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f+h fördern und heben 11/2017

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f+h fördern und heben 11/2017

MENSCHEN UND MÄRKTE

MENSCHEN UND MÄRKTE PROF. DR. KAI HÖHMANN, GESCHÄFTSFÜHRER DER TÜV RHEINLAND CONSULTING GMBH Digitalisierung muss immer im Zeichen einer nachhaltigen Wertschöpfung stehen durch eine neue Verteilung der Führungsverantwortung für Unternehmensbereiche. Rund 30 Prozent der Studienteilnehmer sind „Digitale Pioniere“, 14 Prozent „Digitale Verfolger“ und 24 Prozent „Digitale Nachzügler“. Am anderen Ende der Skala sind mit 32 Prozent die „Analogen Bewahrer“, die deutliche Digitalisierungsrückstände aufweisen. Dennoch: „Bei den befragten mittelständischen Unternehmen war das digitale Reifegradniveau recht hoch – was bedeutet, dass evaluierte Organisationen die Entwicklung aktiv gestalten und nicht einfach nur passiv abwarten“, resümiert Prof. Höhmann. ANALOGES ARBEITEN BREMST DIGITALES WACHSTUM Bislang ticken die Uhren in den traditionellen B2B-Branchen, die stark durch den Mittelstand geprägt sind, oft langsamer als in der digitalen Wirtschaft. Entwicklungszyklen umfassen vielfach mehrere Jahre, grundsätzliche Strategieentscheidungen zu Veränderungen des Geschäftsmodells fallen nur selten. In vielen Branchen, aber auch in der Gesellschaft, nimmt die Veränderungsgeschwindigkeit jedoch rapide zu. Die Digitalisierung gilt zu Recht als vierte industrielle Revolution. Sie verändert viele Unternehmen und Branchen grundlegend. In der Vergangenheit waren Nutzen und Einsatz von IT-Technologien nur auf die Verbesserung und Beschleunigung von Geschäftsprozessen reduziert. Industrie 4.0 und aktuelle Technologien wie Cloud-Services, das Internet der Dinge, Big Data oder mobiles Internet schaffen heute die Grundlage dafür, dass konventionelle Geschäftsmodelle über Nacht auf den Kopf gestellt werden können. Die Digitalisierung hat in kürzester Zeit schon viele Branchen transformiert – andere Sektoren könnten daraus wertvolle Erkenntnisse für konkrete Unternehmenssituationen ableiten. Aber nutzt der deutsche Mittelstand diese Chancen? In der Realität erleben Berater vom TÜV Rheinland häufig unterschiedliche digitale Reifegrade und Veränderungsgeschwindigkeiten, sowohl von Unternehmen zu Unternehmen als auch in den verschiedenen Unternehmensbereichen. „Der Einsatz von Smartphones und Tablets für Mitarbeiter sagt noch nichts über den digitalen Reifegrad eines Unternehmens aus“, so Prof. Höhmann. „Trotz moderner Ausstattung arbeiten viele Unternehmen in der Praxis faktisch analog.