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f+h fördern und heben 12/2017

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f+h fördern und heben 12/2017

FORSCHUNG UND

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG DAS BIBA − FORSCHEN FÜR PRODUKTION UND LOGISTIK Neben der Produktentwicklung und der Fertigung zählt heute auch die Logistik zu den kritischen Erfolgsfaktoren von Unternehmen. Das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik − verknüpft die Schwerpunkte Produktion und Logistik mit der Sicht sowohl auf die Prozesse als auch auf die Produkte. Das BIBA wurde 1981 gegründet und ist damit das älteste An-Institut der Universität Bremen. Hier arbeiten etwa 150 Menschen in enger Verbindung mit dem Fachbereich „Produktionstechnik – Maschinenbau und Verfahrenstechnik“ der Universität Bremen. Die Mitarbeiter kommen überwiegend aus der Produktionstechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen sowie der Informatik und angrenzenden Disziplinen. Das ingenieurwissenschaftliche Institut engagiert sich in der Grundlagen- und der anwendungsorientierten Forschung, in der industriellen Auftragsforschung, ebenso wie in nationalen und europäischen Forschungsverbünden sowie in weltumspannenden 1 Kooperationen. Die Verknüpfung mit der Universität Bremen in Forschung und Lehre führt immer wieder zu neuen Impulsen, und sie sorgt in der Ingenieurausbildung für einen hohen Praxisbezug. Mit seiner diziplinen- und institutionenübergreifenden Arbeit sowie seiner internationalen Ausrichtung ist das Institut gut aufgestellt. Die Bandbreite der Aktivitäten ist groß und umfasst ein breites Forschungsspektrum auf dem Feld der Produktion und Logistik. Seine Position an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nutzt das Institut zudem für eine Förderung des Dialogs und des Transfers. HERAUSFORDERUNGEN Industrie 4.0 und Digitalisierung, neue Kommunikationsmöglichkeiten, globale Netze, immer kürzere Produktlebenszyklen: Der technische Fortschritt verändert unser Leben mit einer beispiellosen Geschwindigkeit. Auch der weltwirtschaftliche Wandel fordert die Unternehmen – unabhängig von Größe oder Branche. Sie sind verstärkt eingebunden in kooperative, globale interorganisatorische Produktions- und Logistiknetze, in denen die Prozesse stetig komplexer und dynamischer werden. 58 f+h 2017/12 www.foerdern-und-heben.de

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 01 02 Diesen Herausforderungen begegnet das Institut mit einer integrativen, prozessorientierten Sicht auf Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Betrieb entlang der ganzen Wertschöpfungskette in Verbindung mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Es sieht die Digitalisierung als Chance für eine flexiblere Gestaltung von Produkten, Dienstleistungen sowie Prozessen, Systemen und Kooperationen. Dazu forscht das Institut in zwei Bereichen. 2 FORSCHUNG 01 Digitalisierung in der Industrie: Unter anderem im Kompetenz- und Transferzentrum des BIBA zeigen sich Möglichkeiten 02 In vielen Veranstaltungen und Diskursen steht der wissenschaftliche Transfer im Fokus Der Forschungsbereich „Informations- und kommunikationstechnische Anwendungen in der Produktion“ (IKAP) konzipiert, entwickelt und realisiert Methoden und Werkzeuge zur Unterstützung kooperativer, intra- und interorganisatorischer Unternehmensnetzwerke. Die Forschungen konzentrieren sich dabei auf die Gestaltung von effizienten und effektiven Entwicklungs- und Produktionsprozessen durch die Anwendung innovativer Informationstechnologien. Im Fokus der Betrachtungen liegen das kooperative unternehmerische Handeln in verteilten Entwicklungs- und Produktionsprozessen und die dem Produktionsprozess nachgelagerten Phasen des Produktlebenszyklus` wie die Nutzung von Produkten und deren Wieder- oder Weiterverwendung. Industrie-4.0-Technologien und cyber-physische Systeme sowie die damit verbundenen Möglichkeiten für robotergestützte Automatisierungslösungen sind maßgebliche Veränderungstreiber für Produktions- und Logistiksysteme. Bedingt durch den intensiven, globalen Wettbewerb sehen sich Unternehmen verstärkt der Notwendigkeit zur Nutzung dieser Technologien ausgesetzt, um adaptive, flexible und dynamische Produktions- und Logistiksysteme aufzubauen. Ihren vollen Nutzen können diese Systeme erst dann entfalten, wenn die logistische Planung und Steuerung zugleich verstärkt dezentral und dynamisch gestaltet werden. Hier greifen die BIBA-Forschungen des Bereichs „Intelligente Produktions- und Logistiksysteme“ (IPS) mit den Schwerpunkten Erforschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Industrie-4.0-Technologien, Automatisierung produktionstechnischer und logistischer Prozesse sowie Entwicklung von leistungsfähigen, praxistauglichen, dezentralen, dynamischen Planungs- und Steuerungsverfahren. 3 DIALOG UND TRANSFER Erst über den Dialog und den Transfer kann Wissenschaft zu innovativen Produkten führen und so zu einem Mehrwert für die Gesellschaft. Auch zur Gestaltung einer anwendungsorientierten Forschung bedarf es des steten Diskurses. Daher pflegt das Institut einen regen Austausch mit Wissenschaftspartnern in der ganzen Welt, mit Fachleuten aus der Praxis und mit der Öffentlichkeit. Zum einen gilt es dabei, schon heute über Zukunftsszenarien und die Herausforderungen von morgen nachzudenken, Handlungs- und Investitionsbedarfe frühzeitig zu erkennen sowie Trends und Potenziale zu entdecken. Zum anderen sieht man es am BIBA als eine wichtige Aufgabe an, Wissenschaft und ihre Ergebnisse zugänglich zu machen – vor allem auch den kleineren Unternehmen. In zahlreichen Veranstaltungen und in seinen Laboren schlägt das Institut immer wieder den Bogen von der Forschung zur Industrie-4.0-Praxis. Fotos: Sabine Nollmann, Clabeck, BIK/Universität Bremen www.biba.uni-bremen.de Machen Sie komplexe Dinge einfach. Transport. Lager. Telematik. INFORMATIONSLOGISTIK www.wanko.de info@wanko.de 0049(0)8654 4830 Wanko.indd 1 12.10.2016 13:17:10 www.foerdern-und-heben.de f+h 2017/12 59

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