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f+h fördern und heben 1/2016

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LOGISTIK-MANAGEMENT Neue

LOGISTIK-MANAGEMENT Neue Konzepte für mehr Lagerkapazität entwickelt Betreiber kann aus unterschiedlichen Varianten auswählen Nach umfangreicher Bestands-Datenermittlung sowie der Optimierung der Flächenplanung des Grundstücks, entstanden Konzeptvorschläge verschiedener Fertigwarenlagervarianten. Zu den möglichen Lösungen zählte z. B. ein Lager mit Durchlaufregalen (l.) sowie die Variante Hochregallager (r.) Wenn ein Unternehmen expandiert, zieht dies einige Schritte nach sich. So müssen vor allem die logistischen Strukturen neu bewertet und an die aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen angepasst werden. Genau dieser Fall ist bei einem polnischen Chemiekonzern eingetroffen. Nach einer professionellen Beratung durch einen externen Dienstleister liegen dem Unternehmen nun verschiedene Varianten von optimierten Fertigwarenlager als Konzeptstudie vor. Grupa Azoty S. A., Tarnów, ist der größte polnische und einer der größten Chemiekonzerne Europas. Das Sortiment des Unternehmens ist vielfältig: von Mineraldünger und Thermoplasten über Oxo- Alkohole bis hin zu Weichmachern und Pigmenten. Die Produkte werden in mehr als 50 Länder der Welt vertrieben. Am Standort Guben, Frankfurt/Oder, befindet sich die Tochtergesellschaft Grupa Azoty ATT Polymers GmbH. Die Fertigungsstätte dient der Herstellung von Polymeren für die weiterverarbeitende Industrie. Aufgrund einer positiven Unternehmensentwicklung und der damit einhergehenden Folgen Sie uns auch online! Autor: xxx www.foerdern-und-heben.de www.facebook.com/intralogistik www.twitter.com/foerdern_heben www.google.com/+Foerdern-und-hebenDe 16 f+h 1-2/2016 Mit f+h bleiben Sie stets auf dem Laufenden

Steigerung der Produktionskapazität waren die Lagerkapazitäten am Standort Guben ausgeschöpft. Die Hamburger Unternehmensberatung Pierau Planung wurde deswegen mit einer Konzeptstudie beauftragt, welche unterschiedliche Lösungsansätze mit verschiedenen Automatisierungsgraden in einem Neubau darstellen sollte. Oberstes Ziel hierbei war es, die Lagerkapazität auf der gegebenen Grundfläche zu maximieren. Dabei galt es zu berücksichtigen, dass unterschiedliche Palettentypen und -höhen gelagert werden mussten. Die Konzeptplanung Eine Herausforderung des Projekts war u. a. das zu lagernde Material. Hierbei handelte es sich um Polyamide-Granulat für die Plastikindustrie, das in Säcken auf unterschiedlichen CP-Palettentypen und Octabins gelagert wird. „Das Verhältnis von verschiedenen Fertigwarenprodukten, weniger als 50, und der Bestandsmenge pro Artikel im Fertigwarenlager war für uns eine eher außergewöhnliche Ausgangssituation. Wir haben uns daher auf sehr kompakte Lagerungsmöglichkeiten konzentriert“, so Arne Pierau, geschäftsführender Gesellschafter bei Pierau Planung, über die Besonderheiten während der Konzeptionierung. Verfolgt wurde eine reine Pallettenlagerung mit einer hohen Palettenanzahl pro Artikel und einem hohen Lagerumschlag. Das Fertigwarenlager wäre hierbei direkt an die Produktion angeschlossen. Saisonale Schwankungen mussten in die Betrachtungen nicht mit einbezogen werden, da keine Produktionsspitzen durch die Anlage generiert werden. Verschiedene Varianten durchgespielt „Die logistischen Lösungsvorschläge der Experten von Pierau Planung waren durch eine detaillierte Konzeption verschiedener Szenarien und Ansätze gekennzeichnet“, so Gabriele Kell, Geschäftsführerin der Grupa Azoty ATT Polymers GmbH. Erstellt wurden Varianten (s. Aufmacherfoto), die sich hinsichtlich des Automatisierungsgrades unterschieden. Die Ideen erstreckten sich von Einfahr- und Einschubregalen über Durchlaufregale mit Ketten oder Schwerkraftrollen, einem Kanallager bis hin zu einem Hochregallager. Da der Standort in einem Industriegebiet liegt und es aufgrund dessen keine nennenswerten Einschränkungen bei der Bebauungshöhe gab, wurde eine Variante mit einem automatischen Paletten-Hochregallager verfolgt. Dieses Konzept konnte die meisten Stellplätze aufweisen. Da die Ein- und Auslagerung vollauto matisch vonstattengeht, wurde das Hochregallager von den operativen Lagerprozessen getrennt. Somit ließ sich auch der Einsatz einer Oxyredukt­ Anlage darstellen. Ein Vorteil für den Betrieb: ein Brand kann durch den verringerten Sauerstoffgehalt erst gar nicht entstehen. Die Lieferfähigkeit lässt sich so immer aufrechterhalten. Aufgrund der detaillierten Darstellungen von Pierau Planung kann Grupa Azoty nun eine finale Entscheidung fällen, sodass sich die logistische Abwicklung dem Unternehmenserfolg anpassen lässt. Grafiken/Foto: Grupa Azoty ATT Polymers GmbH www.pierau-planung.de Effizienter Materialfluss aus einer Hand RBS als familiengeführtes Unternehmen steht seit mehr als 40 Jahren für Zuverlässigkeit, Innovationen und umfassende Kundenbetreuung. www.rbs-foerderanlagen.de Modernste Intralogistik, individuell, flexibel und bedarfsgerecht Leipziger Straße 68 63571 Gelnhausen/Roth Telefon 0 60 51/23 62

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