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f+h fördern und heben 1-2/2019

f+h fördern und heben 1-2/2019

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME ALTE LAGERHALLEN WIEDER NUTZBAR MACHEN – AUF DIE VERLADEZONE KOMMT ES AN Sollen veraltete, marode Lagerhallen einer neuen, zeitgemäßen Nutzung als Logistikgebäude zugeführt werden, ist oftmals eine aufwändige Sanierung nötig. Denn die Konzeption und technische Ausrüstung der älteren Gebäude entsprechen kaum noch den heutigen Anforderungen. Ein Bereich, auf dem bei der Modernisierung besondere Sorgfalt liegen muss, ist die Verladezone mit dem komplexen Gefüge der Torabdichtungen. In einer Bauzeit von etwa einem Jahr errichtete Hermes Fulfilment in Ostwestfalen ein Logistikzentrum mit einer Fläche von ca. 100 000 m² und nutzt davon allein 64 000 m² für den Bereich der Lagerung respektive die Kommissionierung. Der neue Komplex ersetzt alte, bislang genutzte Gebäude, die immer weniger den Ansprüchen an eine moderne Logistik genügten. Mit dem Neubau trägt die Hermes Gruppe zudem den kontinuierlichen Mengenzuwächsen im „Zwei-Mann-Handling“ Rechnung. Was aber sollte mit den bisher genutzten Umschlaghallen geschehen? Die Inhabergesellschaft entschied sich für eine Modernisierung von zunächst einem Teil der Hallen. Ein Augenmerk lag dabei auf der Optimierung der Verladeeinrichtungen. FLEXIBLE SEITENELEMENTE KÖNNEN NICHT BRECHEN Die Hallentore aus dem alten Bestand hatten nicht mehr die heute benötigten Breiten respektive der Abstand zwischen den einzelnen Toren war teilweise zu gering. Die Fassade machte einen maroden Eindruck und die Verladerampen entsprachen nicht mehr den gängigen Höhenanforderungen für Lkw. Anfahrende Fahrzeuge stießen daher oft gegen das Gebäude. Nach Beratungen des für die Sanierung verantwortlichen Architekten mit der Firma Koch-Lagertechnik aus Lage entschied man sich, die alte Fassade in der Höhe des zukünftigen Wetterschutzes, den Torabdichtungen, abzutrennen. Dies schuf zum einen die Möglichkeit Torbreiten anzupassen und gleichzeitig in die neuen Thermoelemente Befestigungspunkte für neue Torabdichtungen zu integrieren. Darüber hinaus musste auch an einen neuen Rammschutz gedacht werden, der die Fahrzeuge zuverlässig stoppt und 86 f+h 2019/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME 01 02 03 die Fassade schützt. Hier entschied man sich für Federstahlpuffer, die aufgrund der schon erwähnten niedrigen Rampenhöhe jetzt erhöht angebracht wurden. Bei den Torabdichtungen fiel die Wahl auf den Typ TAS-SK von Koch-Lagertechnik. Der Grund für diese Entscheidung: In der Regel finden sich bei herkömmlichen Torabdichtungen in den Seitenteilen Metallelemente wie Profile und Federn, die bei falsch anfahrenden Fahrzeugen verbiegen und brechen können. Das Unternehmen Koch verzichtet bei seinen Torabdichtungen auf Metallteile in den Seiten, und setzt auf mit Schaumkern gefüllte Seitenelemente. Diese Konstruktion weicht bei falsch oder versetzt anfahrenden Fahrzeugen nach hinten sowie zur Seite aus. Sobald das Fahrzeug die Verladeeinrichtung verlässt, kehrt das Bauteil automatisch wieder in die Ausgangsposition zurück, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Schaumkern-Torabdichtungen sind auch nach vielen Jahren noch gut in Form und ansehnlich. AUCH IN DER HÖHE UNKRITISCH 01 Die Hallentore der alten und maroden Lagerhallen entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen 02 Mit konstruktiven Maßnahmen an der Fassade war es möglich die Torbreiten anzupassen 03 Zum Schutz der Fassade vor anfahrenden Lkw wurden Federstahlpuffer installiert In Sachen Flexibilität sind die neuen Torabdichtungen durch das autarke Hubdach auch in vertikaler Richtung anpassungsfähig. Das Dachelement steht in keiner konstruktiven Verbindung mit den Seitenteilen und lässt sich unabhängig davon anheben, z. B. wenn Wechselbrücken zum Ausfahren der Standfüße angehoben werden. Allein durch das Gewicht der Frontschürze fällt das durch zwei Teleskoprohre gestützte Bauteil anschließend wieder in die Ausgangsposition zurück und dichtet Fahrzeuge im oberen Bereich gut ab. Als zusätzliche Ausstattung der Frontschürzen empfiehlt sich darüber hinaus eine Eck-Lamellierung. Dabei sorgen zwei zusätzliche Schlitze links und rechts in der Frontschürze dafür, dass sich die Plane noch besser an die Fahrzeugecken anpassen kann. Eine große Herausforderung bei der Sanierung der Bestandsimmobilien waren die teilweise geringen Abstände zwischen den Hallentoren. Mit der Reihenanlage fand sich auch hier eine Lösung. Hierzu sind die Abdichtungen an die speziellen Breiten angepasst und jeweils zwei Torabdichtungen teilen sich ein Mittelteil, das eine für beide Seiten gemeinsame Seitenschürze trägt. Nach Abschluss der Arbeiten steht einer weiteren langfristigen Nutzung nichts mehr im Wege. Fotos: Koch-Lagertechnik www.koch-lagertechnik.de Unser Ziel ist es, Arbeitsunfälle zu vermeiden! - Anfahrschutzsysteme aus Spezialkunststoff - Besuchen Sie uns! 19. – 21. Februar Messe Stuttgart Halle 1, Stand A51 & Halle 10, Stand B20 A-SAFE GmbH – Sitzkrüger Moor 6 – 23879 Mölln – 04542 996 80 40 – vertrieb@asafe.de – www.asafe.de

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