Aufrufe
vor 2 Wochen

f+h fördern und heben 10/2019

  • Text
  • Prozesse
  • Mithilfe
  • Informationen
  • Hinaus
  • Einsatz
  • Roboter
  • Produkte
  • Systeme
  • Logistik
  • Unternehmen
f+h fördern und heben 10/2019

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME VOLUMENMESSSYSTEM ERSPART TETRIS SPIELEN BEI DER LKW-BELADUNG Mithilfe eines Volumenmesssystems verbessert die Schenkelberg Logistik ihre Abläufe. So lassen sich seit das System im Einsatz ist, zum Beispiel die Lkw schneller beladen. Die familiengeführte Schenkelberg Logistik GmbH & Co. KG hat sich neben dem Fernverkehr mit Teil- und Komplettladungen und der Kontrakt-Logistik auf die Stückgutlogistik spezialisiert. Etwa 90 Tonnen Stückgut pro Tag schlagen die Mitarbeiter um, die sich auf circa 300 Sendungen und zwischen 400 und 500 Packstücke aufteilen. Die Größe der Packstücke reicht von kleinen Kartons mit Biosäften über Terrassendielen bis hin zu Industriegütern mit einer Länge von maximal sechs Metern und einem Gewicht von 1,5 Tonnen. Kooperationen in Logistiknetzwerken helfen dabei, dass die Ware i. Allg. innerhalb von 48 Stunden beim Empfänger ist. Dafür bringen sechs Schenkelberg-Lkw nachts die Ware zu Umschlagbetrieben und laden dort die Ware auf, die für Abnehmer in der eigenen Region bestimmt ist. ZWEI MESSZONEN FÜR MEHR FLEXIBILITÄT Um die eingehende Ware zu erfassen, ging Sebastian Schenkelberg jeden Morgen in die Halle und hat bis zu zwei Stunden lang die Paletten mit einem Maßband vermessen. Dabei interessierte den Prokurist der Schenkelberg Logistik GmbH & Co. KG vor allem, ob und welche Daten falsch angegeben wurden und wo Fehler innerhalb der Kooperationen liegen. Ein nicht zu unterschätzender Wert ist dabei das Gewicht, denn die Lkw dürfen nur eine bestimmte Tonnage transportieren. Jedoch zeige die Erfahrung, „dass einige Dienstleister es damit nicht so genau nehmen. Verlassen wir uns auf die Angaben und kommen in eine Polizeikontrolle, kann es teuer werden. Aber diese Gefahr gehört nun der Vergangenheit an.“ Denn seit kurzem setzt das Logistikunternehmen auf das Apache-Frachtmesssystem aus dem Hause AKL-tec. Schenkelberg: „Wir haben das System bei einem Unternehmen aus dem Kooperationsverband gesehen und direkt Kontakt zu dem Anbieter aufgenommen. Innerhalb kürzester Zeit saßen wir zusammen und haben besprochen, was in unserer Halle möglich ist.“ Zum Einsatz kommt das System vom Typ Apache portal multizone. Die Ware gelangt aus dem Lkw zu dem System, wo zwei Lasermessköpfe an einem verfahrbaren Messbalken das jeweilige Objekt erfassen und Länge, Breite, Höhe und Gewicht in der Kundendatenbank speichern. Parallel werden zwei Fotos angefertigt und ebenfalls in die Datenbank übertragen. Aufgrund der Möglichkeit, die beiden Messflächen frei zu definieren, können diese unabhängig voneinander arbeiten. Während auf der ersten Messzone gemessen wird, kann der Mitarbeiter bereits die nächste Fracht holen und auf der freien Fläche positionieren. Dies spart Zeit und erhöht gleichzeitig den Durchsatz. Für Langgut lassen sich die Messflächen zusammenschalten. Somit lässt sich Fracht bis zu 5,3 m vermessen. Obwohl alle Paletten über das Nadelöhr Apache müssen, ist die Datenerhebung und das Erfassen der Maße, des Gewichts und das Anfertigen der Fotos nicht nur um einiges schneller, 42 f+h 2019/10 www.foerdern-und-heben.de

www.rbs-foerderanlagen.de Auf zwei Messzonen kann unabhängig voneinander gemessen werden sondern auch genauer als zuvor. „Der Eingangsscan hat zwei wichtige Gründe. Zum einen erhalten wir korrekte Mess- und Gewichtsdaten, nach denen wir aufgrund der Konformitätsbewertung des Messsystems abrechnen können. Zum anderen erkennen wir direkt, ob Beschädigungen vorliegen. Diese werden automatisch bildlich festgehalten und wir können klären, ob wir den Lkw selber beladen haben oder er beladen wurde. Das ist im Hinblick auf die Haftung ein wichtiger Punkt“, erklärt Schenkelberg. LKW OPTIMAL BELADEN Nach der Messung gelangen die Paletten in die Umschlaghalle. Damit alles seinen richtigen Platz hat, wurde der Apache zusätzlich mit einem Monitor versehen, der den Messstatus, die Messdaten sowie die Relation anzeigt, wo die Fracht abgestellt werden muss. Das Messsystem wird über die hauseigene Software bedient, sodass sich der den Mitarbeitern bekannte Barcodescanner weiterhin nutzen lässt. Auf dem Scanner werden die zuvor erstellten Fotos angezeigt. Somit sieht der Fahrer direkt, ob großes und sperriges Gut dabei ist und wie er seinen Lkw optimal beladen kann. In der Vergangenheit kam es vor, dass die Ware teilweise falsch abgestellt wurde und dann die Suche begann. Schenkelberg: „Da war Augenmaß gefragt, denn wir kannten nur die Abmessungen. Jetzt schaut der Fahrer auf das Foto am Handscanner und findet seine Ware deutlich schneller. Außerdem hat das tägliche ‚Tetris spielen‘, um die Ladung optimal im Lkw zu verstauen, ein Ende.“ Die Fahrer und die Lagermitarbeiter waren zunächst skeptisch, ob sich die Anschaffung lohnt. Nach kurzer Zeit stellte sich jedoch große Akzeptanz ein und niemand möchte das Volumenmess system, das innerhalb von sechs Wochen betriebsbereit war, mehr missen. Effiziente Intralogistik individuell,flexibel,zukunftssicher Steuerungen - Palettenförderer - Stückgutförderer - Rohrkreisförderer - Shuttle Systeme Fotos: Aufmacherfoto klss777 – stock.adobe.com, sonstige AKL-tec www.akl-tec.de Leipziger Straße 68 63571 Gelnhausen/Roth Telefon 0 60 51/23 62

AUSGABE