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f+h fördern und heben 1/2016

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LAGER Vor

LAGER Vor Kollisionsschäden bewahren Kunststoff-Rammschutzsysteme sorgen für umfassende Arbeitssicherheit im Lager Volkswagen Braunschweig hat in Harvesse ein neues Logistikzentrum errichtet. Damit Personen, Fahrzeuge und Material auf dem 142 000 Quadratmeter umfassenden und betriebsamen Gelände optimal geschützt sind, setzt der Komponentenlieferant flächendeckend Sicherheitsbarrieren aus Kunststoff ein. Pro Jahr versorgt das Braunschweiger Volkswagen Werk 7,5 Millionen Fahrzeuge des Mutterkonzerns VW mit Komponenten. Das neue Logistikzentrum des Systemlieferanten bündelt die bisherigen Logistikstandorte und verfügt mit einer bebauten Fläche von 55 000 m² über zwei große Anlieferungshallen. Etwa 300 Lkw fahren das Zentrum, das wochentags rund um die Uhr bewirtschaftet wird, täglich an − ein eigener Bahnanschluss ist vorhanden. Bei einem Gelände bzw. Hallen mit diesen Dimensionen und der hohen Umschlagsfrequenz im täglichen Dauerbetrieb, hat der umfassende Schutz von Personen, Fahrzeugen und Material hohe Priorität. Aus diesem Grund nahm der Komponentenhersteller Kontakt zu Jens Flügge, Berater der A-Safe GmbH, Spezialist für Schutzbarrierensysteme, auf. Das Unternehmen aus Mölln war für den Betreiber die erste Wahl, denn die Sicherheitsspezialisten hatten bereits einige VW-Projekte an anderen Standorten betreut. In einem ersten Gespräch wurden die zu schützenden Bereiche identifiziert und festgelegt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Schutz der Regalsysteme vor Stoßeinwirkungen durch Flurförderzeuge und somit der Vermeidung kostspieliger Schäden respektive aufwendiger Instandhaltungsmaßnahmen. Des Weiteren galt es Wände, Säulen und die Brandschutztore im Gebäude vor Schäden durch Fahrzeugkollisionen zu bewahren. Zur Realisierung seiner Projekte ent wickelt und produziert A-Safe Rammschutzsysteme aus Polymeren, die in Distributionszentren, Lagerhäusern der Lebensmittel-, Getränke-, Automobil- und Pharmaindustrie sowie auf Flughäfen und Parkplätzen zum Einsatz kommen. Der Aufgrund der verwendeten Polymere verfügen die Schutzsysteme über ein Gedächtnis Hersteller hat sich auf Kunststoffsysteme spezialisiert, da diese, nach seiner Aussage, gegenüber Metallbarrieren in Material und Form flexibler und kostengünstiger sind. In firmeneigenen Testanlagen werden die Produkte umfassend geprüft und TÜV-zertifiziert, sodass sie den strengen Sicherheitsanforderungen und hohen Qualitätsstandards entsprechen. 48 f+h 1-2/2016

LAGER Aufprallschutz ohne Begleitschäden In einem ersten Projektschritt wurde der Regalschutz in den beiden Anlieferungshallen mithilfe der neu entwickelten modularen Produktlinie „iflex Barrier Range“ realisiert. Als Schutz für die Regalständer kommt das System „iFlex Rack Guard“ zum Einsatz (Bild 01), als Regalendschutz „iFlex Rack End Barrieren“. Zur Bewahrung von Anlagen wie Verteilerkästen oder Schaltschränke sowie Arbeitsplätzen (u. a. Glaseinhausungen) und Brandschutztoren wurden Verkehrs barrieren mit doppelten Holmen errichtet (Bild 02). Für den Schutz der Wände hat sich das Projektteam für Vierkantboden profile entschieden. Darüber hinaus wurde ein Säulenschutz ent wickelt, der sich in das funktionelle und moderne Design des Logistikzentrums einfügt. Hergestellt aus Memaplex, einem von A-Safe eigenentwickelten Kunststoff aus dreilagigen Polymeren, verfügen die Schutzsysteme aus der verwendeten Produktlinie über ein „Gedächtnis“. Das bedeutet: Sie halten hohen Krafteinwirkungen stand und kehren nach einem Anprall in ihre Ausgangsform zurück. Dabei werden 80 Prozent der Aufprallenergie absorbiert und die verbleibenden 20 Prozent schonend in den Hallenboden abgeleitet. Die Barriere und der Hallenboden bleiben hierbei intakt. Anfahrschäden lassen sich auf diese Weise verhindern und Kosten für Reparatur sowie Wiederbeschaffung senken. „Nachdem wir schon einige Standorte von Volkswagen in Deutschland mit unseren Sicherheits systemen ausgerüstet haben, freuen wir uns, dass wir den Konzern auch als Pilotkunden für unsere neue Produktlinie gewinnen konnten“, erklärt Markus Kaumanns, Prokurist und Vertriebsleiter von A-Safe Deutschland. Interessierte Leser können sich über das A-Safe-Portfolio auch auf der Logimat 2016 in Halle 1, Stand 1A51 informieren. Fotos: A-Safe www.asafe.de 01 Ein Schwerpunkt der Sicherheitsmaßnahmen lag auf dem Schutz der Regalsysteme vor Stoßeinwirkungen durch Flurförderzeuge 02 Die Verkehrsbarrieren mit doppelten Holmen sind flexibel und vielseitig einsetzbar www.fetra.de Halle 3 - Stand 3D12 fetra macht Lasten leichter

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