“ Prozesse haben erfahrungsgemäß oftmals noch viele Medienbrüche. Digitale Datenkreisläufe, die wertvolle Informationen über Zielgruppen, Kundenwünsche und mögliche neue Geschäftschancen beinhalten, werden unterbrochen. Sie lassen sich häufig weder effektiv beschleunigen noch nachhaltig auswerten. Das bedeutet: Viele Potenziale bleiben ungenutzt. Deutlich wird dies z. B. dort, wo Daten manuell von einem System in ein anderes übertragen werden müssen. Lassen sich Unternehmen auf den digitalen Wandel ein und entwickeln sie neue Produkte und Dienstleistungen, weichen übergreifende Prozesse die vorhandenen Grenzen zwischen Unternehmensbereichen i. d. R. auf. Herrschen im Unternehmen jedoch unterschiedliche digitale Reifegrade und Veränderungsgeschwindigkeiten, kann das die erfolgreiche digitale Transformation eines Unternehmens blockieren. Dazu kommen die organisatorischen Veränderungen durch eine neue Verteilung von Verantwortungen – ein Change-Prozess, der erfahrungsgemäß stets ressourcenintensiv ist. BERATER SOLLTEN DIE BRANCHE KENNEN UND DIE KOMPLEXITÄT DER PROZESSE VERSTEHEN Die Standortbestimmung allein reicht jedoch nicht aus. Wer sich auf den Weg durch die digitale Transformation macht, muss eine solide Strategie entwickeln, die sich an Geschäftszielen und Investitionsvolumen orientiert und dennoch in einem wettbewerbsorientierten Zeithorizont umzusetzen ist. Weil es an Erfahrung oder an der technischen Expertise fehlt, scheuen sich viele mittelständische Unternehmen, Digitalisierungsprojekte oder gar eine komplette Strategie konsequent in Angriff zu nehmen. Gleichzeitig spüren sie den steigenden Handlungsdruck und die Sorge, vom Wettbewerb überholt oder gar abgehängt zu werden. Ein Weg, solche Defizite auszugleichen, ist, externe Ressourcen hinzuziehen. Speziell geschulte Digitalisierungsteams haben einen objektiven Blick auf die Organisation. Diese profitiert wiederum von der Projektkompetenz und dem branchenübergreifenden Erfahrungsschatz der externen Berater und baut zugleich interne Kompetenz auf. Weil die Anforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung so vielfältig sind, kommt es darauf an, die richtige Unterstützung zu finden. Die Experten sollten die Branche kennen, die Komplexität verstehen und auch bei der Arbeit an Spezialthemen und (Teil-)Prozessen das große Ganze im Blick behalten. „Entscheidend für die Unternehmen ist, dass sich Investitionen schnell auszahlen“, so Prof. Höhmann. „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern muss immer im Zeichen einer nachhaltigen Wertschöpfung stehen.“ Fotos: Fotolia/TÜV Rheinland www.digitalisierung-gestalten.de 16 f+h 2017/11 www.foerdern-und-heben.de

