Aufrufe
vor 4 Wochen

f+h fördern und heben 10/2020

  • Text
  • Findling
  • Komponenten
  • Digitale
  • Mithilfe
  • Einsatz
  • Anforderungen
  • Logistik
  • Systeme
  • Produkte
  • Unternehmen
f+h fördern und heben 10/2020

PRODUKTE UND SYSTEME AUF

PRODUKTE UND SYSTEME AUF DIE ANWENDUNG ZUGESCHNITTENE PALETTENBEHÄLTER ZEIGEN SICH ALLEN PROZESSEN GEWACHSEN Vaillant ist weltweit ein wohlklingender Name, wenn es um Heiz- und Lüftungssysteme geht. In Europa legen die Heizungsmodule einen großen Teil ihrer Transportwege in Palettenbehältern von Walther Faltsysteme zurück. Die Mehrweg- Transportlösungen sind präzise auf die Anforderungen der Packgüter zugeschnitten, schützen diese zuverlässig vor äußeren Einflüssen und ermöglichen ein problemloses Handling. Im Jahre 1874 gegründet, zählt die Vaillant Group heute zu den weltweit führenden Anbietern von Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik. Zum Produktportfolio gehören Brennwert-Heizgeräte, Wärmepumpen, Lüftungssysteme, Regelungstechnik, Wärmespeicher, thermische Solaranlagen und Photovoltaiksysteme sowie Batteriespeicher. Dabei legt das Unternehmen ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit, vor allem auch beim Transport der Heizungskomponenten. Ausdruck dessen ist der Einsatz eines Mehrwegsystems. In der Vergangenheit hatte jeder Zulieferer seine eigenen Einwegverpackungen genutzt – mit dem Resultat eines aufwändigen und komplexen Handlings. Seit der Einführung eines standardisierten Mehrweg-Transportsystems gehören hunderte unterschiedlicher Verpackungen in der Wertschöpfungskette der Vergangenheit an. In einer Untersuchung der Vaillant Group zeigte sich, dass sich Mehrwegbehälter im Vergleich zu Einweglösungen auch anderweitig bezahlt machen. Dies liegt vor allem daran, dass die Behälter bei sachgemäßer Handhabung 100 Umläufe erreichen. Dadurch kommt es bereits wenige Monate nach dem Umstieg zu großen Einsparungen. Ferner schützen Mehrweg-Transportlösungen Bauteile im Vergleich zu Einwegverpackungen besser und wehren Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit und Staub zuverlässig ab. Daher entschied sich die Vaillant Group dafür, die Einwegverpackungen durch ein Mehrweg-Transportsystem zu ersetzen. „Qualität in allen Prozessen steht für uns an erster Stelle. Daher benötigen wir passgenaue Transportlösungen, die jeder unserer Komponenten maximalen Schutz bieten. Bei der Entwicklung von individuellen Palettenbehältern hat uns Walther Faltsysteme als Partner in jeder Hinsicht unterstützt“, so Torsten Scheidling, Warehouse Manager der Vaillant Group im Werk Remscheid. SONDERLÖSUNGEN IM PRAXISTEST ERPROBT Auf der Suche nach dem passgenauen System wurden zahlreiche Tests vorgenommen. Die Ladungsträger wurden mit Vaillant- Komponenten bestückt und in Simulationen Extremsituationen ausgesetzt, die auf den bis zu 1 400 km langen Transportwegen durch Europa eintreten können. Aus diesen Tests gingen Sonderan fertigungen zweier Palettenbehälter hervor: die Hybox im Maß 1 200 × 1 000 × 1 188 mm und die Mega-Pack S 1200 in den Systemhöhen 975 und 1 085 mm. Für jeden Behälter gibt es eine praktisch unbegrenzte Variationsbreite an Innenverpackungen, während die Außenabmessungen immer gleich bleiben. So lassen sich mit nur drei unterschiedlichen Palettenbehältern alle Komponenten sicher transportieren. Diese Standardisierung ermöglicht eine Verein fachung des Handlings und beschleunigt die Abläufe. Darüber hinaus profitiert der Betreiber davon, dass die Behälter faltbar sind, wodurch sich ihr Volumen beim Leertransport um bis zu 80 Prozent reduzieren lässt. Gefaltet können bis zu 330 Ladungsträger in einem Jumbo-Lkw mit 2 700 mm Ladehöhe transportiert werden. 01 02 46 f+h 2020/10 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME Die beiden Großladungsträger sind auf die individuellen Anforderungen der Vaillant Group ausgerichtet. So ist die Hybox auf den internen Materialfluss von großen und schweren Komponenten wie Wärmetauschern und Hydraulikmodulen zugeschnitten. Die Mega-Pack-Boxen sind dagegen vor allem bei den Zulieferern im Einsatz und werden von einem Pooldienstleister bereitgestellt. Für das Werk in Remscheid galt es, einen standardisierten Ladungsträger zu entwickeln, der auf den automatisierten Förderanlagen eingesetzt werden kann. Damit sich die Mega-Pack-Boxen für das Kettenfördersystem in Remscheid eignen, 03 wurden sie mit vier Füßen ausgestattet anstatt mit Kufen wie handelsübliche Paletten. „Unsere Devise lautet: der Produktionslinie gerecht werden. Daher orien tieren wir uns nicht nur an den Packgütern, sondern auch an den Inhouse-Prozessen beim Kunden“, so Oliver van Neerven, Projektmanager bei Walther Faltsysteme. Dies gilt auch für die Hyboxen. Eine manuelle Entnahme der Komponenten ist aufgrund des Gewichts von bis zu 28 kg, die in diesen Behältern transportiert werden, nicht möglich. Zur Unterstützung des Lagerpersonals besitzen die Ladungsträger Schnittstellen für Handhabungsgeräte. Mit deren Hilfe lassen sich die Komponenten in ergonomisch sinnvoller Art und Weise aus der Verpackung entnehmen. Bis zu 70 Prozent der Waren werden mittlerweile in den Mehrweg-Transportverpackungen angeliefert. Etwa 10 000 Hyboxen und ca. 15 000 Mega-Pack-Boxen sind aktuell bei der Vaillant Group im Einsatz. Fotos: Walther Faltsysteme www.faltbox.de 01 Individuell zusammengestellte Innenverpackungen sorgen für einen guten Schutz der Heizungskomponenten 02 Die Mehrweg-Transportsysteme sind auch für den Einsatz auf Kettenförderern zugeschnitten 03 Zusammengefaltet lassen sich die Behälter im leeren Zustand effizient transportieren www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/10 47

AUSGABE