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f+h fördern und heben 1-2/2019

f+h fördern und heben 1-2/2019

PERSPEKTIVEN

PERSPEKTIVEN UMFRAGEERGEBNISSE BELEGEN POTENZIALE VON VIRTUAL REALITY IN DER INTRALOGISTIK Im Rahmen einer Untersuchung haben Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) die Potenziale von Virtual Reality (VR) in der Intralogistik analysiert. Hinsichtlich der Möglichkeiten von VR über alle Teilgruppen hinweg ergab sich ein überwiegend positives Meinungsbild. Daraus lässt sich ableiten, dass VR eine hohe Akzeptanz genießt und generell ein großes Potenzial birgt. Vor diesem Hintergrund bildet der Einsatz von VR weiterhin einen wichtigen Baustein der Digitalisierung und macht den Ausbau der Forschung sowie die Erarbeitung von neuen Anwendungsfällen für die Praxis unerlässlich. Die Digitalisierung setzt inner- und außerhalb der industriellen Arbeitswelt neue Maßstäbe. Markttrends und die stetige Weiterentwicklung von Technologien vergrößern das Bedürfnis der Unternehmen, den Schritt in die Digitalisierung zu wagen. Die Spannweite der Umsetzung reicht hierbei von großen Vorreiterprojekten bis hin zu kleinen Insellösungen. Seit Beginn dieser Entwicklung beschäftigt sich das Fraunhofer IML mit diesem Aufgabenbereich und ist maßgeblich an der Erforschung und der Entwicklung von Digitalisierungstrends und -technologien beteiligt. Ein großes Forschungsgebiet am Institut sind derzeit Hybride Dienstleistungen in der Logistik, bei denen Menschen und Maschinen Hand in Hand zusammenarbeiten. In diesem Rahmen nimmt VR als Digitalisierungswerkzeug eine bedeutsame Rolle ein. Die VR wird aufgrund ihrer kontinuierlich wachsenden Entwicklung und steigender Nutzerzahl als „…obvious next thing after video“ (Mark Zuckerberg, CEO von Facebook) bezeichnet. Angesichts des steigenden Interesses an VR-Anwendungsfällen in der Industrie hat das Fraunhofer IML einen VR-basierten Showcase entworfen, in dem sich ein Verpackungsarbeitsplatz in VR gestalten und der Verpackungsprozess anschließend durchführen lässt. An dem VR-Verpackungsarbeitsplatz (VR-VA) werden Items wie ein Etikettendrucker, ein Handscanner, ein Auftragsbildschirm und Verpackungsmaterial bereitgestellt. Der Nutzer hat vor der Durchführung eines Verpackungsauftrags die Möglichkeit, den VR-VA umzugestalten. Dabei lassen sich die Items beliebig auf der Arbeits- 14 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN 01 Der VR-Verpackungsarbeitsplatz in der virtuellen Halle fläche platzieren oder der Auftragsbildschirm verstellen. Ziel dieser Designphase ist es, die Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihres Erfahrungswissens schon frühzeitig in die Gestaltung des VR-VA einzubeziehen und damit einhergehend die Arbeitsplätze bereits vor ihrer Implementierung zu optimieren. Nachdem der VR-VA umgestaltet wurde, hat der Anwender anschließend die Möglichkeit, den Verpackungsprozess an dem Arbeitsplatz zu testen und zu trainieren. Die Arbeitsschritte werden per Sprachausgabe und dem Auftragsbildschirm an den Anwender weitergegeben. Für korrekt abgeschlossene Schritte bekommt dieser Punkte gutgeschrieben und der nächste Arbeitsschritt wird initiiert. In Anwendungsfällen wie diesem sieht das Fraunhofer IML große Potenziale für den Einsatz von VR in der Intralogistik. Inwieweit dieses Potenzial auch durch ein breiteres Fachpublikum gesehen wird, haben Wissenschaftler im Rahmen des Zukunftskongress Logistik 2018 anhand von sechs Hypothesen untersucht. Auf dem jährlich stattfindenden Kongress haben sich im September 2018 mehr als 500 Teilnehmer und 50 Referenten über den aktuellen Stand der Forschung und Innovationen in der Praxis ausgetauscht. Als eines der Leitthemen wurde der VR-Showcase im Rahmen des Fraunhofer-Symposiums „Social Networked Industry“ einem Fachpublikum vorgestellt. Jeder Teilnehmer erhielt hierbei die Möglichkeit den Showcase selbst zu testen und die individuelle Einrichtung des virtuellen Verpackungsarbeitsplatzes sowie die anschließende Bearbeitung eines Packauftrags durchzuführen. Begleitend zur Präsentation des Showcases wurde eine Umfrage durchgeführt, um ein generelles Meinungsbild im Hinblick auf die Potenziale von VR in der Intralogistik einzuholen. Dabei wurden Daten zur Person, zum beruflichen Hintergrund sowie zur persönlichen Einstellung gegenüber Innovationen und zur fachlichen Einschätzung der Potenziale von VR in der Intralogistik erhoben. Gemeinsam Zukunft bewegen Besuchen Sie uns auf der LogiMAT 19.–21. Februar 2019, Halle 10, Stand B21 SCHLANKE LINIE Sicher auf engstem Raum Wo Platz besonders knapp ist, machen die neuen Fahrzeuge der Narrow Serie dank ihrer kompakten Bauweise eine gute Figur. Das Chassis der Niederhubwagen und Doppelstockbelader ist mit 720 mm deutlich schmaler als eine Europalette. Das ermöglicht ein noch effizienteres und sichereres Manövrieren. Ob als Mitgängermodell oder mit klappbarer Fahrerplattform, profitieren Sie von reduzierten Anfahrschäden. → www.linde-mh.de

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