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f+h fördern und heben 12/2015

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LAGER Den globalen Markt

LAGER Den globalen Markt im Blick Kasto präsentiert sich zukunftsorientiert mit prozessübergreifender Lagertechnik „Herzlich willkommen im Namen der Familie“, mit diesen Worten eröffnete Armin Stolzer, Geschäftsführender Gesellschafter von Kasto, Ende September die Unternehmens-Pressetage am Stammsitz im badischen Achern-Gamshurst. Gegründet im Jahre 1844 zählt der Maschinenbauer zu den ältesten Familienbetrieben in Europa und Stolzer lenkt die Firmengeschicke seit mehr als 25 Jahren. Die Kasto Maschinenbau GmbH & Co KG ist auf Säge- und Lagertechnik für Metall- Langgut spezialisiert und betreibt neben einem Zweigwerk im thüringischen Schalkau, Tochtergesellschaften in England, Frankreich und den USA. Etwa 700 Mitarbeiter weltweit erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von rd. 120 Millionen Euro. 2014 sei ein wichtiges Jahr für das Unternehmen gewesen, so Stolzer. Der Umsatz, den man im Ausland erzielt, steige seit Jahren kontinuierlich an. Lag dieser 2013 noch bei 44,6 Prozent, waren es 2014 bereits 54,3 Prozent. Auf die wachsende Bedeutung des internationalen Markts, vor allem in Südostasien, reagierte das Unternehmen Ende 2015: Im German Center in Singapur wurde die neue Filiale Kasto Asia Pacific Pte Ltd eröffnet. Stolzer: „Wir sind bereits seit 1991 in Südostasien aktiv und haben hier viele treue und langjährige Kunden. In den vergangenen Jahren ist die Region ein immer bedeutenderer Wachstumsmarkt geworden. Da war es für uns naheliegend, hier auch eine Niederlassung zu gründen, um unsere Position weiter zu festigen.“ Genau aus diesen Gründen werde der nahegelegene Schweizer Markt in Zukunft von einer eigenen Filiale betreut. Sägen und Lagern in einem Prozess Säge- und Lagersysteme als Komplettlösung ergänzt durch branchen- und kundenorientierte Dienstleistungen: Auf seinen diesjährigen Pressetagen zeigte sich der Maschinenbauer Kasto überzeugt von dem ganzheitlichen Konzept. Denn diese Kompetenzen aus einer Hand seien die Grundlage für ein stabiles Unternehmenswachstum. Multimedia Content Im Video zeigen wir Ihnen die integrierten Prozesse von Lager-Säge-Systemen. https://vimeo.com/147458058 160 Patente, mehr als 140 000 weltweit ausgelieferte Sägemaschinen und über 1 700 installierte Automatiklager zeugen vom Erfolg des Familienbetriebs. Als Hersteller von Metallsägemaschinen bietet man alle drei Sägeverfahren (Bügel-, Band- und Kreis sägemaschinen) und hat in jedem Segment ein umfassendes Lieferprogramm. Neben vollautomatischen Sägesystemen entwickelt und realisiert Kasto eine breite Palette von halb- und vollautomatischen Langgut- und Blechlagersystemen. Die Verbindung der beiden Geschäftsfelder bilden Lager-Säge-Zentren, in denen alle Prozesse vom Einlagern des Rohmaterials über das Sägen bis hin zum Kommissionieren integriert sind und vollautomatisch ablaufen. So setzt auch der Hersteller von Hydraulikzylindern AHP Merkle im südbadischen Gottenheim bei der Lagerung, beim Zuschnitt und der Distribution seines Rohmaterials auf die kombinierte automatische Säge- und Lagertechnik. Wie diese Systeme im realen Betrieb ineinander greifen, davon konnte sich die Fachpresse ein Bild vor Ort machen. Kompakter Materialfluss Am Firmensitz von AHP Merkle ist alles auf einen schlanken und effizienten Produktionsprozess ausgerichtet − die Fertigungsschritte finden auf kurzen Wegen komplett im Haus statt. Das Rohmaterial für die Produktion bezieht der Hersteller als Stangenware, i. d. R. mit einer Länge von drei Metern. Verschiedene Stähle sowie Aluminium sind die gängigsten Materialien. „Um schnell auf eingehende Aufträge reagieren zu können, ist es für uns von Vorteil, viele Größen und Werkstoffe vorrätig zu haben“, so Paul Gutmann, Betriebsleiter bei AHP Merkle. „Schließlich beträgt die Vorlaufzeit bei der Materialbeschaffung bis zu einem halben Jahr.“ Beim Bau des neuen Firmensitzes wurde daher ein Turmlagersystem vom Typ Unitower (Bild 01) in das Gebäude integriert. Mit 94 30 f+h 12/2015

