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f+h fördern und heben 12/2019

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f+h fördern und heben 12/2019

FUH_Anzeige_KANN_Maschinenbau_90x60_2017_08.indd 1 14.12.2017 09:34:18 WEITERENTWICKELE VENTILE ALS BASIS PRÄZISER LENKUNGSSTEUERUNG Im Lenksystem der neuen Vierwege-Seitenstaplerbaureihe der Bulmor GmbH schafft ein weiterentwickeltes 7-fach- Ventilsystem der Ausführung CMA090 aus dem Hause Eaton in Verbindung mit einem DPS2-12-Differenzialdruckventil, die Grundlage für unterschiedliche Verbesserungen. So ließ sich gegenüber früheren Systemen die Stromaufnahme der Lenkung von 300 auf 150 A reduzieren. Alle vier Räder folgen unabhängig von den Lastbedingungen, verzögerungsfrei und ohne Abweichungen einem bestimmten Lenkalgorithmus. Die Durchflussregelung des CMA-Ventils wirkt sich dabei positiv auf die Lenkeigenschaften aus. www.eaton.com HF-BUSMODUS ERMÖGLICHT ANSCHLUSS VON 128 SCHREIB-LESE-KÖPFEN ARNOLD.indd 1 19.11.2019 15:03:22 Das RFID-Interface TBEN-L- RFID von Turck vereint das Handling und die schnelle Integration des kompakten TBEN-S-RFID mit der Robustheit der größeren TBEN-L-Bauform. Sein HF-Busmodus kann pro Port bis zu 32 HF-Schreib-Lese- Köpfe in Reihe anbinden. Vordefinierte Befehle und Betriebsmodi für die gängigsten Einsatzszenarien reduzieren den Programmieraufwand in der SPS. Neben dem HF-Busmodus beherrscht das RFID-Interface, das zur direkten Anbindung an Steuerungen über Profinet, Ethernet/IP oder Modbus TCP ausgelegt ist, Befehle wie Inventory für Singletag-Anwendungen. Zur Verfügung stellt das Interface neben vier RFID-Ports auch acht universelle I/Os zum Anschluss von z. B. Aktoren. Die Leistungsversorgung geschieht über 7/8-Zoll-, der Netzwerkanschluss über M12-Steckverbinder. www.turck.com NEUE KETTENZUG-GENERATION MIT ZAHLREICHEN VERBESSERUNGEN NACHHALTIGKEIT ALS ENTWICKLUNGSZIEL Im Sinne der Nachhaltigkeit logistischer Abläufe führte der Logistik- und Fulfillmentdienstleister Loxxess in Zusammenarbeit mit Vodafone im Sommer 2019 ein neues Mehrwegtransportbehälter-System (MWB) am Standort Bor nahe der tschechischen Grenze ein. Loxxess entwickelte das Behältersystem zusammen mit der Vodafone Kabel Deutschland GmbH (VKD) und KTP Solutions, einem Verpackungsspezialisten im Bereich Transportund Lagerlogistik. Der Dienstleister beschaffte 4 000 Behälter und investierte rund 500 000 Euro in die Lösung. Loxxess transportiert für die VKD unterschiedliche Geräte wie Modems sowie Set-Top-Boxen und konzipierte in diesem Zusammenhang faltbare Behälter für interne Lieferungen, Lagerung, Entsorgungssowie Retouren- und Reparaturtransporte. Die aus wiederverwertbaren Kunststoffen bestehenden Behälter sind auf Lasten bis zu 600 kg ausgelegt – ohne dabei ihre Form zu verlieren. Darüber hinaus können die Behälter für bis zu 60 Transportzyklen und damit bis zu neun Jahre eingesetzt werden. www.loxxess.com Die Athlo-chain-Kettenzüge der SWF Krantechnik GmbH sind für Tragfähigkeiten bis zu fünf Tonnen konzipiert. Der Hubmotor mit dem neuen Übersetzungsverhältnis von 4:1 und die neu designten Kühlrippen sorgen für eine bessere Kühlung. Eine neue Ausführung zur Betätigung der Endschalter lässt sich auch als Betriebsendschalter nutzen. Der neue Kettenspeicher sorgt für ein leichteres und geräuschärmeres Einlaufen der Kette und verhindert, dass sich die Kette aufbaut. Aufgrund der kompakten Bauweise und der neuen Aufhängeöse steht bei gleicher Aufhängehöhe mehr Hub zur Verfügung. Die auf Lebensdauer ausgelegte Bremse greift sofort, wenn sie nicht mehr unter Spannung steht. Der Durchmesser der Rutschkupplung wurde vergrößert und mit zusätzlichen Nuten versehen. Ein neuer Aufhängebügel erleichtert die Anbringung von manuellen und Elektrofahrwerken mit einem speziellen Sicherungsstift, für den kein Werkzeug benötigt wird. www.swfkrantechnik.com/de KANN MASCHINENBAU GmbH 24357 Fleckeby . Appeljord 3 Tel.: +49 (0)4354 – 306 . Fax.: +49 (0)4354 – 8439 info@kann.gmbh . www.kann.gmbh IHR PROFI FÜR VERLADETECHNIK 48 f+h 2019/12 www.foerdern-und-heben.de

