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f+h fördern und heben 11/2020

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f+h fördern und heben 11/2020

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITELSTORY GUT GELAGERT AUCH BEI HOHEN BELASTUNGEN Über die Rollgänge von Hertwich-Gießanlagen laufen bis zu zwölf Tonnen Aluminiumbarren pro Stunde – entsprechend hoch sind die Belastungen der Wälzlager, die die Lagerung der Rollgänge übernehmen. Zum Einsatz kommen die Xforce-Gehäuselager von Findling Wälzlager: Sie sind für Schwerlastanwendungen konzipiert und überzeugen auch unter extremen Bedingungen mit einer langen Lebensdauer. Anwendungsspezifische Lösungen für die Fördertechnik gehören zum Kerngeschäft der Wälzlagerexperten aus Karlsruhe. Hertwich, ein Unternehmen der SMS group, entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Aluminiumindustrie, darunter komplette Aluminium-Gießereien auf Turnkey-Basis. Neben dem Portfolio der Gießereiausrüstung liefert das Unternehmen alle wichtigen Arten von Gießmaschinen. Bereits im Jahr 1976 wurde die erste Horizontal-Stranggießanlage (HDC) zur Herstellung von Gussmassel aus Gießereilegierungen in Betrieb genommen. Seitdem ist der HDC-Guss das Kerngeschäft des Unternehmens. Das von Hertwich eingeführte Masselformat 75 × 54 mm hat sich seitdem zum Standardformat in Europa entwickelt. Mithilfe eigener Forschung und Entwicklung wurde das Konzept des HDC-Gießens im Laufe der Jahre auf die Herstellung von Massel-, T-Bar- und Stromschienen ausgeweitet. ANLAGE ZUR HERSTELLUNG VON MASSEL AUS GIESSEREILEGIERUNG Die gängigste Gießanlage des Herstellers produziert bis zu zwölf Tonnen Gussmassel pro Stunde. Mit drei Meter breiten Kokillen werden 30 Stränge mit einem Querschnitt von 75 (90) × 54 mm gegossen. Die Gießgeschwindigkeit liegt je nach Legierung zwischen 400 und 600 mm/min. Möglich ist eine Vielzahl an Legierungen – von reinem Aluminium bis hin zu Beigaben von maximal zwölf Prozent Silizium 10 f+h 2020/11 www.foerdern-und-heben.de

TITELSTORY PRODUKTE UND SYSTEME 01 02 01 Die gängigste Gießanlage von Hertwich produziert bis zu zwölf Tonnen Gussmassel pro Stunde – entsprechend hoch sind die Belastungen der Wälzlager, die die Lagerung der Rollgänge übernehmen 03 02 Die Xforce-Gehäuselager von Findling sind explizit für Schwerlastanwendungen konzipiert und zeichnen sich abgesehen von der hohen Belastbarkeit auch durch ihre einfache Handhabung aus 03 Die Fußkonstruktion führt in Stresssituationen zu einer Erhöhung der Belastbarkeit: Aufgrund einer verstärkten Flanschfläche sind die Xforce-Gehäuse unempfindlicher gegen Bruch bzw. fünf Prozent Magnesium. Eine fliegende Säge schneidet die stranggegossenen Stränge in Massel mit einer Länge von etwa 650 bis 750 mm. Der komplette Zyklus der Säge umfasst das Einspannen, das Schneiden aller 30 Stränge, das Entfernen der Massel und die Rückkehr der Sägebaugruppe in die Ausgangsposition. Die Massel werden automatisch mit Legierung und Gussnummer markiert und anschließend gestapelt. Fertige Bündel werden umreift und lassen sich auf Kundenwunsch mit Folie umwickeln und farblich markieren; zudem wird ein Wiegeticket angebracht. Schließlich werden die Bündel über das Speicherförderband abtransportiert. XFORCE-GEHÄUSELAGER FÜR SCHWERLAST- ANWENDUNGEN WENN ES PREISWERTER SEIN DARF Ein Großteil der in der Fördertechnik eingesetzten Wälzlager ist überdimensioniert. Wenn Anwender dann noch auf Premiumprodukte setzen, wären die Lösungen meistens unbezahlbar. Umso wichtiger sind technisch zuverlässige, normkonforme Lösungen, die Findling in seinem Eco-Lieferprogramm bündelt. Der Hintergrund: Wälzlager von Findling sind in die Leistungsklassen Premium, Supra, Eco und Easyroll eingestuft. Premium erfüllt den höchsten Stand der Technik. Mit den weiteren Leistungsklassen vermeidet das Unternehmen eine Überdimensionierung und erschließt somit Kostensenkungspotenziale. Die Eco-Leistungsklasse bietet eine solide Basistechnologie mit hoher Zuverlässigkeit. Ein standardisiertes Produktdesign, effiziente Fertigungsprozesse und hohe Fertigungslosgrößen sorgen für ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Dennoch bietet Findling eine breite Auswahl an verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten bezüglich Dichtungen, Befettungen, Käfigen sowie Lagerluft und Toleranzklassen. Abgerundet wird das Programm mit Easyroll-Kugellagern, die in preiskritischen Anwendungen ihren Einsatz finden. Quelle: Findling Wälzlager Der Transport der Massel innerhalb der Anlage findet über Rollgänge und andere Fördereinrichtungen statt. Zusätzlich kommen Hubwagen zum Einsatz, die die Stapel von einem Laufband auf das andere heben. In all diesen Vorrichtungen kommt Lagertechnik von Findling Wälzlager zum Einsatz – und zwar die Gehäuselager der Xforce-Serie. In den Rollgängen sind die links und rechts an den Rollen angebrachten Gehäuselager schweren Belastungen ausgesetzt. Gleiches gilt für die Hubwagen, bei denen Xforce-Lager u. a. in den Laufrädern installiert sind. Gut, dass die Abeg-Gehäuselager der Xforce-Serie explizit für Schwerlastanwendungen konzipiert sind: Diese werden beim japanischen Gehäuselagerhersteller FYH produziert und sind das Ergebnis von intensiver Forschung und Versuchen. Die Fußkonstruktion führt in Stresssituationen zu einer Erhöhung der Belastbarkeit: Aufgrund einer verstärkten Flanschfläche sind die Xforce-Gehäuse unempfindlicher gegen Bruch. Nach repräsentativen Lebensdauerund Vergleichstests mit ausgewählten Typen ließ sich bei Gehäuselager in Xforce-Ausstattung eine 1,3-fache Steigerung der Lebensdauer gegenüber anderen handelsüblichen Premium-Produkten nachweisen. Bei verbesserter Befettung z. B. mit dem Lithium-Seiwww.foerdern-und-heben.de f+h 2020/11 11

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