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f+h fördern und heben 1-2/2019

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„UNSER ANTRIEB IST DIE

„UNSER ANTRIEB IST DIE ERFÜLLUNG DER KUNDENBEDÜRFNISSE – UND DAS SEIT 200 JAHREN“ Carolin Paulus, Geschäftsführerin der Demag Cranes & Components GmbH, Carolin Paulus 46 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

SERIE PRODUKTE UND SYSTEME Die Wurzeln der Demag Cranes & Components GmbH reichen zurück bis ins Jahr 1819. Eine Historie, auf die in Deutschland nicht mehr allzu viele Unternehmen zurückblicken können. Die Redaktion f+h hat Carolin Paulus besucht und mit der Geschäftsführerin der Demag Cranes & Components GmbH über das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens, aber auch über Zukunftsthemen der Kranbranche gesprochen. 200 Jahre Industriegeschichte haben die unternehmerische Entwicklung von der mechanischen Werkstätte des Ingenieurs Friedrich Harkort bis zur heutigen Demag Cranes & Components GmbH geprägt. Was waren aus der Kenntnis der Historie heraus die wichtigsten Eckpfeiler der unternehmerischen Entwicklung? Carolin Paulus: Wenn man über unsere nunmehr 200-jährige Geschichte einen kurzen Abriss geben möchte und auf die Ereignisse fokussiert, die unsere Aktivitäten auch heute noch prägen, dann ist zu allererst das Jahr 1840 zu nennen. In diesem Jahr wurde der erste Brückenkran hergestellt. Im weiteren Verlauf unserer Historie haben wir immer wieder bedeutende Meilensteine in der Kranbranche gesetzt. Lassen Sie mich hierzu als Beispiel das Jahr 1912 nennen. Kurz nach der Jahrhundertwende präsentierten wir den ersten elektrischen Seilzug. Damals konnte niemand einschätzen, welche Tragweite dies für den weiteren Verlauf des Unternehmens haben sollte. Denn bis in die Gegenwart hinein sind Seilzüge – ebenso wie die später hinzugekommenen Kettenzüge – Eckpfeiler des Demag- Portfolios. Mit dem Kranbaukasten KBK, damals noch „Juniorsystem“ genannt, hat 1963 dann ein weiteres Kernprodukt das Licht der Welt erblickt. Wenn wir die Schienen des Systems, die wir in all den Jahren bei den Betreibern installiert haben, hintereinanderlegen würden, ließe sich damit mehrfach die Welt umspannen. Der Kranbaukasten, wie übrigens alle unsere Produkte und Systeme, wird über den Lebenszyklus permanent weiterentwickelt und um neue Funktionen ergänzt. Aus den genannten Meilensteinen lässt sich ableiten, dass die Demag ein von der Technologieseite und vom Ingenieurswesen geprägtes Unternehmen gewesen und der Zeit immer ein stückweit voraus war – und dies wird auch zukünftig so sein. Die Resonanz aus dem Markt hat uns dabei stets in unserem Handeln bestärkt. Seit 2017 gehört Ihr Unternehmen zum Konecranes-Konzern. Was bedeutet diese Übernahme für Ihre Kunden, weltweit? Carolin Paulus: In der weltweiten Produktions- und Servicestrategie von Konecranes wird der Standort Wetter eine tragende Rolle spielen. Das heißt: der Standort Wetter wird im Konecranes- Konzern Verantwortung für die Produktplattformen Elektro-Seilund -Kettenzüge, den Kranbaukasten KBK sowie für Kernelemente der Antriebstechnik tragen. Um den damit verbundenen Herausforderungen gewachsen zu sein, haben wir das Programm Set-Up Wetter 2020 aufgelegt. Ein zentraler Baustein des Programms ist die weitere Erschließung von Rationalisierungspotenzialen in der Fertigung. In der Produktion werden zunehmend automatisierte Lösungen bis dato manuell durchgeführte Tätigkeiten ersetzen. Dies ist auch zwingend erforderlich, denn durch die Funktion als zentraler Fertigungsstandort im Konecranes-Verbund werden sich die zu produzierenden Stückzahlen verdoppeln. Aber auch die Optimierung der Werkslogistik kommt in dem Programm nicht zu kurz. Wenn man bedenkt, dass der Standort Wetter historisch gewachsen ist, ist dies unerlässlich. Wir werden unsere Infrastruktur dahin konsequent ausrichten, um einen durchgehenden Produktions- und Materialfluss zu installieren. Das spart Zeit und Kosten und trägt zur Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit bei. Auf der Website Ihres Unternehmens definieren Sie als Markenversprechen „Committed to performance“. Ein hoher Anspruch. Wie erfüllen Sie diesen? Carolin Paulus: Der Name Demag steht seit Jahrzehnten für Qualität – und das nicht nur auf die Produkte bezogen, sondern über alle Unternehmensbereiche hinweg betrachtet. Der Vertrieb berät den Kunden konstruktiv und ergebnisoffen bei der Lösungsfindung seiner Problemstellung. Wir ziehen keine fertige Lösung aus der Schublade und gehen mit einer vorgefertigten Meinung an die Problemlösung heran. Nach der Lösungsfindung und der Installation der Anlage lassen wir den Betreiber nicht alleine. Unsere Mitarbeiter aus dem Service begleiten den Betreiber über den ganzen Lebenszyklus des Krans. Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte: Wir denken nicht kurzfristig, sondern in langfristigen Partnerschaften. Und diese Verbindungen werden auch durch engagierte Teams getragen, die sich mit der Marke Demag identifizieren. Die Themen Sicherheit und Nachhaltigkeit runden das Markenversprechen „Committed to performance“ ab. Über all die Jahrzehnte standen der Kunde und die Erfüllung seiner Bedürfnisse immer im Fokus. Und dies wird uns auch zukünftig antreiben. BEGLEITET DEMAG-JUBILÄUM Das Unternehmen Demag kann auf eine lange Historie zurückblicken. Dem Anlass angemessen begleitet die Redaktion f+h im Rahmen einer Medienkooperation dieses Ereignis über das ganze Jahr. Den Auftakt der Berichterstattung macht in der Ihnen vorliegenden Ausgabe ein Interview mit Carolin Paulus, Geschäftsführerin der Demag Cranes & Components GmbH. In der März-Ausgabe widmen wir uns dann ausführlich dem Kranbaukasten KBK und gehen an Hand der Automobilindustrie auf die Möglichkeiten ein, die das System dem Betreiber bietet. www.foerdern-und-heben.de f+h 2019/01-02 47

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