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f+h fördern und heben 3/2015

f+h fördern und heben 3/2015

VERLADETECHNIK Vertrauen

VERLADETECHNIK Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser Falschverladungen vorbeugen dank RFID-Technik Zeit ist Geld, so auch in der Logistik. Folglich kommt es auf effiziente Planung und einen reibungslos zügigen Transportablauf an. Die Ladebrücken mit integrierter RFID-Technologie der Hörmann KG, Steinhagen, sorgen für einen zuverlässigen und schnellen Beund Entladevorgang und beugen Falschverladungen vor. D ass das Thema RFID in der Verladetechnik nicht mehr Zukunftsmusik, sondern bereits etablierte Praxis ist, zeigt das Beispiel Wilms OHG in Melle. Sie ist u. a. als Logistikdienstleister und System integrator für RFID-Technologie bei der Felix Schoeller Gruppe, einem Papierhersteller in Osnabrück, tätig. Als Mitentwickler der Ladebrücken mit integrierter RFID-Technik, verfügt Wilms über zwei der mit der innovativen Technologie ausgestatteten Verladestellen in ihrem Logistic- Process- Center in Melle. Der Unterschied zu anderen Lösungen: Werden RFID-Antennen normalerweise in Form von Gates um das Verladetor installiert, befindet sich die RFID-Antenne bei Hörmann direkt unter der Ladebrücke – und damit in unmittelbarer Nähe zu dem an der Europalette platzierten Transponder. Durch den kurzen Abstand zwischen Antenne und Transponder können alle lieferscheinrelevanten Daten zuverlässiger ausgelesen und erfasst werden. Kommissionieren der Ware beim Lieferanten Zunächst wird die Ware beim Lieferanten kommissioniert. Dafür wird zunächst die auf der Palette transportierte Ware gescannt und in das Warenwirtschaftssystem übertragen. Anschließend muss der Transponder von dem System erfasst und zum Schluss die im Warenwirtschaftssystem eingegebenen Daten gespeichert werden. Nun kann der Beladevorgang beginnen. Der zuständige Mitarbeiter muss den relevanten Lieferschein im Warenwirtschaftssystem der Verladestation auswählen. Nachdem in dem System der richtige Lieferschein ausgewählt wurde, kann der Staplerfahrer die Palette in den Lkw verladen. Drei RFID-Antennen werden über Schlitze in die Hörmann-Ladebrücken integriert und befinden sich somit in unmittelbarer Nähe zu dem an der Palette angebrachten Transponder (Bild). Der Warenausgang wird automatisch von den

VERLADETECHNIK BUCHTIPP Ladebrücke mit RFID-Transponder Antennen in der Ladebrücke erfasst und mit dem ausgewählten Lieferschein im Warenwirtschaftssystem abgeglichen. Während des Abgleichs leuchtet eine gelbe Lampe. Ist der Abgleich erfolgt und die im System ausgewählten Daten stimmen mit denen der RFID-Antenne überein, leuchtet zusätzlich eine grüne Lampe. Sollten die von der RFID-Antenne in der Ladebrücke erfassten Daten nicht mit den im Warenwirtschaftssystem gemäß ausgewähltem Lieferschein angegebenen Daten übereinstimmen, also falsche Ware verladen werden, wird dies dem Personal über ein lautes Warnsignal und eine rote Lampe angezeigt. Bei vielen Transportgütern sind keine Gates rund um das Tor notwendig, um die verladene Ware zuverlässig zu erfassen. Nachdem die Ware gemäß dem angegebenen Lieferschein beladen wurde, ist der Beladevorgang beim Lieferanten abgeschlossen. Wareneingang beim Kunden Nach Ankunft beim Kunden, muss der zuständige Mitarbeiter an der Verladestation den relevanten Lieferschein auswählen. Dann ist das System bereit und die Entladung der Ware kann beginnen. Die Paletten können dann über die mit RFID-Antennen ausgestattete Ladebrücke entladen werden. Auch bei der Entladung werden die von der RFID-Antenne erfassten Daten mit denen gemäß Lieferschein im Warenwirtschaftssystem ausgewählten Daten abgeglichen und kontrolliert. Stimmt alles überein, leuchtet die grüne Lampe. Der Entladevorgang beim Kunden ist abgeschlossen. Das manuelle Erfassen und Kontrollieren der Ware durch einen Mitarbeiter ist nicht mehr notwendig. Durch die platzsparende Lösung der in die Ladebrücke integrierten RFID-Antennen, kann der Raum rund um das Tor genutzt werden und die Antennen sind vor Beschädigungen mit Flurförderzeugen geschützt. Praxistests „Um sicherzustellen, dass die Ladebrücken mit integrierter RFID-Technik die Waren des Kunden zuverlässig erkennen, überprüfen wir in einer Testphase die Kompatibilität unserer Technik mit der Art der zu bewegenden Ware und dem eingesetzten Transpondersystem des Kunden“, erklärt Rüdiger Bierhenke, Verkaufsleiter Industrie bei Hörmann. „Nachdem diese Punkte in einem Beratungsgespräch geklärt wurden, wird der Test gemeinsam mit dem Kunden bei der Firma Wilms durchgeführt. Wir simulieren die Kundensituation mit dessen Waren und Paletten und eruieren, ob die Erfassung zuverlässig funktioniert“, so Bierhenke. Der Hersteller proklamiert derzeit eine Erfassungshöhe von 1,8 m und eine Erfassungsbreite von 2,4 m, in diesem Raum sollen die Daten zuverlässig ausgelesen werden. Nach einer solchen Testphase folgt auf Empfehlung der Firma Wilms für eine mögliche RFID-Systemintegration eine Kostenkalkulation für den Kunden. Die Kosten hängen von der Art der zu bewegenden Waren, deren Verpackungen und dem eingesetzten Transpondersystem ab. Bierhenke ist sich sicher, dass es Hörmann mithilfe der Simulation in dem Testzentrum bei der Firma Wilms gelingen wird, Kunden von der Technik zu überzeugen. „Der Kunde kann sich anhand des Testzentrums ein genaues Bild von den Vorteilen der intelligenten Ladebrücke machen und kann sicher sein, dass das System nach Einbau zuverlässig arbeitet.“ Fotos: Hörmann www.hoermann.com Dieses Buch erleichtert durch eine möglichst anschauliche und anwendungsorientierte Darstellung der Zusammenhänge dem Leser den Zugang zu dem interessanten Fachgebiet der elektrohydraulischen Antriebe und Steuerungen, ohne allerdings auf die notwendigen physikalischen und mathematischen Grundlagen zu verzichten. Grundlagen elektrohydraulischer Antriebe und Steuerungen von Prof. Dr.-Ing. Siegfried Helduser 380 Seiten, zahlreiche Abbildungen, broschiert, ISBN 978-3-7830-0387-1 € 32,- (zzgl. Versandkosten) Online-Shop unter www.engineering-news.net Bitte bestellen Sie bei: Vereinigte Fachverlage GmbH Vertrieb . Postfach 10 04 65 . 55135 Mainz Telefon: 06131/992-0 Telefax: 06131/992-100 E-Mail: vertrieb@vfmz.de f+h 3/2015 37 OUP_Buch_elektrohydraulische_Antriebe_60x265_2015_01.indd 21.01.20151 07:37:25

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