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f+h fördern und heben 11/2018

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f+h fördern und heben 11/2018

PERSPEKTIVEN

PERSPEKTIVEN LADUNGSTRÄGER, DIE WISSEN, WO ES LANGGEHT INTELLIGENTE LADUNGSTRÄGER SIND FÜR INDUSTRIE 4.0 NICHT ALLES, ABER OHNE SIE FUNKTIONIERT ALLES NICHT Menschen zu verfolgen ist für die Betroffenen gelinde gesagt: unangenehm. Ladungsträger zu verfolgen, kann für Versender und Empfänger der transportierten Produkte von existenziellem Interesse sein. Die Georg Utz GmbH aus Schüttorf zeigte auf der Fachpack 2018 eine breite Auswahl an Lösungen, mit deren Hilfe sich Ladungsträger Intelligenz verleihen lässt. Um einfache Behälter oder Paletten zu intelligente Ladungsträger zu machen, lassen sich Barcodes verwenden. Diese werden auf den Seitenwänden von Kunststoffbehältern oder den Füßen bzw. Kufen von Paletten aufgebracht. Bei Utz geschieht dies vielfach im In-Mould-Verfahren. Dabei wird das Barcode-Label vor dem eigentlichen Produktionsvorgang in das Behälter-Spritzgießwerkzeug gelegt, aus dem dann der Behälter oder die Palette produziert wird. Durch diesen Vorgang ist eine längere Haltbarkeit des Barcodeetiketts gegeben, als wenn das Label aufgeklebt worden wäre. Dies gilt vor allem, wenn der Behälter häufig gewaschen wird. Nach dem Produktionsvorgang durchläuft der Behälter eine Prüfstation – bestehend aus einer 2-Megapixel-Kamera und Bildverarbeitungssoftware – in der synchron die Labels eingelesen werden. Dabei wird überprüft, ob alle Labels an der Box den gleichen Inhalt gespeichert haben. Zudem wird in der Prüfstation kontrolliert, ob die Ausrichtung und die genaue Position des Labels auf dem Behälter den Vorgaben entsprechen. Diese Qualitätskontrolle gibt dem Nutzer der Lager- und Transportbehälter mehr Sicherheit, den Weg und die aktuelle Position seines Ladungsträgers verfolgen zu können. Mithilfe von Barcodes lassen sich Behälter aber auch individualisieren. Ein Beispiel dafür sind die Fleischbehälter „E Performance“ von Utz, die die bekannten roten Fleischbehälter ersetzen. Für jede dieser Boxen liefert der GS1 vier Barcode-Labels, durch die der Behälter eindeutig gekennzeichnet ist. Auf diese Weise lassen sich der Transportweg eines Fleischbehälters und sein Lagerort zu jeder Zeit zurückverfolgen, was dem Fleischverarbeiter und dem Weiterverkäufer, nicht zuletzt aber ebenso dem Endverbraucher mehr Sicherheit gibt. Auch die „E Performance“-Behälter durchlaufen eine Prüfstation, in der das genaue Taragewicht des Behälters ermittelt und mit dem Barcodeinhalt verbunden wird. Optional lassen sich diese Daten auch dem Anwender übermitteln. Paletten werden oftmals mit RFID-Transpondern ausgestattet. Zwar können RFID-Tags auch in Behältern integriert werden, aber das Innere der Palettenfüße bietet sich geradezu für den Einbau dieser Schreib-Lese-Speicher an. Dazu werden die Antennen zusammengerollt – wie für eine Flaschenpost – und so in einen Zylinder gesteckt, der seinerseits im Fuß der Palette befestigt wird. Utz produziert für einen Poolbetreiber eine Kunststoffpalette, die mit In-Mould-Labels (mit Strichcode und QR-Code) bedruckt sowie mit zwei RFID- Transpondern ausgestattet ist. Bevor die Paletten – fast 20 übereinandergestapelt – das Unternehmen verlassen, werden die Transponder in einem