitstandspersonal die Fahrzeuge per „drag and drop“ in einer grafischen Bildschirmanzeige aus der Parkzone an die Verladerampen. Den Lkw-Fahrern wird das Verladetor auf einer Outdoor-Anzeigetafel mitgeteilt, die ihnen das Signal zum Andocken an einer zugewiesenen Rampe ANJA SASSE, LEITUNG LAGER- LOGISTIK, HETTICH LOGISTIK SERVICE GMBH & CO. KG Der Funktionsumfang des PSIwms mit durchgängiger Transparenz und der zentralen Steuerung aller Prozesse unterstützt unseren hohen Anspruch an Lieferfähigkeit und Qualität der Auftragsfertigung gibt. Parallel dazu gehen die Informationen an die Staplerfahrer in der Halle, die anschließend die Verladung des Warenausgangs übernehmen. Fotos: PSI Logistics, Fotolia www.psilogistics.com TRANS-LOG-INTERMODAL 20. & 21. FEBRUAR 2018 Die Fachmesse für intermodalen Transport und Logistik, IT-Lösungen und zugehörige Dienste sowie Produkte auf dem Gebiet des Supply Chain Managements Projektmanager: Wolfgang von der Linde E-mail: wolfgang.vonderlinde@messekalkar.de Tel: +49 (0) 2824/910-289 www.translogintermodal.com Griether Straße 110-120 • D-47546 Kalkar • Tel. +49 (0) 2824/910-151 • www.messekalkar.de

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