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f+h fördern und heben 1-2/2020

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f+h fördern und heben 1-2/2020

PRODUKTE UND SYSTEME 03

PRODUKTE UND SYSTEME 03 04 03 Die Automationsebene wurde von BSS an das ERP-System des Betreibers gekoppelt 04 Versandetiketten werden aus bereits vorbereiteten Spool-Dateien heraus automatisch erzeugt gung parallel ermittelter Prioritäten werden die einzelnen Versandkartons in eine Ausführungs-Queue eingereiht. Beim Auftragsstart wird der errechnete Kartontyp dann auf einem Bildschirm visualisiert, aufgerichtet und auf die Förderstrecke aufgeschoben. Es folgen eine Konturenkontrolle sowie die Anbringung eines Barcode- Labels. Dieses wird gescannt und mit dem nächsten Auftrag für den identifizierten Kartontyp „verheiratet“. Kleinere, u. U. nicht förderfähige Kartons lassen sich manuell mit einem Etikett versehen und auf ein Tablar setzen. Nach dem Auftragsstart fährt jeder Umkarton diejenigen Bahnhöfe an, an denen Artikel zu kommissionieren sind bzw. bereits zur Abholung bereitstehen. Hierzu übermittelt das ERP-System der Anlagen-SPS eine Zielkette, sodass die Stationen in chronologischer Reihenfolge angefahren werden. Nach Entnahme eines Artikels und Einlegen in den Karton quittiert der Kommissionierer den Vorgang. Sind alle Picks abgearbeitet, generiert SAP ein entsprechendes Telegramm und übermittelt dieses an die SPS. Der Karton wird auf die Hauptstrecke abgeschoben und gelangt zum nächsten, innerhalb der Zielkette definierten Bahnhof. Sollte eine anzulaufende Station belegt sein, lässt sich diese aufgrund der Kreiseloptionen innerhalb der Anlage erneut anfahren. ZIELSICHERE NACHSCHUBVERSORGUNG UND VERSANDBEREITSTELLUNG Nach Quittierung des letzten noch offenen Bahnhofs der Zielkette wird der Karton von der Bühne via Spiralförderer der Verpackung zugeführt. Hierbei passiert er einen Meldepunkt, über den ad hoc die Erzeugung der Druckdateien für den Lieferschein und die Rechnung durch das ERP-System angestoßen wird. Eintreffende Kartonagen werden von den Mitarbeitern auf einen freien Platz gezogen, gescannt sowie u. a. mit Versandpapieren bestückt. Es folgen das Aufsetzen eines Stülpdeckels und die Anbringung des aus den bereits vorbereiteten Spool-Dateien erzeugten Versandetiketts. Auf letzterem ist auch das Paketgewicht aufgeführt, das über eine in die Tischfläche eingelassene Versandwaage ermittelt wird. Für den regulären Paketversand bestimmte Kundenkartons passieren den automatischen Umreifer und werden zu einer der drei Endstellen ausgeschleust. Über angetriebene Scherenrollenbahnen gelangen sie in den Lkw-Auflieger. Die Nachschubversorgung für die Kommissionierbahnhöfe ist über das Schmalganglager organisiert. Im Bereich der weiter entfernt liegenden Bahnhöfe geschieht dies fußläufig bzw. per Handhubwagen über einen Lastenaufzug. Die sechs unterhalb der Bühne installierten Schnelldreher-Bahnhöfe lassen sich direkt via Stapler bedienen. Auf der Bühne benötigte Palettenware wird über eine Geländerschleuse mithilfe von Gabelstaplern vom Erdgeschoss aus zugeführt. Vorgesorgt ist auch für den sprichwörtlichen „Fall der Fälle“: Treten in der Anlage z. B. Barcode-Lesefehler auf, so werden die betreffenden Kartons einem NIO-Platz zugeführt. Nach Überprüfung und Verlassen des Kontrollpunkts gelangen sie entweder in den Sonderpackbereich oder werden erneut in die Anlage eingeschleust. