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f+h fördern und heben 1-2/2021

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PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITELSTORY 02 Ein Transportwagen, den Stopa mit und ohne Aushub anbietet, fährt eine beladene Kassette in das Langgutlager 03 In der Gasse des Langgutlagers transportiert das Regalbediengerät eine beladene Kassette in die vorgegebene Höhe 04 Das Regalbediengerät lagert die mit Langgut beladene Kassette ein 02 03 04 ALTERNATIVE EIN- UND AUSLAGERUNGEN Das Konzept des Langgutlagers LG-E ist für drei verschiedene Einund Auslagerstationen ausgelegt. Ein Beispiel dafür ist ein Kettenförderer, an den das Regalbediengerät die jeweilige Kassette übergibt, die außerhalb des Lagers positioniert wird. Von dort aus lässt sich das Material aus der Kassette entladen und auf einer variablen Förderweglänge zu den weiterverarbeitenden Maschinen transportieren. Stehen Rücklagerungen an, lädt man diese in die Kassette. Statt Kettenförderer setzt Stopa teilweise Transportwagen ein, die in zwei Ausführungen je nach Bedarf des Betreibers mit oder ohne Aushub installiert werden. Fällt die Entscheidung für Transport wagen ohne Aushub, übergibt das Regalbediengerät die Kassette an den Wagen, der den Ladungsträger, dem Ablauf des Kettenförderers entsprechend, auf eine Position außerhalb des Lagers fährt. Vergleicht man den Kettenförderer mit dem Transportwagen, hat Letzterer die Möglichkeit, auf eine Parkposition im Stahlbau fahren zu können, damit der Fahrweg frei bleibt. Verglichen mit dem Transportwagen ohne Aushub, bietet der mit Aushub den Vorteil, dass Gabelstapler in der Lage sind, das Material einfacher zu be- und entladen. LAGERVERWALTUNGSSOFTWARE MIT BREITEM FUNKTIONSUMFANG Durch die optionale Lagerverwaltungssoftware (LVS), bietet das Langgutlager LG-E einen breiten Umfang an Funktionen. Dazu zählen u. a. die erwähnte komfortable Rücklagerung von Material sowie die Verwaltung von Reststücken und von Teilfächern in einer Kassette. Beim Einsatz der LVS kann das kundenseitige ERP-System über Schnittstellen (CSV/XML, ODBC oder ADO) an das Lager angebunden werden. Somit lassen sich u. a. Bestandsdaten austauschen und Transportaufträge erteilen. Diese Aufträge beinhalten alle zur Lagerung notwendigen Informationen sowie optionale Begleitinformationen zum Materialtracking. Insofern profitiert der Betreiber von einer lückenlosen Dokumentation der eingelagerten Waren. Abgesehen davon sinkt ein Teil manueller Eingaben der Mitarbeiter auf ein Minimum, weil die Software die Transportaufträge automatisch erzeugt. Ein Vorteil, der sich hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Warenbestände, die als Gesamt- und Teilbestände geführt werden, signifikant bemerkbar macht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die einfache und intuitive Benutzerführung auf der übersichtlichen grafischen Programmoberfläche. Welche Features als wichtig zu erachten sind, hängt von den individuellen Bedürfnissen der Kunden ab. Das schon nach einem geringen Schulungsaufwand einsetzbare Stopa LVS bietet ein hohes Spektrum an Funktionen, die man auf die gewünschten Anforderungen anpassen kann. Vor diesem Hintergrund lassen sich alle Funktionen getrennt konfigurieren und nicht benötigte Programmteile vor den Werkern verbergen, damit diese von mehr Übersichtlichkeit profitieren. Zudem ist es mit der ebenfalls installierten Rechtesteuerung möglich, die Zugriffsrechte einzelner Benutzer auf definierte Bereiche der Warenwirtschaft einzuschränken. Bei der Dimensionierung der Bauteile hat sich Stopa bewusst in die obere Range der Marktteilnehmer gelegt, um den Betreibern eine lange Lebensdauer ihres Langgutlagers, selbst bei intensivem Gebrauch, zu ermöglichen. Kleinere Störungen kann der Stopa- Service durch die optional erhältliche Fernwartung schnell beheben. Außerdem lässt sich das Langgutlager LG-E, ebenfalls fakultativ, mit dem Telepresence