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f+h fördern und heben 1-2/2019

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04 05 derzeugeinsatz

04 05 derzeugeinsatz passiert, muss der Fahrer entsprechend Energie aufbringen und darauf reagieren. Konsequenz: die Umschlagsleistung sinkt und der Verschleiß am Flurförderzeug steigt. Über all die Jahre hinweg als eine der bedeutendsten Pluspunkte in Sachen Verbesserung des Fahrerarbeitsplatzes hat sich die Beschäftigung mit den Sichtverhältnissen erwiesen. Dies spiegelt sich in schlankeren Hubmastprofilen, ausgeklügelten Mastkonstruktionen, abgeschrägten Dachrändern, kompakten Gegengewichten sowie niedrigeren Armaturenbrettern und schlau verborgenen Schläuchen und Ketten wider. Eine gute Sicht ist zum Standard geworden, was auch für den Handgriff am hinteren Pfosten des Fahrerschutzdaches gilt, der für einen sicheren Halt beim Rückwärtsfahren sorgt. Nicht mehr wegzudenken ist heutzutage zudem eine echte Trittstufe, die den Namen auch verdient. Jahrelang hatten die Hersteller nur ein einfaches Loch an der Seite des Gabelstaplers als Einstiegshilfe vorgesehen. CHINA MISCHT MIT In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich neben all den technologischen Entwicklungen aber auch der Anbietermarkt verändert. Anfang der 2000er-Jahre forderten die Betreiber von ihren Flurförderzeuglieferanten eine „Alles aus einer Hand“-Lösung. Die Hersteller mussten sich zu Komplettanbietern wandeln. Der Erfolg hin also zukünftig u. a. davon ab, Gegengewichtsstapler und Flurförderzeuge für die Lagertechnik im Programm zu haben. In der Folge prägten diverse Übernahmen den Markt. Die Markenvielfalt ging zurück. Gleichzeitig betraten aber auch andere Akteure die Bühne. Aus dem Fernen Osten schlossen sich diverse chinesische Hersteller dem asiatischen Angebot der Japaner und Koreaner an. Während sie zuvor auf der Grundlage abgelaufener Patente von japanischen Herstellern produzierten, kommen heute immer häufiger auch echte chinesische Entwürfe zu Tage. Reißenden Absatz fanden diese Geräte in Europa bislang aber nicht. Der Erfolg einer Gabelstaplermarke steht und fällt eben mit der Qualität beim Service- und Ersatzteilangebot. Inzwischen setzen asiatische Marken immer häufiger europäische Bauteile ein und bauen sukzessive ihr Servicenetz aus. Die europäischen und amerikanischen Hersteller suchen derweil ihr Heil vielfach in der Massenproduktion. Die Mehrmarkenstrategie erlaubt es, innerhalb der Firmenorganisation dieselben Komponenten und Entwürfe zu nutzen. Teilweise unterscheiden sich die Fahrzeuge nur noch in der Farbe und dem Logo. MEHR AUFMERKSAMKEIT FÜR DIE UMWELT Der schonende Umgang mit den Ressourcen dieser Erde ist ein genereller Trend in unserer Gesellschaft. Selbstredend blieb dies nicht ohne Konsequenzen für die Flurförderzeugbranche. Linde optimierte bei den Staplern mit Verbrennungsmotor das hydrostatische Konzept und ist mit sehr sparsamen Verbrennungsmotoren tonangebend. Jungheinrich spielt diese Rolle im elektrischen Segment und setzte in unseren Tests oftmals die Benchmark, wenn es um die Kombination von Produktivität und Energieeffizienz geht. Still nutzte als erster Hersteller Power Caps, um die Bremsenergie zu speichern und