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f+h fördern und heben 10/2018

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f+h fördern und heben 10/2018

F+H EXTRA BVL KONGRESS

F+H EXTRA BVL KONGRESS 01 Vorgehensweise beim Supply-Chain-Risikomanagement Visualisierung der Lieferkette Analyse des Risikobelastungsindex Schadensausmaß & Widerstandsfähigkeit Detaillierte Gefahrenherdenanalyse Lieferkette wurde in die wichtigsten Segmente geteilt Detaillierte Beurteilung jedes einzelnen Knotenpunktes Knotenpunktbetrachtung in Bezug auf die Lieferkette Knotenpunktbetrachtung in Bezug auf die nötige Verbesserung Welche Standorte sind relevant? Welche Standorte sind gefährdet? Welche Standorte sind nicht ersetzbar? Wo müssen wir an der Widerstandsfähigkeit arbeiten? DER SCHLÜSSEL ZU ERHÖHTER WIDERSTANDSFÄHIGKEIT? Angesichts der zunehmenden Anfälligkeit von Supply Chains scheint ein Risikomanagement, das von Beginn an greift, immer wichtiger zu werden. Schon jetzt müssen Automobilhersteller ihre Lieferketten im Vorfeld auf externe Bedrohungen analysieren (z. B. im Hinblick auf die politische Lage, wirtschaftliche Stabilität sowie gesetzliche Regelungen und Anfälligkeit für Naturkatastrophen in der Sourcing-Region). Außerdem müssen sie Szenarien gegen interne Risikofaktoren (Verlässlichkeit von Lieferanten, Standardisierung, Qualifizierung usw.) entwickeln. Unter allen Faktoren, die sich auf die effektive Gestaltung einer Lieferkette auswirken (u. a. die kritische Verfügbarkeit eines Produkts, die Auswahl des Zulieferers, die Beschaffungsstrategie sowie der Liefermodus), sollte eine realistische Risikobewertung in die Entscheidungen über Infrastrukturinvestitionen einfließen und bei den resultierenden täglichen Betriebskosten berücksichtigt werden. Nachdem die Struktur der Supply Chain festgelegt und implementiert wurde, sollte ein durchgängiges Risikomanagement Teil des Alltagsbetriebs werden. So verfolgt z. B. BMW einen zweigleisigen Ansatz beim Risikomanagement. Einerseits schützt man sich 02 Risikobewertung anhand einer Matrix hoch Eintrittswahrscheinlichkeit (Schadenswahrscheinlichkeit) gering R2 R1 R4 R5 R3 R6 gering mittel katastrophal Ergebniseffekt (Schadensausmaß) Risikoschwelle gem. Erwartungswert Rn Spezifisches Risiko durch spezielle Maßnahmen gegen bestimmte Risiken (z. B. durch die Vorhaltung von höheren Sicherheitsbeständen sowie passgenaue Sourcing-Strategien und Versicherungen). Andererseits sorgen das Management von Lieferanten und Sub-Lieferanten, die Zusammenarbeit entlang der ganzen Lieferkette, und IT-gestützte Transparenz für eine robuste und widerstandsfähige Supply Chain. Durch definierte Tracking-Events und Toleranzkorridore steigt in der Folge der Reaktionszeitraum entscheidend. Davon profitiert nicht nur der Automobilhersteller; auch die Partner in der automobilen Logistikkette gewinnen erhöhte Flexibilität, dadurch dass die Supply Chain firmenintern (vertikal) und unternehmensübergreifend (horizontal) durchgängig vernetzt ist. KANN DIE AUTOMOBILINDUSTRIE BESSER MIT NATURKATASTROPHEN UMGEHEN? Automobilhersteller wissen um die potenziellen Risiken, die Katastrophen (und andere Gefahrenquellen) für die Lieferkette bedeuten. Wie das obige Beispiel zeigt, setzen manche Hersteller bereits Instrumente punktuell zur Beherrschung dieser Risiken ein. Jedoch ist eine umfassende Implementierung und Anwendung noch eher selten. Die Konzentration auf klassische ökonomische Parameter, d. h. die überwiegende Berücksichtigung von Materialeinkaufskosten, ohne Berücksichtigung möglicher Folgekosten über den Produktlebenszyklus, aber auch mangelndes Vertrauen zwischen den Beteiligten, können die Implementierung und den Einsatz solch entscheidender und effektiver Maßnahmen verzögern. Nur durch eine Erweiterung des Fokus auf andere Parameter – über den Trigger Materialeinkaufskosten hinaus – und den Aufbau von Vertrauen lassen sich die automobilen Versorgungsund Wertschöpfungsketten belastbarer und widerstandsfähiger machen. Foto/Grafiken: Aufmacherfoto Jeremy Sutton-Hibbert – Alamy Stock Photo, 01 – 02 Miebach Autor: Christian Wibbe, Partner und Leiter Marktsegment Automotive bei der Miebach Consulting GmbH www.miebach.com 12 f+h 2018/10 www.foerdern-und-heben.de

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