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f+h fördern und heben 11/2018

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f+h fördern und heben 11/2018

QUALITÄTSKONTROLLE IN

QUALITÄTSKONTROLLE IN HOCHGESCHWINDIGKEIT Ob Soßen, Snacks oder Fertiggerichte: In der Verpackungstechnik und Lebensmittelindustrie zählen hohe Durchsätze und schnelle Formatwechsel – und das bei Sicherstellung von Qualitäts- und Hygienestandards. Die dabei eingesetzten Sensoren müssen vor allem die Anforderungen an Leistung, Flexibilität und Hygiene miteinander verbinden. Wie die Kameratechnologie von Leuze electronic damit zusammenhängt? Lesen Sie mehr … Bei der Entwicklung der Form-, Füll- und Verschließmaschine vom Typ FMH 80 hinterfragten die Konstrukteure der SN Maschinenbau, Wipperfürth, bestehende Prozesse und Prinzipien und suchten nach kreativen und flexiblen Lösungen. Ziel war es, einerseits die Überwachung des Mindesthaltbarkeitsdatums wirtschaftlich zu gestalten, andererseits Referenzcodes zu erkennen – letzteres sogar automatisch umschaltbar bei einem Produktwechsel. Ferner sollte mit derselben Kamera die Position der Druckmarke auf der Verpackung vermessen werden und als Stellgröße (mm) an einen Servoantrieb ausgegeben werden. Somit lassen sich im Prozess die Siegelstationen der vertikalen Siegelnähte positionieren, was wiederum die automatische Korrektur von Druckschwankungen auf der Verpackung ermöglicht. Jedes Element, vom Sicherheitskonzept bis hin zur Visualisierung, stand auf dem Prüfstand und wurde neu überdacht. „Entstanden ist ein Konstruktionskonzept, das die Basis für eine neue Generation von Beutelverpackungsmaschinen legt“, so Thomas Berger, Leiter der Elektroentwicklung bei SN Maschinenbau. Mit dem Maschinenneukonzept habe man eine offene, hygienische Maschinenbauform mit reduziertem Teilevolumen realisiert, das versteckte Stellen und Kanten ausschließt und so eine einfache Reinigung ermögliche. Gleichzeitig ließ sich den gestiegenen Kundenanforderungen an Hygiene und Allergenfreiheit Rechnung tragen. Bildlich gesprochen könnte es sonst passieren, dass ein Kunde anstatt seiner auf der Verpackung abgebildeten Bolognese- eine Carbonarasoße erhält. Dies wäre im Zweifel nicht nur ärgerlich, sondern im Zeitalter verstärkt auftretender Allergieerkrankungen durchaus sogar lebensgefährlich. VISUALISIERUNG UND PRÜFUNG VON REFERENZCODES Die erste Aufgabe im Auswahlprozess der Identifikationstechnik war es, eine Lösung für die Verifizierung von Referenzcodes zu finden. Die in die Maschine einprogrammierten Produkte und Rezepturen lassen sich direkt über die Steuerung wechseln, ohne manuellen Eingriff durch einen Mitarbeiter. „Zudem muss eine Qualitätskontrolle jederzeit gegeben sein, dass der richtige Inhalt auch wirklich in die dafür vorgesehene Verpackung abgefüllt wird“, erklärt Michael Fahr, langjähriger Vertriebsspezialist bei Leuze electronic. Bei dem Visualisierungssystem vom Typ LSIS 462i handelt es sich um eine kamerabasierte Technologie. In Kombination mit dem eingesetzten Kontrasttaster vom Typ KRTM20 lassen sich unterschiedliche Kontrastwerte der Druckmarken auf der Verpackung speichern, die sich direkt aus der Steuerung heraus abrufen lassen. Berger: „Solch eine komfortable Lösung schwebte mir schon lange vor – bislang hatte ich jedoch noch keine Möglichkeit gefunden, diese Wirklichkeit werden zu lassen.