MENSCHEN UND MÄRKTE LERNEN MUSS INTEGRALER BESTANDTEIL DER UNTERNEHMENS- KULTUR WERDEN KAROLA JAMNIG- STELLMACH Leiterin des Steinbeis Transferzentrum für Human Centered Leadership, Bremen In vielen Unternehmen ist das Lernen noch nicht in die Unternehmenskultur integriert. Wie läuft es gewöhnlich ab? Ein Mitarbeiter möchte sich in einem Bereich weiterbilden, spricht dies an, fragt nach Kostenübernahme und Freizeitausgleich. All dies wird ausgehandelt und genehmigt. Bei seiner Rückkehr wird der Mitarbeiter gefragt wie es war und er wird aufgefordert, bei Gelegenheit darüber zu berichten. Das war dann auch schon alles. Es gibt eher selten eine Routine, wie sich die Lernerfahrung und das neue Wissen den Kollegen mitteilen und auch sinnvoll einsetzen lässt. So wird die Eigeninitiative nicht anerkannt und das erarbeitete Wissen nicht vermittelt und angewandt. Dabei ist Lernen eine persönliche Leistung und Verantwortung, die von den Vorgesetzten Wertschätzung erfahren sollte. Im Alltag informieren sich Mitarbeiter notgedrungen eigenständig, gewinnen dabei Basiskenntnisse, die es ihnen erlauben, den Alltagsanforderungen zu genügen. Viele Menschen können aber nicht eigenständig lernen. Sie können Quellen nicht bewerten, Informationen nicht auf Relevanz und Richtigkeit prüfen. Ihre Bemühungen führen nicht zu vertieftem Wissen, zum Weiterdenken oder gar zu Innovationen. WIE LÄSST SICH EINE LERNFREUNDLICHE UNTERNEHMENSKULTUR SCHAFFEN? Indem Unternehmer ihre Rolle ernst nehmen, vorangehen und eine Weiterbildungsstrategie entwickeln. Wo wollen wir hin, welches Wissen brauchen wir an welcher Stelle im Unternehmen? Wer hat es und wer kann es vermitteln? Der Strategie folgt die Umsetzung mit internen und externen Angeboten, analog und digital. Und mit einem Weiterbildungsbudget für jeden Mitarbeiter, in dem der finanzielle und zeitliche Rahmen festgelegt werden. Fördern und fordern! Führungskräfte müssen Wege finden, das Wissen der Mitarbeiter zu erkennen und einzubinden. Das ist Wertschätzung und steigert die Motivation zur Weiterbildung. Sie können für ihre Projekte interdisziplinäre Teams bilden, um vorhandenes Wissen zu teilen. Warum ist es überhaupt erforderlich Wissen zu teilen? Nun: Das Wissen eines Einzelnen reicht heutzutage nicht mehr aus, um herausfordernde Aufgaben zu bewältigen und die Position des Unternehmens im Markt zu halten geschweige denn auszubauen. Die Wettbewerbsfähigkeit ist abhängig vom Wissen der Mitarbeiter auf allen Ebenen. Mitarbeiter erkennen ihre Wissenslücken, formulieren für sich selbst ein Lernziel, das sie mit ihrer Führungskraft abstimmen. Sie lernen eigenverantwortlich. Alle kalkulieren in jedem Projekt gemeinsame Lernzeit ein. Am Ende steht ein Rückblick auf das gemeinsam Gelernte. Das Ergebnis ist die Veränderung der Unternehmenskultur durch gemeinsames Lernen, durch Neugier und das Ausprobieren neuer Wege. Dabei entsteht ein positiver Teamgeist, ein Wir-Gefühl. Ergebnis ist auch die Stärkung der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. www.fuehrungsfrage.de | feedback@fuehrungsfrage.de Fotos: PhotoSG – stock.adobe.com, Karola Jamnig-Stellmach www.foerdern-und-heben.de f+h 2019/12 49

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