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f+h fördern und heben 11/2020

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f+h fördern und heben 11/2020

PERSPEKTIVEN VERBORGENEN

PERSPEKTIVEN VERBORGENEN TALENTEN AUF DER SPUR Wenn von Anlagen und Systemen in der Intralogistik die Rede ist, stehen Komponenten wie Sensorik, Antriebe und Steuerungstechnik nicht primär im Mittelpunkt der Betrachtung. Dennoch sind sie essentiell für die Funktionssicherheit unter Verfügbarkeits- und Performanceaspekten. Gleichzeitig schaffen sie die Voraussetzungen zur Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten im Rahmen der Transformation. Das Unternehmen Sick hat einen neuen Sicherheits-Laserscanner für mobile Intralogistik-Applikationen entwickelt. Mit einer Sensorhöhe von 80 mm ist der Nanoscan3 kompakt konzipiert und beansprucht nur wenig Bauraum. Messgenauigkeit wird per smarter Sicherheitsfunktionen, wie etwa über Encoder-Signale dynamisch umschaltbarer Schutzfelder, erreicht. Die generierten Daten liefern Hinweise über den Abstand sowie die Richtung von autonom agierenden Objekten. Das können neben fahrerlosen Transportfahrzeugen auch mobile Plattformen sowie Carts und Cobots sein. Gleichzeitig bietet der Nanoscan3 einen Scanwinkel von 275°. Unter der Voraussetzung einer diagonal gegenüberliegenden Eckmontage lässt sich so eine horizontale 360°-Rundumabsicherung realisieren. Verfügbar ist der Laserscanner in zwei Varianten: Core I/O umfasst zwei konfigurierbare Überwachungsfälle, bei Pro I/O sind es bis zu 128, zwischen denen umgeschaltet werden kann. Konzipiert ist der Nanoscan3 für Schutzfeldreichweiten bis drei Meter und Warnfeldreichweiten bis zehn Meter. Mithilfe der Scantechnologie safeHDDM ist es zudem möglich, Messdaten über Distanzen bis zu 40 m mit einer Winkelauflösung von 0,17° zu generieren. NETZWERK-MODULE ALS DATENVERDICHTER Smarte Sensorik ist auch Thema von Balluff. Dabei setzt der Automatisierungsspezialist, der ein eigenes Programm für die Montageund Fördertechnik aufgesetzt hat, verstärkt auf den internationalen Kommunikationsstandard IO-Link. Dieser vereinfacht die Installation und eröffnet erweiterte Diagnosefunktionen. Für einen durchgängigen, bidirektionalen Datenaustausch sorgt z. B. ein IO-Link- Konverter für RS232-Geräte. Mit ihm lassen sich u. a. Barcode-Scanner, Drucker oder auch RS232-Controller direkt an einen IO-Link- Anschluss koppeln. Gesonderte Komponenten zur Integration in die Steuerung sind überflüssig. Stattdessen lassen sich alle Geräte von zentraler Stelle aus überwachen und parametrieren. Eine neuere Entwicklung sind auch 4A-Ports bzw. Ethernet/IP-Netzwerk-Module für die Montage- und Fördertechnik. Die IO-Link-Master (BNI00EF/BNI00EH) ermöglichen eine schnelle Integration von IO- Link-Geräten in vorhandene Netzwerke. Sie verfügen über mehrere Ports mit 4-A-Ausgangsstrom für den Anschluss von Antriebstechnik wie etwa 24-V-DC-Motoren oder Elektro-Stopper. Infolgedessen lässt sich die Zahl verschiedener Baugruppen am Band reduzieren. 36 f+h 2020/11 www.foerdern-und-heben.de

PERSPEKTIVEN 01 DEZENTRAL IN DER KÄLTE OPERIEREN Mit Beispielen aus der Praxis argumentiert Turck. So hat ein Kunde des Fabrik- und Prozessautomatisierers einen automatisierten Pendeltransport zwischen dem Werk eines Lebensmittelherstellers und einem Kühllager eingerichtet. Die Paletten-Fördertechnik umfasst Elemente, die bei Umgebungstemperaturen von -25 °C dezentral über IP67-Module TBEN-L5-PLC gesteuert werden. Multiprotokoll- I/O-Module erweitern punktuell das Angebot an Ein- und Ausgängen. Von Vorteil, speziell im Tiefkühlbereich, ist, dass weniger Spezialverkabelung anfällt. Innerhalb des Werks sind alle Streckenmodule des Fördersystems mit einer eigenen Steuerung ausgestattet worden. Ein Abschnitt dient der Paletten-Inspektion. Dort kontrollieren Lasersensoren die Konturen. Das Ergebnis wird zunächst auf 01 Ethernet-IP-Netzwerkmodule – Applikationsbeispiel Montage- und Fördertechnik 02 FEN20-Geräte machen die Schaltsignale von Bedienpulten busfähig 03 Mithilfe einer in die Antriebselektronik integrierten PLC lassen sich analoge und digitale Daten auswerten 02 03 www.foerdern-und-heben.de f+h 2020/11 37

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