IM EINSATZ FÜR ERGONOMIE UND SICHERHEIT Bei der Konfektionierung von Stoffen wird die Ware in Form von Rollen gefertigt respektive gelagert − dabei sind unterschiedliche Rollendurchmesser und -breiten anzupassen. Beim Wechsel der schwergewichtigen und sperrigen Wickelwellen ist ein Hubtisch, wie der Kompakthubtisch der Baureihe „FK“ aus dem Hause Flexlift, mehr als ein nützlicher Helfer. Der Hubtisch wird dafür eingesetzt, die Wickelwelle aus der fertiggestellten Rolle herauszunehmen und für den nächsten Wickelvorgang vorzubereiten. Hierfür ist die Hubtischplattform mit einem Aufnahmeprisma („V-Bord“) und einstellbaren Anschlägen ausgerüstet. Mithilfe des Aufnahmeprismas wird eine aufgelegte Wickelhülse quasi automatisch zentriert, gleichzeitig verhindert das Prisma, dass Rollen unbeabsichtigt vom Hubtisch fallen können. Durch die Anschläge lassen sich unterschiedlich breite Rollen exakt in der benötigten Position auf dem Hubtisch platzieren, auch sorgen die Anschläge dafür, dass sich die Rolle nicht längs verschieben kann. Die komplexe und nicht risikofreie Handhabung der Wickelwelle im Produktionsprozess, lässt sich durch den Einsatz des Hubtischs nicht nur gut bewältigen, sondern auch aus dem Aspekt der Arbeitssicherheit optimieren. www.flexlift.de Transportdreirad Zyklon flexibel einsetzbar PF 3326 - 33263 Gütersloh Tel: 05241/98680 - info@wulfhorst.de Wulfhorst.indd 1 01.08.2017 13:25:53 Für die Zukunft bewährt ! Tel: +49 9221 700-0 www.galler.de ∙ info@galler.de www.galler.de BIS ZU 13 000 PAKETE PRO STUNDE AUSSCHLEUSEN UND SORTIEREN Ein energieeffizientes und schnelles Ausschleusen und Sortieren von bis zu 13 000 Paketen und Päckchen pro Stunde gelingt mit dem kompakten Varioroute-Rollen-Funktionsförderer von Siemens. Ob 100 g leicht oder 50 kg schwer – mithilfe der Fördertechnik lassen sich Päckchen und Pakete verschiedener Gewichtsklassen über aneinandergereihte Pivot-Rollen in zwei bzw. drei verschiedene Richtungen transportieren. Jede der um ±45° schwenkbaren Rollen verfügt über einen eigenen integrierten Elektromotor, der individuell über die übergeordnete Steuerungseinheit vom Typ Simatic S7 geregelt wird. Auf den Einsatz von Pneumatik lässt sich verzichten, was die Voraussetzungen für die problemlose Einbindung in vielfältige Anlagenkonzepte schafft. www.siemens.com/logistics INSERENTENVERZEICHNIS HEFT 11/2017 AMI, Luckenbach ........................................77 BUTT, Großenkneten .................................65 Combilift, Gallinagh (Irland) ..................21 Covestro, Leverkusen ...................................9 EFAFLEX, Bruckberg ......................................3 EUROEXPO, München ...............................13 Evers, Oberhausen .....................................73 FLEXLIFT, Bielefeld ......................................55 Galler, Kulmbach ........................................17 Gruse, Aerzen ..............................................29 H+M Hubtechnik, Taunusstein .............21 INTORQ, Aerzen ..........................................79 ITOH DENKI EUROPE, Saint-Pierre-en-Faucigny (Frankreich) ...25 Kann, Fleckeby ............................................47 Marotech, Fulda .........................................25 Miller, Kirchberg .........................................39 Schmalz, Glatten ........................................71 Solving, Burgwedel ....................................27 Still, Hamburg ............................................ U4 TEAM GmbH, Paderborn ..........................78 Vahle, Kamen...............................................41 WERMA Signaltechnik, Rietheim-Weilheim ...................................23 Westfalen AG, Münster ...........................63 Wulfhorst, Gütersloh ................................17 PALETTEN SICHER VERWAHRT Galler_9.indd 1 26.01.2017 08:14:06 Das Palettenmagazin vom Typ Magapal des Unternehmens Triax Sicherheitstechnik ist an drei Seiten durch Wände sowie an der Be- und Entladeseite durch eine Führungsschiene und einen Schaltsensor abgesichert. Verfügbar ist das Magazin, je nach Ausführung, mit Kapazitäten für bis zu 30 Paletten. Die Trichterform verhindert ein Verkeilen der Ladungsträger. www.triax-sicherheitstechnik.de INTERSEROH UND FERMACELL OPTIMIEREN LIEFERKETTE IN DER BAUBRANCHE Die Interseroh Pool System GmbH hat gemeinsam mit dem Gipsfaserpaletten-Produzenten Fermacell ein neues Logistikkonzept zum Management von Mehrwegpaletten entwickelt. Interseroh holt die auf Baustellen und im Baustoffhandel anfallenden Fermacell-eigenen sowie auch Europaletten bundesweit ab. Hierzu hat der Umweltdienstleister ein flächendeckendes Transportnetzwerk aufgebaut. Im Anschluss gehen die Paletten in eines der von Interseroh betriebenen zwölf Depots, in denen eine Sortierung und technische Prüfung stattfinden. Danach folgt die Zustellung der Paletten an die Werksstandorte der Fermacell GmbH. Die Abwicklung der Dienstleistung geschieht über ein Onlineportal. www.interseroh.de www.foerdern-und-heben.de f+h 2017/11 17

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