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f+h fördern und heben 3/2015

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KURZ NOTIERT Liebherr

KURZ NOTIERT Liebherr liefert Hafenmobilkrane an Katoen Natie Inconso vereinbart strategische Zusammenarbeit mit Rudolph Logistik Gruppe einen Monat später betriebsbereit. Aufgrund dieser Investition kann der Betreiber nun auch Güter mit einem Gewicht von bis zu 416 Tonnen sicher bewegen. www.liebherr.com Im Januar 2015 feierten die beiden familiengeführten Unternehmen Katoen Natie und Liebherr die Übergabe der stärksten Liebherr- Hafenmobilkrane in Antwerpen. Katoen Natie bestellte 2014 zwei Hafenmobilkrane vom Typ LHM 600 mit einer maximalen Hubkapazität von 208 Tonnen und einer Ausladung von bis zu 58 Metern. Der erste LHM 600 wurde im November 2014 voll aufgebaut geliefert. Der zweite Kran war SSI Schäfer baut Distributionszentrum für Dafgårds Das Unternehmen Dafgårds hat SSI Schäfer, Giebelstadt, mit dem Bau eines Tiefkühl-Distributionszentrums in Källby/ Schweden beauftragt. Mit der Investition reagiert der Produzent von Fertigmahlzeiten auf das Wachstum der vergangenen Jahre. Die Intralogistik konnte mit dem wirtschaftlichen Erfolg nicht Schritt halten, sodass zu bestimmten Zeiten externe Lagerkapazitäten zur Bevorratung der Produkte herangezogen werden mussten. Die rd. 30 000 Palettenstellplätze des neuen Tiefkühllagers werden von sechs Regalfahrzeugen des Typs Exyz bedient. Im Liefer- und Leistungsumfang von SSI Schäfer ist darüber hinaus u. a. ein neuer Verteilbereich sowie die Software Wamas enthalten. Die Fertigstellung des Tiefkühllagers ist auf Dezember 2015 terminiert. www.ssi-schaefer.de Anzeige Verschiebewagen 1,0 bis 30 Tonnen Transportgewicht www.herrmannhieber.de Hermann+Hieber-1.indd 1 13.01.2015 14:41:41 Zur Steuerung und Unterstützung der logistischen Prozesse in den einzelnen Geschäftsfeldern setzt die Rudolph Logistik Gruppe mit Hauptsitz in Baunatal ab sofort auf die Produkte der Inconso AG, Bad Nauheim. Am Standort Wallersdorf ist Inconso WMS Automotive bereits in Betrieb und steuert die „Just in Time“-Belieferung. Vor allem der Leistungsumfang der Lösungen sowie die Möglichkeiten zur Prozesssteuerung haben diese Entscheidung beeinflusst. www.inconso.de Viastore baut Kundenbetreuung aus Um die Betreuung von Kundenanlagen und Softwaresystemen weltweit weiter zu optimieren und auszubauen, hat die Viastore Systems GmbH, Stuttgart, mit Michael Bois (Bild) einen weiteren ausgewiesenen Serviceexperten an Bord geholt. Bois leitete zuvor u. a. das internationale Servicegeschäft der MTU Onsite Energy GmbH in Augsburg. Die zentrale Aufgabe des Diplom-Ingenieurs der Fachrichtung Elektrotechnik wird sein, das After-Sales-Geschäft des Anbieters von schlüsselfertigen Intralogistik-Anlagen gruppenweit weiter auszubauen. Roland Lachenmaier wird sich mit seinem Team weiterhin um die Kunden des Unternehmens in Deutschland kümmern. www.viastore.com TSC und Datalogic gehen Vertriebsallianz ein Die TSC Auto ID Technology EMEA GmbH aus Zorneding verzahnt ihre Vertriebsaktivitäten in der Region EMEA mit Datalogic, Bologna/Italien. Beide Unternehmen erhoffen sich durch die Bündelung Synergieeffekte und die Erschließung neuer Absatzchancen. TSC Auto ID gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Thermodirekt- und -transferdruckern. Datalogic entwickelt Barcodescanner, mobile Datenerfassungs-Terminals, Sensoren sowie Bildverarbeitungs- und Lasermarkierungssysteme und liefert als Komplettanbieter Lösungen für z. B. die Produktion, den Einzelhandel und die Logistik. www.tscprinters.com 1 000ster Hyster-Reachstacker lief vom Band Vor kurzem lief im Werk Nijmegen/Niederlande der Nacco Materials Handling Group, Inc. (NMHG), der 1 000. Reachstacker der Marke Hyster vom Band. Der Jubiläumsstapler geht an die PCH Packing Center Hamburg GmbH. Der Stapler ist einer von drei Reachstackern des Typs RS46-36CH, die bei dem Betreiber im Hamburger Hafen für den Transport und die Stapelung von Containern in 1., 2. und 3. Reihe zum Einsatz kommen werden. www.hyster.com 8 f+h 3/2015 Westphalen+Kann.indd 1 17.10.2012 10:40:04

