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f+h fördern und heben 10/2015

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FLURFÖRDERZEUGE I

FLURFÖRDERZEUGE I STAPLERTEST Robustes Arbeitstier Der Treibgasstapler Jungheinrich TFG 425 stellt sich dem Praxistest Die Geräte der neuen Stapler baureihe DFG/TFG 425 bis 435 von Jungheinrich sind nach Aussage des Herstellers kraftvolle, preisgünstige und vor allem wartungsarme Gegengewichtsstapler für Einsätze in allen Klimazonen. Unser Teststapler TFG 425 mit 2,5 Tonnen Tragfähigkeit soll beweisen, inwieweit die neue Serie den Zielsetzungen gerecht wird. Mehr als ein Jahr ist es bereits her, dass Jungheinrich seine Produktpalette um eine Serie an Diesel- und Treibgasstapler mit Drehmomentwandler erweitert hat. Der Premiumhersteller hatte erkannt, dass unkomplizierte, verbrennungsmotorische Gabelstapler nach wie vor weltweit gefragt sind. Vor allem in Ländern mit Produktionsprozessen abseits westlicher Industriestandards setzt man bevorzugt auf strapazierfähige Diesel- und Treibgasstapler. 01 Der Ein- und Ausstieg ist großzügig bemessen, angenehm niedrig und frei von scharfkantigen Ecken Hier fordert der Einsatz unter oft rauen Bedingungen schlicht konstruierte Geräte mit hoher Ersatzteileverfügbarkeit bei attraktivem Preis. Jungheinrich führt in seinem Portfolio auch Staplertypen, die für schwere und permanente Einsätze konzipiert wurden. Diese Fahrzeuge sind jedoch z. B. mit hydrostatischem Antrieb ausgerüstet, und somit für den Gebrauch in den genannten Ländern zu fortschrittlich und kostenintensiv. Zudem kommen Fahrer mit 02 Für ein komfortables Bedienen der Pedale Schleichfahrt und Bremse sowie dem Fahrpedal ist ausreichend Platz vorhanden derart hochgezüchteten Geräten häufig nicht gut zurecht. Jungheinrich hat sich diesen Herausforderungen gestellt, und nach einer eingehenden Entwicklungsphase die Staplerserien TFG und DFG mit Tragfähigkeiten zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen auf den Markt gebracht. Im Vergleich zu anderen Serien sind diese Stapler zwar einfacher konstruiert, aber dennoch ein Jungheinrich mit Herz und Seele. So auch unser Teststapler, der TFG 425 mit Treibgas betriebenem Motor, Triplex-Hubmast (Hubhöhe: 4 700 mm) sowie einigen Extras wie eine Windschutzscheibe aus Sicherheitsglas. Zudem ist unser Testgerät mit einem nach oben gerichteten Auspuff auf dem Gegengewicht ausgerüstet. Standardmäßig befindet sich der Auspuff unterhalb des Gegengewichts. In dem Fall wäre zwar die Sicht nach hinten nicht mehr eingeschränkt, jedoch würde auf lockerem Untergrund der Abgasstrom mehr Staub aufwirbeln. Der Teststapler macht einen soliden, aber gewiss keinen klobigen Eindruck. Die verwendeten Materialien sind robust und hochwertig. Vom ersten Gesamteindruck sind eine einfache Nutzung und eine lange Lebensdauer zu erwarten. 26 f+h 10/2015

STAPLERTEST I FLURFÖRDERZEUGE Hubgeschwindigkeit mit 1 650 kg Last (in cm/s) Fahrgeschwindigkeit mit 1 650 kg Last (in km/h) Beschleunigung über 27,2 m (in m/s) Praktische Einsatzdauer (in ss:mm) Jungheinrich TFG 425 57,14 17,14 7,30 05:26 Durchschnittswert aller von uns getesteten 2,5-Tonnen-Treibgasstapler 56,52 18,88 7,14 05:06 Großzügig gestalteter Arbeitsbereich Unseren TFG 425 mit einer Tragfähigkeit von 2,5 Tonnen haben wir einem eingehenden Praxistest unterzogen. Der Ein- und Ausstieg des Flurförderzeugs (Bild 01) ist ohne Einschränkung möglich und mit solidem Kunststoff mit rutschfestem Profil verkleidet. Er bietet Zugang zu einer ebenso großzügig gestalteten Bodenplatte mit dicker Gummimatte, die Vibrationen und Geräuschübertragungen verringert. Der Fußraum ist großzügig bemessen (Bild 02), somit lassen sich die Pedale Schleichgang und Bremse sowie das Fahrpedal problemloses bedienen. Neigungswinkel und Federdruck der Pedale sind optimal eingestellt. Das Einstellen des Fahrersitzes von Grammer funktioniert präzise und die mechanischen Hebel für die Mast- und Gabelbedienung sind gut erreichbar. Die Hebel fallen ebenso robust aus wie der Rest des Staplers und zählen zur Standardausführung. Inzwischen sind alle Bedienkonzepte (Solo-, Duo- und Multi-Pilot) einschließlich Armlehne auch für diese Staplerserie verfügbar. Der Mast wurde neu entwickelt und sichtoptimiert (Bild 03). Unser Teststapler ist, wie bereits genannt, mit einem Triplex- Hubmast mit Freihub und integriertem Seitenschieber ausgestattet. Er weist eine gut funktionierende Dämpfung auf und ist nahezu torsionsfrei. Sichere und einfache Bedienung Der Fahrtrichtungshebel unseres Teststaplers ist an der schlanken, stufenlos verstellbaren Lenksäule angebracht (Bild 04) und sorgt für die Bedienung des Drehmomentwandlers sowie des Getriebes. Beim Aussteigen mit aktivierter Fahrtrichtung wird die zuvor eingestellte Fahrtrichtung automatisch in den neutralen Stand zurück geschaltet. Die Mastfunktionen lassen sich nur ausführen, wenn der Fahrer auf dem Sitz Platz genommen hat. Beim Verlassen des Staplers ohne aktivierte Feststellbremse 03 Die Sicht durch den Triplex-Hubmast ist sehr gut, Zylinder, Ketten und Schläuche wurden sichtoptimal positioniert

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