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit geschaffen, rückständige, nun aber wieder verfügbare Artikel auf schnellstem Weg in einer Nachlieferung zusammenzufassen. In solch einem Fall geschieht die Kommissionierung in einen Kunststoffbehälter. In der Sonderpackzone lassen sich diese Artikel dann in kleine Versandtaschen umpacken. Dieses Vorgehen reduziert die Förderlast der Anlage und vermeidet Blockaden bzw. ein segmentweises Abschalten durch Überfüllung. FÜR WEITERES WACHSTUM GERÜSTET Das Umbauprojekt gliederte sich in sieben Projektphasen, verteilt auf ein Zeitfenster von etwa zwei Jahren. Hierbei galt stets uneingeschränkt die Maxime: Sicherheit vor Umsetzungsgeschwindigkeit. „In enger Kooperation mit dem Intralogistik-Generalunternehmer BSS ist es uns gelungen, eine neue Systemlösung zu integrieren, die nicht nur zu kurzzeitigen Effizienzsprüngen, sondern auch zu dauerhaften Mehrwerten geführt hat“, resümiert Büroring-Vorstand Schaefers. Fotos: BSS Bohnenberg www.bss.gmbh 20 f+h 2020/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME GUT DURCHDACHTE LAGERHALLEN- BELEUCHTUNG VERBESSERT NICHT NUR ARBEITSPRODUKTIVITÄT Die optimale Ausleuchtung von Flächen im Bereich von manuell betriebenen Hochregallagern stellt hohe Herausforderungen an Lichtplanung und Hersteller. Das Unternehmen Gifas aus Neuss bietet mit der Hochregalleuchte vom Typ Highbay Linear hierzu ab sofort neue Möglichkeiten. EINE OPTIMIERTE BELEUCHTUNG STEIGERT DAS WOHL BEFINDEN DER MITARBEITER Schmale Gänge und fehlender Tageslichteinfall machen den Einsatz von leistungsstarken LED-Leuchten in Lager- und Logistik- sowie Produktionshallen unerlässlich. Nur so lässt sich das Wohlbefinden der Mitarbeiter und die damit verbundene Arbeitsproduktivität steigern. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass eine optimierte Beleuchtung die Produktivität der Mitarbeiter in manuellen Lagerbereichen um bis zu 50 Prozent erhöht. Ursächlich hierfür ist eine messbare Reduzierung der Ermüdungserscheinungen. Darüber hinaus ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich die überwiegende Anzahl an Arbeitsunfällen bei einer nicht ausreichenden und ungünstig verteilten Beleuchtung ereignet. Für den Betrieb von Lagerhallen steht das Leuchtenmodell vom Typ Highbay Linear in Leistungsstufen von 120 bis 240 W zur Verfügung. Die Effizienz der Leuchte führt zu einem hohen Energieeinsparpotenzial. Das Thermomanagement ermöglicht den Einsatz in Umgebungstemperaturen von bis zu 60 °C. Die enthaltenen Befestigungswinkel erlauben eine Feinausrichtung der Leuchte im Bereich von ±20°. WIRTSCHAFTLICHKEITSBETRACHTUNG BEREITS BEI LICHTPLANUNG DURCHFÜHREN Die Kosten der Beleuchtung in einer Lagerhalle verteilen sich auf in die Anschaffung, Instandhaltung bzw. Wartung und die Aufwendungen für die Energie. Auf die Lebensdauer einer Lichtanlage gesehen, machen die Energiekosten mehr als die Hälfte der Kosten aus. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, eine energieeffiziente Beleuchtung zu realisieren und deren Wirtschaftlichkeit bereits bei der Lichtplanung ermitteln zu lassen. „Wir unterstützen unsere Kunden mit umfassender Projektberatung, von der Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung der Anforderungen der Mitarbeiter, über entsprechende Lichtberechnungen bis hin zur Abstimmung mit dem ausführenden Elekt- rounternehmen“, so Thomas Berger, Vertriebsleiter bei Gifas. „Es konnten bereits interessante Installationen umgesetzt werden. So tragen zum Beispiel mehr als 150 Leuchten in der Logistikhalle eines namhaften Unternehmens aus der Chemiebranche seitdem zu einem problemlosen Betriebsablauf und der Zufriedenheit der Mitarbeiter bei.“ Fotos: Gifas www.gifas.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/01-02 21

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