wiederzuwenden. In Europa verliert der Stapler mit Verbrennungsmotor Marktanteile. Diese Entwicklung wird sich erwartungsgemäß in den nächsten Jahren fortsetzen. Welcher Antriebsquelle die Zukunft gehören wird, wird von verschiedenen Faktoren abhängen. Die Brennstoffzelle ist längst keine Unbekannte mehr. Vor allem in den USA und in Kanada setzen die Betreiber auf diese Antriebstechnik. Europa hinkt dem Trend hinterher. Bei uns scheint die Tendenz vorläufig eher in Richtung Lithium-Ion zu gehen. Zu den Merkmalen der Technik gehören u. a. keine oder nur eine geringe Wartung, kein Speichereffekt, schnelleres Aufladen sowie unproblematische Zwischenladung und kleinere Batterieabmessungen. Darüber hinaus sind für das Aufladen keine einschneidenden infrastrukturellen Anpassungen erforderlich. 04 Der Schubmaststapler des ETV 216i von Jungheinrich verfügt über eine L-Förmige Lithium-Ionen-Batterie, die sich unter dem Fahrersitz und unter der Bodenplatte befindet − der so gewonnene Platz kommt der Fahrerkabine zugute 05 Die Lithium-Ionen-Technik verleiht dem E-Stapler-Segment neue Impulse. So wiegt die Lithium-Ionen-Batterie des Handhubwagens EZ-12 des Herstellers EP Equipment gerade einmal 3,7 kg und lässt sich im Handumdrehen auswechseln 52 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

FUH_AG_2015_04_016 16 05.04.2016 22:22:26 PRODUKTE UND SYSTEME FlurFörderzeuge I staplertest Auf den Punkt gebracht Der Schubmaststapler ESR 5000 von Crown unter Praxisbedingungen Schubmaststapler gehören zu den Leistungsträgern im Lager. Nicht zuletzt aus diesem Grunde sind Informationen über deren Verhalten in puncto Fahren, Leistung und zum Bedienkomfort für den Fahrer und auch für den Flurförderzeugbetreiber von großer Wichtigkeit. In unserem Test erfahren Sie wie sich der Schubmaststapler ESR 5000 des Herstellers Crown vor diesem Hintergrund präsentiert. 84 f+h 3/2011 2011 Die Schubmaststapler der Baureihe ESR von Crown, zu der auch unser Testgerät, der ESR 5000 mit 1,6 Tonnen Tragfähigkeit gehört, verfügen über eine Reihe von Standardfunktionen und Erweiterungsoptionen, die dem Gerät ein größeres Geschwindigkeitsprofil verleihen und Lasten in größere Höhen heben können als die Vorgängermodelle. Aufgrund der Ausstattung mit einem Duplex-Mast aus Crown-eigener Fertigung verfügt unser Teststapler über eine Resttragfähigkeit von 800 kg; bei einer Hubhöhe von 13 Metern. Mit der Einrichtung Sideshift Position Assist (SPA) für den Seitenschieber werden die Gabeln des Staplers automatisch zentriert und wird die Last sanft zwischen den Radarmen und auf dem Boden abgestellt. Über den 2-Wege-Schalter kann der Fahrer die gewünschte Fahrtrichtung auswählen. Betreiber, die das anders haben möchten, können eine Software-Umstellung durch den Service-Techniker veranlassen. Nach dieser Umstellung arbeitet der Schalter so, dass bei dessen Aktivierung die Fahrtrichtung automatisch verändert wird. Das System der optimierten Kurvengeschwindigkeit OCS registriert den Lenkeinschlag und erkennt, ob der Stapler in eine Kurve hinein oder aus einer Kurve herausfährt und passt die Geschwindigkeit der jeweiligen Situation entsprechend an. Während des Tests konnten wir aufgrund dieser Möglichkeiten ohne spürbare Einschränkung der