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f+h fördern und heben 12/2018

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f+h fördern und heben 12/2018

PRODUKTE UND SYSTEME

PRODUKTE UND SYSTEME DISTRIBUTIONSDREHSCHEIBE MIT AUSSICHT Zu Füßen des Karwendelgebirges hat Darbo, Österreichs führender Hersteller von Marmeladen, Konfitüren und Honig, ein neues vollautomatisches Hochregallager für Fertigprodukte in Betrieb genommen. Die Lagerkapazität am Standort Stans wurde durch die Erweiterungsmaßnahme mehr als verdoppelt. Mit einem Umsatz von 138 Millionen Euro erzielte die Darbo AG im Geschäftsjahr 2017 ein Plus von 3,8 Prozent. Damit hält das traditionsreiche Tiroler Familienunternehmen seine Position als Nummer 1 im Konfitüren- und Marmeladensegment mit nunmehr 59,2 Prozent. Um die wachsende Nachfrage, auch auf den internationalen Märkten, bedienen zu können, initiierten die Verantwortlichen auf Führungsebene das Projekt „Hochregallager 3“, das im Oktober 2018 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Als Generalplaner involviert war die HDT Logistik, Innsbruck, und den Stahlbau verantwortete die Kocher Regalbau aus Stuttgart, die bereits das vorhandene Hochregal-Silo realisiert hatte. HERAUSFORDERNDE BAULICHE RESTRIKTIONEN Vor beeindruckender Bergkulisse auf 563 m Höhe ist die Bestandsimmobilie um fünf Gassen erweitert worden. Der Anbau (L × B × H = 65 × 23 × 24 m) bietet bei einfachtiefer Lagerung 8 000 Stellplätze für die Bevorratung von Fertigwaren auf Paletten. Pro Fach können 3 × 1 000 kg Last aufgenommen werden. Um den erforderlichen klimatischen Bedingungen Rechnung zu tragen, wurde zwischen den Gassen 7 und 8 eine Paneel-Wand eingezogen. Entsprechend akribisch waren die Regalfächer auszulegen und in exakt definierter Reihenfolge zu montieren. „Aufgrund der Platzverhältnisse vor Ort war eine enge Abstimmung unter allen an der Umsetzung Beteiligten erforderlich“,

PRODUKTE UND SYSTEME 500 Tonnen kalt- und warmgewalzte Profile kamen im neu angegliederten Hochregallager zum Einsatz, und für die Montage wurden mehr als 100 000 Schrauben verwendet berichtet Frank Kocher, Geschäftsführer von Kocher Regalbau. „Zu den Restriktionen zählte zum Beispiel die Vorgabe, die Stahlkonstruktion in einer 4,5 Meter tiefen Grube zu installieren. Hierauf musste das Montagekonzept angepasst werden.“ FÜR WEITERENTWICKLUNG UND ZUWACHS GEWAPPNET 500 Tonnen kalt- und warmgewalzte Profile hat das neu angegliederte Hochregallager von Darbo beansprucht, und für die Montage wurden mehr als 100 000 Schrauben verwendet. Parallel sind auf dem Dach der vorhandenen Anlage zwei Bühnen für die Installation von Klimageräten aufgeständert worden. Zudem wurde im Neubau eine weitere Bühne für einen Querverschiebewagen inklusive Einhausung installiert, die auch quer über alle Bestandsgassen verläuft. Um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen, wurden diese Arbeiten ausschließlich an Wochenenden durchgeführt. Trotz ihrer beträchtlichen Größe fügt sich die neue Gesamtanlage harmonisch in das Alpenpanorama rund um Stans ein. Diese nun mehr als 16 000 Palettenstellplätze umfassende Logistikplattform soll den angestrebten weiteren Wachstumskurs von Darbo unterstützen und die Termintreue nochmals verbessern. Von erhöhter Lieferqualität profitieren neben dem österreichischen Markt auch wichtige Exportländer, wie etwa Deutschland, Italien, Russland und China, die allesamt auf die fruchtigen Delikatessen der Marke „Darbo“ setzen. Fotos: Kocher www.kocherregalbau.de www.darbo.com Anzeige INFORM GmbH Pascalstr. 35 52076 Aachen Tel.: +49 (0) 24 08 / 94 56 - 0 Fax.: +49 (0) 24 08 / 60 90 E-Mail: info@inform-software.com www.inform-software.de Messen Forum Automobillogistik 2019 05. – 06.02.2019 BMW Welt München LogiMAT 2019 19. – 21.02.2019 Halle 8, Stand D61, Messe Stuttgart transport logistic 04. – 07. 06.2019 Halle A3, Stand 306, Messe München Matthias Berlit Was haben Künstliche Intelligenz und Intralogistik miteinander zu tun? Matthias Berlit, Bereichsleiter Industrielogistik & Healthcare Management bei INFORM: In der Transportlogistik fallen enorme Datenmengen an, die mithilfe Künstlicher Intelligenz nutzbringend erfasst und verarbeitet werden können. Selbstlernende Algorithmen der neuesten Generation sind in der Lage, Muster in den anfallenden Daten zu erkennen, sodass etwa Planungsgrößen wie Transport- und Abladedauer oder Ausfallzeiten zuverlässig prognostiziert werden können. Sie können zudem selbstständig auf unerwartete Störungen reagieren und Gegenmaßnahmen veranlassen sowie fahrerlose Transportmittel steuern – wichtige Schritte hin zur vollständig integrierten Smart Factory mit automatisierter Supply Chain. Mit seinen Software-Lösungen begleitet INFORM Unternehmen auf diesem Weg. www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/12 31

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