AKTUELLES Risiko einer Regalreparatur vermeiden Im rauen Lageralltag kommt es schnell zu kleinen Unfällen. Selbst eine kleine Beule an einer Regalstütze führt durch die Ausbildung kleiner Mikrorisse im Metall zu einer dauerhaften Beschädigung des Regals. Die Instandsetzung von Regalanlagen unter Last stellt jedoch ein erhebliches Gefahrenpotenzial dar, das schnell zu einer lebensbedrohlichen Gefahr im Unternehmen werden kann. Aus diesem Grund erschien im Februar 2015 eine Empfehlung des Verbandes für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen e. V. zum Thema Risiko einer Reparatur. Das Positionspapier besagt, dass generell Reparaturen oder Instandsetzungen von Teilen unter Last nicht erlaubt sind. Das Leerräumen des Regals ist daher auf jeden Fall erforderlich. Prof. Dr.-Ing. Dieter Ungermann vom Lehrstuhl Stahl der TU Dortmund bezieht wie folgt Stellung: „Wesentlich ist, dass das Tragwerk nach der Reparatur wieder die ursprünglich festgelegte Trag- und Gebrauchssicherheit aufweist. Dies ist stets gegeben, wenn das beschädigte Bauteil durch eine Originalbauteil ausgetauscht wird und während des Austausches eine Entlastung des betroffenen Regalbereichs durchgeführt wird.“ Uwe Reimuth vom Deutschen Institut für Bautechnik fügt hinzu: „Reparatur- respektive. Austauscharbeiten von Querstreben am Regal könne nur in spannungs- beziehungsweise lastfreien Zustand der Schadenstelle erfolgen. Ein Versagen des beschädigten Regals kann zeitversetzt stattfinden. Das Ladegut oberhalb der Schadensstelle kann im Fall des Einsturzes Lebensgefahr für den Monteur an der Schadenstelle bedeuten.“ Der vermeintliche Vorteil einer Reparatur ohne die Verwendung von Originalteilen durch den Hersteller tritt in den Hintergrund, wenn man die langfristigen Risiken dieser Maßnahme betrachtet. Laut Verband sind folgende Punkte zu beachten: Eine Nachweisführung der statischen Auslegung ohne statische Neuberechnung durch einen Sachverständigen ist in aller Regel nur durch den Hersteller möglich. Die Nachhaltigkeit der Berechnung ist i. d. R. nur durch den Hersteller möglich. Es gibt keine Pauschalität der statischen Berechnungsergebnisse ebenso wie die des Schadensfalls. Eine Reparatur ohne die Verwendung von Originalersatzteilen entspricht nicht dem Stand der Technik mit den damit verbundenen Haftungsrisiken. Diese Aussagen werden durch die geltenden Normen DIN EN 15635, Abschnitt 9.7.3. Originalteile und DIN EN 15512 statische Bemessung bestätigt. Der Verband schreibt: „Argumente, die z. B. einen unterbrechungsfreien Arbeitsablauf oder vermeintlichen Kostenvorteil hervorheben, sind nachrangig gegenüber der Verwendung von Originalbauteilen. Nur dadurch sind die Risiken verringert und die Störungsfreiheit und Langlebigkeit der Regalanlage garantiert – fachgerechte Ausführung vorausgesetzt. Nur unter der Beachtung der technischen Normen und des Standes der Technik wird auch der Verantwortliche in Bezug auf sie persönliche Haftung seiner Verantwortung gerecht. Eine Nichtbeachtung geltender Normen und des Standes der Technik indiziert im Schadensfall eine Verletzung der Arbeits sicherheit und gefährdet den Arbeitsschutz.“ Text/Foto: Petra Gottwald www.verband-lb.de f+h 3/2015 9

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