Fahrkursstabilität mit maximaler Geschwindigkeit durch eine 90°- Kurve fahren. Auf diese Weise sorgt das System für ein gleichmäßiges Fahrverhalten, was der Produktivität im Test zugutekommt. Fotos: logiestik Bedienkomfort Ein Merkmal des Schubmaststaplers ESR 5000 ist ein aus unserer Sicht quasi intuitiv wahrnehmbarer Bedienkomfort. So lässt sich das Gerät, auch wenn man zum ersten Mal damit arbeitet, recht einfach bedienen. Armlehne, Fahrersitz und Lenksäule kann der Fahrer mit wenigen und einfach auszuführenden Handgriffen auf seine individuellen Bedürfnisse hin ausrichten. Beim Besteigen des Staplers registrieren wir den relativ hoch angeordneten Kabinenboden, dessen Erreichen uns aber von der Trittstufe erleichtert wird. Was die Sichtverhältnisse anbelangt, so haben wir vom Fahrersitz aus eine gute Rundumsicht auf das direkte Arbeitsumfeld. Das gilt auch für die Sicht durch den Mast und auf die farblich markierten Gabelspitzen, sodass wir in einer flüssigen Bewegung in die Palettenöffnungen einfahren können. Das ist vor allem beim Arbeiten in der Höhe und in weniger gut ausgeleuchteten Lagern von Vorteil. Weniger vorteilhaft zeigt sich dagegen für uns die volumenmäßige Aufnahmefähigkeit der Ablagemöglichkeiten für Papiere und persönliche Gegenstände. Diese Ablagemöglichkeiten sind zwar in ausreichender Wertung + Fahrverhalten + Bedienkomfort – Ablagemöglichkeiten document7359987535492194748.indd84 84 21.02.2011 09:00:42 Quelle: Andersom Testing/f+h FLURFÖRDERZEUGE I STAPLERTEST Abgasfreies Kraftpaket Der Elektrostapler RX 60-80 von Still zeigt, was er kann Der 8-Tonner RX60-80 von Still ist leistungsstark und stabil, lässt sich aber genauso einfach bedienen wie ein durchschnittlicher 4- bis 5-Tonner. Mit diesem Kraftpaket beweist Still, wie einfach das elektrische Fahren auch im schweren Segment geworden ist. Der Verbrauch ist durchaus überschaubar. Die Testergebnisse im Überblick Hersteller/Typ Fahrgeschwindigkeit mit Beschleunigung über Hubgeschwindigkeit mit Palettenumschlag pro Verbrauch während Verbrauch/100 umgeschlagene Paletten [kWh] Praktische Einsatzdauer in Stunden:Minuten Still/RX60-80 5 000 kg Last [km/h] 27,2 m [s] 5 000 kg Last [cm/s] 8 Stunden des Tests [kWh] (bei max. Batteriegröße inkl. Regeneration) Fahrmodus 5 13,04 9,9 32,36 268 18,13 54 6:33 Fahrmodus 5 mit 10,23 11,4 32,36 250 15,69 50 7:35 Blue-Q-Funktion Fahrmodus 3 13,04 9,9 32,36 266 17,60 52,80 6:45 Fahrmodus 3 mit Blue-Q-Funktion 16 f+h 4/2015 10,23 11,4 32,36 247 15,14 49 7:51 2015 MIT RAFFINIERTEM DESIGN – DER JUNGHEINRICH ETV 216I IM TEST Pünktlich zur Logimat präsentierte Jungheinrich sein neues „Prunkstück“ aus dem Schubmaststapler-Portfolio: den ETV 216i. Für Aufsehen sorgte dabei die konzeptionelle Einheit zwischen Lithium-Ionen-Batterie und Fahrzeugkonstruktion. Der hochintegrierte Akkumulator schafft neue Freiräume für ein Fahrzeugdesign mit Auswirkungen auf Ergonomie und Leistungsfähigkeit. 