Aufrufe
vor 1 Jahr

f+h fördern und heben 12/2016

f+h fördern und heben 12/2016

VON DAMALS BIS HEUTE Vom

VON DAMALS BIS HEUTE Vom Palettierroboter bis Industrie 4.0 2016 Forschungslabor „Enterprise Lab Center“ eröffnet 02 2010 Neuer Logistik Campus erweitert Bildungsangebot Fraunhofer IML: Seit 35 Jahren erste Adresse in Sachen ganzheitliche Logistik Die Bedeutung der Logistik als einer der tragenden Wirtschaftszweige in Deutschland ist über die letzten Jahrzehnte unablässig gewachsen. Dies gilt sowohl für den Umsatz als auch für die Zahl der Beschäftigten. Seit seiner Gründung 1981 hat das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) diese „Erfolgsstory“ nicht nur begleitet, sondern maßgeblich mitgeprägt. 2004 Prof. Dr. Michael ten Hompel wird geschäftsführender Institutsleiter Prof. Dr. Axel Kuhn übernimmt geschäftsführende Institutsleitung 2000 1984 Palettierroboter Romeo entwickelt 1981 2002 IML veranstaltet Teilnehmertreffen „warehouse logistics“ Automatisches Lagerfahrzeug ALF Institutsgründung − Institutsleiter Prof. Dr. Reinhardt Jünemann 1991 01 Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), Dortmund arbeitet auf allen Feldern der inner- und außerbetrieblichen Logistik. Mit industriellen Kooperationspartnern gehen aus annähernd 700 Projekten jährlich regelmäßig Pilotlösungen hervor. Weitreichende Entwicklungen vom Internet der Dinge bis Industrie 4.0 hat das Institut entscheidend mitgeprägt. Die Spitzenforschung möglich machen zurzeit 260 interdisziplinär arbeitende Wissenschaftler, 250 Doktoranden sowie Studierende, unterstützt durch Kollegen in Werkstätten, Labors und Servicebereichen. Das IML gilt als eines der weltweit führenden Logistikinstitute. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte im Jahre 1981: Hervorgegangen aus dem Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen an der Technischen Universität Dortmund startete das Institut zunächst als Fraunhofer-Institut für Transporttechnik und Warendistribution (ITW) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Reinhardt Jünemann. Die angewandte Forschung am Institut brachte bereits von Beginn an zukunftsweisende Innovationen hervor − z.B. den Palettierroboter „Romeo“ (Bild 01) − und wurde durch den Bau einer eigenen Forschungshalle forciert. Im Zuge der Gründung des Technologiezentrums Dortmund (TZDO) im Jahr 1984 mit den Schwerpunkten Materialflusstechnik und Logistik konnte auch das Fraunhofer ITW nochmals expandieren. Erste Firmengründungen aus der Universität und dem Institut ließen das TZDO allerdings schnell aus allen Nähten platzen. So wurde das Zentrum 1989 erweitert und das Fraunhofer ITW nochmals ausgebaut. Gleichzeitig firmierte das Institut um in „Fraunhofer- Institut für Materialfluss und Logistik IML“. Das erweiterte Leistungsspektrum machte eine Umbenennung erforderlich. 1997 startete der vom Fraunhofer IML und Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen initiierte, bundesweit erste Studiengang „Diplom-Logistiker“ – noch ohne ministerielle Genehmigung, trotzdem gab es genügend Pioniere. Das 2002 erstmalig vom IML veranstaltete Teilnehmertreffen der Plattform „warehouse logistics“ brachte dann neuen Schwung in die Veranstaltungslandschaft. Dortmunder IT- Unternehmen dient sie als Plattform, um sich auch überregional einen Namen zu machen. Das Bildungsangebot am Institut wurde kontinuierlich weiter ausgebaut. So ging 2005 die „Log Factory“ an den Start. Eine von Siemens und Refa sowie der Fraunhofer-Gesellschaft mitgetragene Initiative des Fraunhofer IML zur ELA-zertifizierten Ausund Weiterbildung von Logistikern. Der 2010 gebaute Logistik- Campus erweiterte dann abermals das Spektrum der akademischen und berufsbegleitenden Bildung. Nachdem 2011 die Versuchshalle für Zellulare Fördertechnik eröffnete (Bild 02) machte das Institut 2016 einen weiteren bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft: die Eröffnung des Forschungslabors „Enterprise Lab Center“. Hier arbeiten die Wissenschaftler des IML Hand in Hand mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft und können vom 3D-Druck bis zur Herstellung von Mikro-SMD-Schaltungen direkt vor Ort alle nötigen Fertigungsverfahren nutzen, um in Rekordzeit Prototypen zu entwickeln. Nach den Institutsleitern Prof. Dr. Reinhardt Jünemann (1981-2000) und seinem Nachfolger Prof. Dr. Axel Kuhn (2000-2004) trägt seit 2004 Prof. Dr. Michael ten Hompel als geschäftsführender Institutsleiter die Verantwortung für das Fraunhofer IML. Prof. Dr. Michael Henke und Prof. Dr. Uwe Clausen vervollständigen heute die Institutsleitung. Durch diese Dreiteilung deckt das Fraunhofer IML das komplette Leistungsspektrum der Logistik ab. Fotos: Fraunhofer IML www.iml.fraunhofer.de

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 1-2/2017 ERSCHEINUNGSTERMIN: 09. 02. 2017 • ANZEIGENSCHLUSS: 25. 01. 2017 01 02 03 04 01 Im Rahmen eines Retrofit-Projekts hat das Unternehmen AFB Anlagen- und Filterbau beim Online-Händler Alternate die Lastaufnahmemittel der AKL-Regalbediengeräte erneuert. Was diese Maßnahme gebracht hat, erfahren Sie in der Anwenderstory. 02 Mit einem neu entwickelten Kupplungssystem wollen die Unternehmen TTS Liftec und Terberg Benschop den Umschlag an steilen RoRo-Rampen sicherer machen. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: w.bauer@vfmz.de f+h Intralogistics: www.en.engineering-news.net 03 Drei Kommissionier-Roboter haben ihre Arbeit bei Fiege Logistik in Ibbenbüren aufgenommen. Wir gehen der Frage nach: Ist dies der nächste Schritt zum digitalisierten Lager? 04 Pick by what? In Zeiten des boomenden E-Commerce-Geschäfts gerät die Kommissionierung zunehmend unter Druck. Wir zeigen Ihnen flexible Strategien, um die Flut an eingehenden Bestellungen und Retouren zu bewältigen. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 12/2016 43

AUSGABE