Lager-Säge-Zentren sind platzsparende Lösungen für einen schlanken Produktionsprozess Manfred Weber, Redakteur f+h Lagerplätzen und einer Höhe von 18 m bietet das System eine kompakte und platzsparende Lösung zur Aufbewahrung des Metall-Langguts. Als Ladungsträger kommen Kassetten mit einer Tragfähigkeit von je drei Tonnen zum Einsatz, die an einer Einlagerstation an der Stirnseite des Turms manuell oder per Hallenkran befüllt werden. Das Handling der Ladungsträger übernimmt ein Regalbediengerät mit Lasttraverse. Die Kassetten gelangen über zwei Rollenbahnen aus dem Lager in die Fertigung (Bild 02). Hier ist seit 2014 eine vollautomatische, CNC-gesteuerte Kreissäge vom Typ Kasto variospeed C 15 im Einsatz. Bestückt wird die Säge über ein Universalmagazin, das bis zu zehn der drei Meter langen Stangen aufnehmen kann. Material- und Auftragsdaten sind in der Sägemaschinensteuerung Easy Control hinterlegt, das in das ERP-System integriert ist. Entnehmen, entgraten, sortieren Damit kein Mitarbeiter die gesägten Teile von Hand entnehmen muss, wurde das automatische Sortiersystem der Anlage vom Typ Kasto sort, mit zwei Robotern kombiniert. Diese können 01 Das Rohmaterial wird zunächst in einem Turmlagersystem eingelagert die Sägeabschnitte nicht nur entnehmen und auf Paletten oder in Behälter stapeln, sondern auch entgraten: Nach dem Sägevorgang entnimmt der erste der beiden Roboter den Abschnitt mithilfe eines Vakuumgreifers aus der Maschine und übergibt ihn in eine Spannvorrichtung. Hier übernimmt der zweite Roboter. Dieser ist mit einem pneumatisch vorgespannten Fräskopf ausgestattet, der alle Grate gleichmäßig entfernt. Um den Ablauf weiter zu optimieren, ist die Anlage mit vier Spannvorrichtungen ausgerüstet, mit denen sich Rund- und Vierkantmaterial fixieren lässt. Während das erste Werkstück noch bearbeitet wird, kann der Roboter bereits ein zweites aus der Säge nehmen und einspannen. Anschließend werden die Abschnitte in einem von bis zu vier Behältern sortenrein abgelegt oder auftragsbezogen zusammengestellt. Per Hubwagen gelangen die Sägeabschnitte zur nächsten Fertigungsstation. „Auch eine Schnittstelle zu einem Fahrerlosen Transportsystem ist bereits vorhanden“, ergänzt Sebastian Schweizer, Fertigungsmeister bei AHP Merkle. „Das könnte eine unserer nächsten Investitionen sein.“ Fotos: Kasto, f+h www.kasto.de 02 Über zwei Rollenbahnen gelangt das Langgut in die Sägerei Steigende Anforderungen für Retailer & Co. Halle 3, Stand 3D41 Distribution und Großhandel stehen vor großen Herausforderungen. Wir bieten Ihnen praxisbewährte Lösungen. DAIFUKU CO., LTD. Telefon 02161- 49695-0 www.daifuku.de

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