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f+h fördern und heben 12/2017

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f+h fördern und heben 12/2017

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME TITEL INTUITIVES STEUERUNGSKONZEPT ERLEICHTERT KOMMISSIONIERPROZESS Die „Quick-Pick-Remote“-Technologie vereint effiziente Arbeitsabläufe und menschliche Aktionen zu einem natürlichen, systematischen Kommissionierprozess. Die dem Konzept zugrunde liegende, in einen Arbeitshandschuh integrierte, Fernbedienung ermöglicht eine höhere Kommissionierleistung bei geringer körperlicher Belastung. In der Branche ist er bei weitem kein Unbekannter, der in schwarz und leuchtend orange gehaltene „magische Handschuh“ – Kernelement der „Quick-Pick-Remote“-Lösung, die das Unternehmen Crown zur Erleichterung der körperlich anstrengenden Kommissionierung entwickelt hat. Seit der Markteinführung vor etwa vier Jahren hat diese Technologie ihre Leistungsfähigkeit in der Praxis bereits vielfach unter Beweis gestellt. 36 f+h 2017/12 www.foerdern-und-heben.de

TITEL PRODUKTE UND SYSTEME Zwischenteitlich wurde die Lösung für weitere Anwendungen aus dem eigenen Portfolio verfügbar gemacht, z. B. für die GPC- 3000-Kommissionierer-Serie einschließlich der Modelle mit Gabelund Scherenhub. Darüber hinaus lässt sich die Anwendung auch mit den Multifunktionsstaplern der MPC-3000-Serie sowie den Schleppern der TC-3000-Serie einsetzen. FUNKTIONSPRINZIP Das System „Quick-Pick Remote“ kombiniert einen Horizontal- Kommissionierer oder Schlepper mit einer Fernbedienung, die sich vom Lagerpersonal intuitiv handhaben lässt. Der Bediener trägt einen speziell konfigurierten Arbeitshandschuh, in dem eine drahtlose Fernbedienung integriert ist. Mithilfe des Handschuhs setzt er, ohne auf dem Fahrerstand zu stehen, das Flurförderzeug in Bewegung und steuert das Gerät zur nächsten Pick-Position. Alternativ lässt sich statt des Handschuhs auch ein Transceiverband oder ein Modulhalter verwenden. Die maßgeblichen Unterschiede im Vergleich zum konventionellen Kommissionieren liegen dabei in der Ergonomie des Arbeitsprozesses. ERGONOMIE UND PRODUKTIVITÄT Beim herkömmlichen Kommissionieren kehrt der Bediener ständig zum Fahrerstand zurück, um das Flurförderzeug weiterzubewegen. Durchschnittlich legt er dabei in jeder Schicht eine Gehstrecke von bis zu 25 km zurück. Mithilfe der „Handschuh-Lösung“ lässt sich diese Wegstrecke laut Crown um bis zu 50 Prozent reduzieren. Während einer Schicht pickt ein Kommissionierer etwa 190 Teile pro Stunde und trägt dabei eine Last von insgesamt bis zu zehn Tonnen. Mit dem ferngesteuerten Kommissioniersystem ist auch die Strecke, über die die Last getragen werden muss, somit um bis zu 50 Prozent kürzer. 01 Für die Kommissionierlösung per Fernsteuerung steht ein variantenreiches Portfolio an Flurförderzeugen zur Verfügung Im Schnitt betritt ein Kommissionierer pro Schicht etwa 1 200 Mal den Fahrerstand. Durch den Einsatz des Handschuhs lässt sich die Anzahl der Ein- und Ausstiegsvorgänge um bis zu 70 Prozent r eduzieren. Dabei lässt sich das Flurförderzeug, obwohl der Fahrerstand nicht betreten wird, präzise positionieren. Doch nicht nur der ergonomische Aspekt der Technologie ist entscheidend. Auch das Zusammenstellen des Kommissionierauftrags geht schneller vonstatten. Im direkten Vergleich von zwei identischen Aufträgen mit demselben Mitarbeiter im selben Gang ließ sich der Zeitaufwand für das Abarbeiten der Pickliste merklich senken. Laut Hersteller haben Praxistests belegt, dass mit dem Einsatz der Technologie die Produktivität gegenüber dem herkömmlichen Kommissioniervorgang um durchschnittlich zehn Prozent steigt. DURCHDACHT BIS INS DETAIL Das „Quick-Pick Remote“-System ist problemlos einzurichten und erfordert weder Netzwerkbandbreite noch zusätzliche IT-Investitionen, da es sich autonom in die betreiberpezifische Lagerumgebung einbinden lässt. Damit jeder Mitarbeiter seinen eigenen Handschuh nutzen kann, wird das Bedienelement, der Transceiver, in eine Tasche am Handschuhrücken eingeschoben; die Daumen- Fahrtaste lässt sich per Klettverschluss individuell am Zeigefinger justieren. Eine Sende- und Empfangseinheit am Kommissionierfahrzeug tauscht ununterbrochen Signale mit dem Handschuh aus. Betritt der Bediener den Fahrerstand des Flurförderzeugs, wird die Fernbedienung automatisch abgeschaltet und das Fahrzeug lässt sich wieder auf herkömmliche Weise steuern. www.foerdern-und-heben.de f+h 2017/12 37

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