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f+h fördern und heben 11/2015

f+h fördern und heben 11/2015

VON DAMALS BIS HEUTE 02

VON DAMALS BIS HEUTE 02 Von der Walzmaschine zum Regalbediengerät 2015 Daifuku: Seit sieben Jahrzehnten Spezialist in Sachen Automatisierungstechnik Intel Corporation‘s PQS award für außergewöhnliche Leistung in der Branche 2013 Ankauf der Wynright Corporation, Anbieter von Sortier- und Robotik- Systemen Daifuku zählt zu den international führenden Unternehmen im Bereich Automation von Hochregallagern und Distributionszentren. Bislang hat der japanische Konzern weltweit unter anderem etwa 28 000 Regalbediengeräte und rund 3 000 STVs (Sorting-Transport-Vehicles) ausgeliefert. Diese Zahlen und eine jahrzehntelange Projekterfahrung untermauern den Anspruch des Konzerns einer der relevanten Größen der Branche zu sein. 1966 1994 Eröffnung Logistik-Dauerausstellung in Shiga, Japan Erstes Regalbediengerät ausgeliefert 1937 Gründung der Niederlassung in Europa Fördertechnik für japanische Automobilhersteller etabliert Unternehmensgründung in Osaka 1989 1957 01 In der Hauptproduktionsstätte im japanischen Shiga beschäftigt Daifuku heute etwa 2 300 Mitarbeiter auf 500 000 m² Fertigungsfläche. Im Jahr 2012 umfasste die Belegschaft des Unternehmens weltweit ca. 6 700 Mitarbeiter, in 41 Niederlassungen. Dieser internationale Erfolg hat seine Wurzeln: 70 Jahre Unternehmensgeschichte, die geprägt ist von Innovationskraft, Markt gespür und kontinuierlich gewachsenem Know-how. Gegründet wurde Daifuku im Jahre 1937 als „Sakaguchi Kikai Seisakusho Ltd“ in Osaka (auch heute noch Hauptsitz). Dort startete man mit der Fertigung von Schmiede- Walzmaschinen. Das Geschäft lief gut an und die Produktpalette wurde bald u. a. um Krane erweitert. Doch dann brach der Zweite Weltkrieg aus und dessen Folgen waren für die japanische Wirtschaft verheerend. Um im Chaos der Nachkriegsära wirtschaftlich zu überleben, produzierte das Unternehmen zwischenzeitlich z. B. Getreidemahlmaschinen und Kinosessel. Die Entwicklung erster mobiler Fördersysteme wie der „Piler“ (Bild 01) sowie die Umfirmierung 1947 in Daifuku Machinery Works Co., Ltd, waren dabei ein Zeichen des Neubeginns. Ende der 50er-Jahre wurde die Motorisierung ein wichtiger Bestandteil der japanischen Gesellschaft und Daifuku sah hier seine unternehmerische Chance. So lieferte man ab 1957 erste Fördersysteme aus amerikanischer Entwicklung an heimische Automobilhersteller − der Weg zum Produzenten vielfältiger Materialflusssysteme war geebnet. In der Folgezeit erweiterte das Unternehmen sein Tätigkeitsfeld auf den Bereich automatisierte Lager und entwickelte u. a. Japans erstes Fahrerloses Transportsystem. Schon 1966 wurde das erste Regalbediengerät aus eigener Fertigung ausgeliefert und 1980 folgte das größte Automatische Kleinteilelager in Japan. Die 80er-Jahre waren der Beginn der „Factory Automation“; automatisierte Lager und Fahrerlose Transportsysteme gewannen an Popularität. Daifuku lieferte Automatisierungstechnik an weltweit agierende „State of the Art“-Unternehmen und entwickelte sich zu einem „Mechatronik-Konzern“ der Maschinen- und Steuerungstechnologien integrierte. Im Zuge dessen firmierte der Konzern erneut um in Daifuku Co., Ltd. In den folgenden Jahren konzipierte man u. a. einen neuen Typ einer automatischen Sortiermaschine und startete die Produktion von Reinraum-Transportsystemen. Neben der Investition in die technologische Weiterentwicklung der Systeme hatte das Unternehmen seine Infrastruktur den neuen Gegebenheiten angepasst. Beleg dafür war der Bau der „Shiga Works“-Produktionsstätte. Mit der Eröffnung der weltweit größten permanenten Logistikausstellung Hini Arata Kan im Werk Shiga im Jahr 1994, unterstrich das Unternehmen seine Kompetenz im Bereich Automatisierungstechnik. Bis heute verzeichnet die Ausstellung mehr als 300 000 Besucher. Den Finanzkrisen die ab Ende der 90er- Jahre die Weltwirtschaft heimsuchten, widerstand der Konzern mit disziplinierten Business-Plänen. So begegnete man der globalen Finanzkrise 2008 mit einem Drei-Jahres­ Geschäftsplan, der die Basis für weiteres nachhaltiges Wachstum werden sollte. Auch heute ist die „Factory Automation and Distribution Automation“ das Kerngeschäft von Daifuku. Die entsprechende Zentrale befindet sich in Mönchengladbach, von wo aus auch der Vertrieb nach Zentralund Osteuropa gesteuert wird. Die Innovationskraft des Unternehmens hält dabei unvermindert an. Beispielhaft dafür ist das System „Duosys“ (Bild 02) − zwei unabhängig voneinander arbeitende Regalbediengeräte in einer Gasse − das weltweit mit die höchsten Durchsatzraten erreicht. Fotos: Daifuku www.daifukueurope.com

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 12/2015 ERSCHEINUNGSTERMIN: 15. 12. 2015 • ANZEIGENSCHLUSS: 30. 11. 2015 01 03 04 01 Mit einer Elektrohängebahn optimierte der Milchproduktehersteller Emmi seine Fertigungsabläufe im Werk Ostermundingen. Die Inbetriebnahme der Anlage ging „on the fly“ vonstatten. 02 02 Im Rückblick zeigen wir Ihnen noch einmal alle Flurförderzeuge, die wir 2015 getestet haben. Das Spektrum reicht vom Gegengewichtsstapler über Schubmaststapler bis hin zum Kommissionierer. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: h.seybold@vfmz.de f+h Intralogistics: www.en.engineering-news.net 03 Schwärme von Fahrerlosen Transportfahrzeugen, die untereinander kommunizieren, sich selbst organisieren und autark bewegen, werden in Zukunft das Bild im Lager prägen. 04 Ohne Kabel und Störeinflüsse übermitteln Datenübertragungs- Lichtschranken Informationen von z. B. Regalbediengeräten, Verschiebewagen oder Portalkranen über große Distanzen. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 11/2015 43

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