Portal von Stopa zur Ferndiagnose ausstatten. Eine Lösung, die höchsten Ansprüchen hinsichtlich IT- Sicherheit genügt. Autor: Jürgen Warmbold ist freiberuflicher Fachjournalist, Weyhe Fotos: Stopa www.stopa.com 24 f+h 2021/01-02 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME DIE RICHTIGE REZEPTUR IST ENTSCHEIDEND Kunststoffe können einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und dabei helfen, eine nachhaltigere und ressourceneffizientere Zukunft zu gestalten. Wie das gelingen kann, demonstrieren die Behälter- und Palettenhersteller Gamma-Wopla und Smart-Flow. Die belgischen Schwesterunternehmen recyceln ihre Behälter und Paletten aus Kunststoff und produzieren aus dem gewonnenen Rezyklat neue Paletten. Bei der Herstellung von Kunststoffbehältern und -paletten ist die konstant hochwertige Beschaffenheit des Kunststoffinputs und die richtige Mischung des Rezyklats entscheidend, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität zu erhalten. Grundvoraussetzungen hierfür sind ein intelligentes, nachhaltiges Wertstoffmanagement, Erfahrung sowie Experimentierfreude und der Aufbau langfristiger strategischer Partnerschaften beim Recycling. „Schon früh erkannte mein Vater Jan Vandewiele, dass er für die Produktion seiner Gamma-Wopla-Kunststoffbehälter und seiner Smart-Flow-Kunststoffpaletten individuelle, auf den Verwendungszweck und die Branche abgestimmte Kunststoffe benötigt“, so Grégory Vandewiele, Plant Manager der Smart-Flow Europe SA, Mouscron/Belgien. „Entsprechend wurde in den Ausbau von Materialsilos und Mischanlagen investiert. Aber auch dem Thema schonender Umgang mit den Ressourcen schenkte mein Vater seine Aufmerksamkeit. Vor diesem Hintergrund ist die Kooperation mit Raff Plastics zu sehen.“ Das ebenfalls in Belgien beheimatete Unternehmen verfügt über vielfältiges Know-how in den Bereichen Compounding, Extrusion und Recycling und stellt Gamma-Wopla und Smart-Flow das Rezyklat in der gewünschten Qualität zur Verfügung. Als Stärken des Recyclingspezialisten bezeichnet Grégory Vandewiele die konstante Qualität des Outputs durch Blending, die Flexibilität bei der Entwicklung verschiedener Produkte und den modernen Maschinenpark. Denn die korrekte Rezyklat-Verwendung habe einen maßgeblichen Anteil an der nachhaltigen Qualität der Paletten. „Darüber hinaus lassen sich mithilfe einer intelligenten Kreislaufwirtschaft wertvolle Ressourcen sparen.“ INTELLIGENTES WERTSTOFFMANAGEMENT Demzufolge werden gebrauchte Gamma-Wopla-Behälter von den Kunden zurückgekauft und für die Herstellung von Smart-Flow- Paletten genutzt. Ein langjähriger Partner hierfür ist der zuvor bereits genannte Recyclingspezialist Raff Plastics. Aufgrund der spezifischen Expertise der beteiligten Unternehmen ließen sich gemeinsam Kunststoffrezepturen entwickeln, die es möglich machen, qualitativ hochwertiges Kunststoffrezyklat, u. a. aus gebrauchten Gamma-Wopla-Behältern, für die Herstellung von Smart-Flow-Kunststoffpaletten zu verwenden. Gemeinsam fand für die unterschiedlichen Smart-Flow-Paletten die Entwicklung genau definierter Rezepturen statt. In dem Zusammenhang ist es Grégory Vandewiele aber auch wichtig zu betonen, „dass wir mit unserem Partner Raff Plastics kontinuierlich an der Rezeptur arbeiten.“ Die steigende Nachfrage nach Kunststoff-Recycling bestärkt die Behälter- und Palettenhersteller Gamma-Wopla und Smart-Flow den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und mit ihrer Expertise, sachgemäßer Verarbeitung und dem richtigen Compounding-Partner Kunststoff als Wertstoff in den Produktkreislauf zurückzuführen – und so Behältern und Paletten ein zweites und drittes Leben zu geben. Fotos: Smart-Flow www.smart-flow.com GRÉGORY VANDEWIELE, PLANT MANAGER DER SMART-FLOW EUROPE SA Die steigende Nachfrage nach Kunststoff- Recycling bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen www.foerdern-und-heben.de f+h 2021/01-02 25

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