Gate im Pulk ausgelesen, die Kennnummern aus dem Transponder erfasst und in das System des Kunden überspielt. Dadurch sind die Ladungsträger mit Ankunft beim Nutzer sofort einsatzbereit und müssen nicht erst vor Ort entsprechend präpariert werden. Darzulegen, dass einfache Behälter oder Paletten aus Kunststoff mithilfe von Barcodes oder RFID-Transpondern zu intelligenten Ladungsträgern gemacht werden können, bedeutet nicht ein Loblied auf Industrie 4.0 zu schreiben. Behälter und Paletten sind hier nur ein Teil eines ausgeklügelten Regelsystems. Aber ohne diese Ladungsträger mit ihren weitreichenden Eigenschaften und ihrem digitalen Zubehör wäre das komplette Regelsystem wirkungslos. Somit kann es durchaus lohnenswert sein, sich ausführlich mit den Möglichkeiten von Lager- und Transportbehältern oder Paletten aus Kunststoff zu beschäftigen. Foto: Utz www.utzgroup.com 18 f+h 2018/11 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ 3-SEITEN-VERLADUNG SCHNELL UND SICHER ERLEDIGEN Die Mobile Verladerampe BKV1013 von Butt (Tragfähigkeit zehn Tonnen) ist für die gleichzeitige Be- und Entladung mehrerer Lkw/Container konzipiert. Für den Ladevorgang wird die mobile Rampe mithilfe einer mechanischen Winde (wahlweise mit elektromechanischem Antrieb) auf die Verladehöhe gebracht und an den Lkw/Container platziert bzw. der Lkw rangiert rückwärts an die Rampe. Die mit Gasdruckfeder unterstützten Überfahrlippen werden auf den Boden des Lkw/Container umgelegt, dabei dienen Ketten und Bremskeile der Sicherung der Rampe. Nach dem Be- bzw. Entladevorgang wird der Sicherheitsketten-Schnellverschluss gelöst und die Überfahrlippen in Neutralstellung gebracht. Die Rampe ist bereit für den nächsten Ladevorgang. Durch eine verbreiterte Plattform und die zusätzlich nach links und rechts ragenden Überfahrlippen lassen sich gleichzeitig drei Fahrzeuge Be- oder Entladen bzw. es kann von einem Fahrzeug in ein weiteres Fahrzeug direkt umgeladen werden. www.butt.de GLAS SICHER UND SANFT TRANSPORTIEREN Es ist eine Herausforderung in der Fördertechnik: Der schonende Transport und die präzise Positionierung von Gütern in der glasverarbeitenden Industrie. Hier gilt es, die passenden Bänder und Riemen zu wählen, um eine effiziente und sichere Handhabung von Glas zu ermöglichen. Auf der diesjährigen Messe Glasstec in Düsseldorf zeigt das Unternehmen Habasit wie Zahnriemen vom Typ Habasync diese Aufgaben meistern. Ein sanfter, vibrationsfreier Transport wird durch auf die Anwendung abgestimmte Beschichtungen ermöglicht, die in zahlreichen Varianten Immer dann, wenn das Umfeld explosiv wird. verfügbar sind. Die gleichmäßige Struktur der Riemen und hochwertige Bandmaterialien erlauben auch den Einsatz in Reinräumen. Für die Glasindustrie empfiehlt der Hersteller weiße oder transparente Polyurethan- Beschichtungen, die schnittfest sind und nicht markieren. www.habasit.com Extrem heiß, extrem eisig. Extrem nass, extrem salzig. Extrem staubig, extrem eng. Explosiv? Wenn es knifflig wird und die Anforderungen außergewöhnlich erscheinen, entwickeln die Ingenieure und Techniker von STAHL CraneSystems die passende Lösung für extreme Herausforderungen. Die Grundlage dafür sind langjährige Erfahrung, Know-how, hohe Fertigungstiefe und lückenloses Qualitätsmanagement.

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