“ 32 f+h 2018/11 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME Form-, Füll- und Verschließmaschine FMH 80 von SN Maschinenbau In der Vergangenheit ließen sich entweder Referenzcodes, die in Form eines Barcodes abgebildet waren, oder 2D-Codes erkennen. Um für zukünftige Aufgabenstellungen gerüstet zu sein, ist es wichtig, eine Lösung für Barcodes, Datamatrixcodes und QR-Codes gleichermaßen vorzuhalten. Auch dafür hat Berger mit der Smartkamera LSIS 462i ein Lesegerät gefunden. Die Prüfung findet während der Bewegung der Verpackungen mit bis zu 4 m/s statt. Aufgrund der Hygienebestimmungen wurde das Visualisierungssystem in der Beutelverpackungsmaschine zusätzlich in ein Edelstahlschutzgehäuse mit IP-Schutzart integriert, was sein Detektionsvermögen aber nicht beeinträchtigt. Eine weitere Herausforderung ist die Prüfung der Lesbarkeit der MHD-Beschriftungen. Waren in der Vergangenheit MHD-Codes qualitativ schlecht aufgedruckt, die Daten durch Fehlprägungen in der Verpackungstechnik unleserlich oder der Aufdruck fehlte komplett, ließen sich solche Beutel nur mit teureren Systemen erkennen. Die neue Smartkamera-Technologie hingegen bewertet die MHD-Beschriftungen an jedem einzelnen Beutel anhand mehrerer Qualitätsmerkmale (im Stillstand und in Bewegung). Ein zweites LSIS-462i-System detektiert auf selbige Weise die Qualität eines jeden Codes und nimmt zudem einen Referenzcode-Vergleich vor, sodass die in der Verpackung auch wirklich das ist, was sie verspricht. Fahr: „Eine gute Lesbarkeit der Mindesthaltbarkeitsdaten ist nicht zuletzt auch durch die im LSIS 462i integrierte homogene Beleuchtung gegeben.“ Aufgrund der RGB- LEDs sei die kamerabasierte Visualisierungsoptik fremdlichtunabhängig und individuell auf unterschiedliche Verpackungsdesigns anpassbar. „Ferner lässt sich der Fokus der Kamera automatisch per Motor umschalten. Mechanische Eingriffe oder das Öffnen der Kamera durch einen Mitarbeiter sind somit obsolet.“ KONTRASTSENSOR KANN 128 WERTE SPEICHERN Die stationäre LSIS-462i-Smartkamera vereint jahrzehntelanges Know-how aus dem Bereich der 1D-Codelesung mit intelligenter Kameratechnologie. Das Gerät liest Barcodes und 2D-Codes zuverlässig, sowohl gedruckt als auch direkt markiert – gleichzeitig lassen sich Mindesthaltbarkeitsdaten erkennen. Die Messtechnologie der Kamera kann im Prozess Messergebnisse mit einfließen lassen oder für die Formatumstellung eine Verstellhilfe geben, die Position der Druckmarke schnell zu finden. Der Bediener bekommt die Richtungen der notwendigen Verstellungen angezeigt. Damit werden drei Aufgabenstellungen mit einer einzigen Kameravariante erfüllt. Aufgrund seiner Speicherfunktion kann auch der Kontrastsensor vom Typ KRTM20 bis zu 128 Kontrastwerte zeitgleich speichern. So sind schnelle Produktwechsel und damit ein hoher Durchsatz auch im Bereich der Druckmarkenregelung möglich. Homogene und fremdlichtunabhängige LEDs schaffen die Voraussetzungen für die flexible Anpassung des Systems auf unterschiedliche Verpackungsdesigns. Die Smartkamera lässt sich mithilfe reproduzierbarer, mechanischer Befestigung (konzipiert von SN Maschinenbau) einfach integrieren. Referenzcodevorgabe und Programmwechsel finden direkt von der Steuerung statt, ohne dass ein manueller Eingriff notwendig ist. Ein integriertes Display macht die Diagnose für die Inbetriebnahme und Justage im Betrieb am Gerät möglich. Die Konfiguration findet direkt über das XML-basierte Tool Webconfig statt. Fotos: Leuze electronic www.leuze.de BAUREIHE FE Standard für Europalette BAUREIHE FE mit 17 Grad Neigung BAUREIHE FE-A mit angebautem Aggregat Eckendorfer Straße 115 D- 33609 Bielefeld FON +49.(0)521.78 06 -151 FAX +49.(0)521.78 06 -110 info@flexlift.de www.flexlift.de BAUREIHE FEM mit Behälterneigegerät BAUREIHE FEM mit 360 Grad Drehplattform BAUREIHE FEM mit Rollenbahnaufsatz

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