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f+h fördern und heben 12/2017

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f+h fördern und heben 12/2017

Das Interview mit

Das Interview mit Wolfgang von der Linde (l. im Bild) führte f+h-Chefredakteur Winfried Bauer Foto: f+h Bearbeitung: VFV Layout, Sonja Schirmer 74 f+h 2017/12 www.foerdern-und-heben.de

AUGE IN AUGE MENSCHEN UND MÄRKTE „DIE TRANS-LOG-INTERMODAL IST MEHR ALS EINE REGIONALE FACHMESSE“ Im Veranstaltungskalender unserer Branche sind etliche Termine zu finden. Was veranlasst also die Messe Kalkar ein weiteres Event ins Leben zu rufen? Wir wollten es genau wissen und haben uns mit dem Projektmanager der Fachmesse Trans-Log-lntermodal, Wolfgang von der Linde getroffen. Obwohl die Fachmesse Trans-Log-lntermodal im nächsten Jahr zum zweiten Mal stattfindet, könnten Sie dennoch die Idee erläutern, die hinter der Messe stand, als Sie diese aus der Taufe gehoben haben? Der niederländische Unternehmer Hennie van der Most erwarb im Jahre 1995 das niemals in Betrieb gegangene Atomkraftwerk „Schneller Brüter“ in Kalkar. Neben dem Familien-Freizeitpark und dem größten Hotel im Kreis Kleve mit 435 Zimmern und 1 000 Betten werden hier seit dem Jahr 2004 Messen veranstaltet. Abgesehen von etwa 15 Fach- und Endverbrauchermessen finden auf dem Areal eine Vielzahl an Events sowie Tagungen und Kongresse statt. Eine unserer Fachmessen ist die Shipping-Technics-Logistics oder kurz STL. Hierbei handelt es sich um die einzige Fachmesse für die Binnenschifffahrt in Deutschland. Den thematischen Schwerpunkt dieser Messe bildet die Technik rund um die Binnenschifffahrt: So können sich die Besucher bei uns über Neuigkeiten aus den Bereichen Werft- und Schiffsausrüstungen informieren, also zum Beispiel über Motoren und Antriebe. Als Abrundung zur STL haben wir dann die Idee entwickelt, eine Messe für die Dienstleister der Transport- und Logistikbranche zu veranstalten. Welche Auswirkungen hatte diese Idee auf die inhaltliche Ausgestaltung der Messe? Aufgrund unserer Lage direkt am Rhein, der Nachbarschaft zu den Häfen Wesel und Emmerich sowie der guten Beziehungen nach Duisburg mit dem größten Binnenhafen Europas ist die intermodale Logistik, also die Verknüpfung von Binnenschiff-, Straßen- und Schienentransport ein wichtiger Eckpfeiler der Trans-Log-lntermodal – auch für diese Veranstaltung haben wir uns als Kürzel auf die Anfangsbuchstaben der drei Wortbestandteile, also TLI, verständigt. Aber auch, um den Kern Ihrer Frage zu beantworten, die Herausforderungen der Intralogistik sind für unsere potenziellen Besucher wichtige Themen, um das Tagesgeschäft effizient zu bewältigen. Und so finden sich auf der TLI Angebote vom Flurförderzeug über die Lagertechnik sowie entsprechende IT-Anwendungen bis hin zur Verpackungstechnik. An der „Außenkante“ der Laderampe schließen sich die Transportanbieter an: Speditionen, Reedereien, Eisenbahngesellschaften, Hafenbetreiber, Containerterminals und viele mehr. Der Messestandort liegt in der Grenzregion Deutschland/ Niederlande. Tragen Sie diesem Aspekt mit Kooperationen mit deutschen oder niederländischen Organisationen Rechnung? Diese Frage beantworte ich gern mit einem Blick auf die Landkarte: Unser Messegelände befindet sich zirka 50 Kilometer von den Städten Arnheim, Venlo oder Duisburg entfernt. Sozusagen im Dunstkreis liegen Bocholt oder Nimwegen. Innerhalb von maximal 90 Minuten sind potenzielle Besucher aus vielen Orten des Ruhrgebiets mit dem Pkw bei uns in Kalkar. Vor diesem Hintergrund sind unsere Messen regelmäßig durch einen großen Anteil an Ausstellern und Besuchern aus den Niederlanden gekennzeichnet, da macht die TLI keine Ausnahme. Bereits bei der Premiere in Februar hatten wir unter anderem die Provinz Gelderland und niederländische Logistik-Vereinigungen zu Gast. Für deutsche Organisationen seien beispielhaft der VSL erwähnt, der auch in 2018 wieder mit einem Stand vertreten sein wird, und der Log- IT-Club. Nach den Anfangserfolgen im Februar haben wir mit Blick auf 2018 richtig Gas gegeben. Die Zahl der Netzwerkpartner ist auf mehr als 80 – sowohl aus Deutschland als auch aus den Niederlanden – gestiegen. Ganz besonders freut es mich, dass sich auch mit Ihrem Magazin der ausgewiesene Spezialist in Sachen Intralogistik nun in der Liste der Netzwerkpartner befindet. Verschiedenen Organisationen sind wir als Mitglied beigetreten, so zum Beispiel dem Logistikcluster NRW oder der Deutsch- Niederländischen Handelskammer. www.foerdern-und-heben.de f+h 2017/12 75

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