28 f+h 2018/05 www.foerdern-und-heben.de 2018 S chon seit Jahren führen die Schubmaststapler aus der ETV- Serie von Jungheinrich die Leistungsübersichten im entsprechenden Klassement an. Stellt sich die Frage, welcher Hersteller in der Lage ist dies in absehbarer Zeit zu toppen. Die Antwort gibt Jungheinrich selbst mit dem neuen ETV 216i. Um den eigenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, legte das Hamburger Unternehmen dem „Neuen“ ein außergewöhnliches Konzept zugrunde: Das Herzstück des Schubmaststaplers bildet die Lithium-Ionen-Batterie, die nicht mehr als rechteckiger, dominanter Block verbaut ist − wie eine herkömmliche Bleisäurebatterie −, sondern eine L-förmige Gestalt hat. Aufgrund der L-Form war es möglich, die Batterie unter dem Fahrersitz, respektive unter der Bodenplatte zu installieren. Sie ist dabei so kompakt in den Stapler integriert, dass sich ganz neue Gestaltungsfreiräume für die Fahrzeugkonstruktion ergeben haben. FUH_AG_2018_05_028 28 09.01.2019 13:58:34 Aufgrund der größeren Formfreiheit und der kleineren Abmessungen ermöglicht es die Lithium-Ionen-Batterie zudem, die Konzeption und das Design der Stapler neu zu überdenken. Dies wird sich in den kommenden Jahren mit der Einführung neuer Modelle und Fahrzeugvarianten bemerkbar machen. So entwickelte Jung heinrich ein neues Chassis- und Kabinenkonzept für Schubmaststapler, wodurch mehr Platz und eine bessere Sicht für den Fahrer entstanden sind. Auch neue Marktakteure widmen sich der Lithium-Ionen-Technik. So hat der chinesische Hersteller EP Equipment eine Alternative zum klassischen Handhubwagen entwickelt, die wir sofort nach dem das Gerät in Europa verfügbar war, auf Herz und Nieren getestet haben. Die Lithium-Ionen-Batterietechnik verleiht dem Elektrosegment insgesamt einen deutlichen Auftrieb und öffnet die Tür zu den schwereren Tragfähigkeitsklassen, da ein Zwischenladen die Einsatzdauer erhöht. So ist der Elektroantrieb immer häufiger eine vollwertige und vor allem gesellschaftlich erwünschte Alternative für Diesel- und Flüssiggasstapler. GLÄNZENDE KOMBINATION Die Möglichkeiten, die Wasserstoff als Energiequelle bietet, werden die Umweltauswirkungen verbessern und die negativen Aspekte von Verbrennungsmotoren verringern. Vieles wird von den Entwicklungen in der Automobilindustrie und dem Wachstum bei der Wasserstoffinfrastruktur abhängen. Dies womöglich, wenn wir von Erdgas auf Wasserstoff umsteigen und dafür das bestehende Netzwerk nutzen. Im Bereich der Lagertechnik zeichnet sich ein Trend hin zum FTF ab. Diesen sind jedoch (noch) Grenzen gesetzt. Vor allem wenn Flexibilität gefordert ist, führt an der Kombination Flurförderzeug und Fahrer/Bediener kein Weg vorbei. Das war vor 100 Jahren eigentlich auch schon der Fall. Dass es jedoch intelligenter, sicherer, praktischer, sparsamer, schneller und besser geht, erkennen wir bei nahezu jedem neuen Modell, das wir auf unsere Teststrecke bitten – und eines lässt sich festhalten: Der Innovationsdrang unserer Branche wird wahrscheinlich nie zu Ende gehen. Text und Fotos: Theo Egberts, Andersom Testing GAS SCHWERSTE LASTEN EINFACH HEBEN. MIT UNSEREN INNOVATIONEN. NEU: Serie PCMDS mit 400 W • Leistung: 400W; Wirkungsgrad: ≥92% • Eingangsbereich: 66...137,5V DC • Ausgangsspannung: 24V • Umgebungstemperatur: -40...+70°C/+85°C 10min • Transientengeschützt, vakuumvergossen • EN 60950-1/EN 61000-6-4/EN 61000-6-2 www.mtm-power.com HEAVY DUTY POWER SUPPLIES Besuchen Sie uns auf der LogiMAT 2019 Halle 10, Stand H29

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