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f+h fördern und heben 3/2016

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KRANE UND HEBEZEUGE

KRANE UND HEBEZEUGE Lasten ohne Strapazen handhaben Aluminium-Kransysteme ermöglichen hohen Güterumschlag bei geringem Kraftaufwand Den Markt für Krane haben lange Zeit vor allem die Hersteller von Stahl-Kransystemen zum Transport von schweren Lasten bis zu mehreren Tonnen dominiert. Allerdings ist in den vergangenen Jahren der Bedarf an maßgeschneiderten Systemen für die Hand habung kleinerer Lasten unter einer Tonne dynamisch angestiegen. In diesem Segment sind handgeführte, ergonomische Systeme gefordert. D ie Handhabung von Gütern im unteren Traglastbereich findet in nahezu allen Logistikprozessen statt. So werden in Lagerhallen und Versandhäusern vorwiegend Waren und Güter unter einer Tonne bewegt. Dementsprechend vielfältig sind hier die Anwendungsbereiche für Leichtkransysteme. Darüber hinaus ist die stetig wachsende Logistikbranche – geprägt von stei­ gendem Lieferdruck − auch ein wichtiger Technologietreiber für leichtgängige Kransysteme, die einen möglichst belastungsarmen, schnellen Lastenumschlag ermöglichen sollen. Überlastungs- und Verschleißrisiko senken Der Vakuum- und Handhabungstechnikspezialist J. Schmalz GmbH, Glatten präsentierte bereits 2006 ein ausgereiftes System von ergonomischen Leichtkrananlagen aus Aluminium. Das Unternehmen verzeichnet in diesem Segment ein kontinuierliches Wachstum. „Wir decken mit unseren Lösungen alle Bereiche ab. Großes Potenzial für Aluminium-Kransysteme sehen wir zum Beispiel in der Automobilbranche, die als Vorreiter bei der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen gilt“, so Klaus-Dieter Schwabenthan, Leiter Geschäftsentwicklung und Lieferprozess Vakuum-Handhabungssysteme bei Schmalz. Ergonomieaspekte werden für Mitarbeiter wie Unternehmen immer wichtiger. Denn die demografische Entwicklung in vielen Industrieländern ist geprägt von steigender Lebenserwartung einerseits und sinkenden Geburtenraten andererseits − mit gravierenden Folgen für die Arbeitswelt: Das Durchschnittsalter von Arbeitnehmern steigt weiter an. Gleichzeitig wird es für Unternehmen immer schwieriger, geeignete Nachwuchskräfte zu finden. Diese strukturellen Veränderungen erfordern ein Umdenken. Immer wichtiger werden die Themen Ergonomie und Gesundheitsschutz. Vor allem an Arbeitsplätzen in der Logistik mit schnellen und häufigen Warenumschlägen ist das Personal hohen Belastungen ausgesetzt. Aus diesen Gründen müssen diese Arbeits plätze gesundheitsschonend gestaltet sein, sodass Arbeitnehmer dauerhaft in der Lage sind, ihre Tätigkeit ohne Beeinträchtigung und effizient auszuüben. Krane i. Allg. und Krane aus Aluminium im Speziellen können einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Personals leisten. Dabei steht nicht die maximale Tragfähigkeit der Krananlage im Vordergrund, sondern vielmehr eine an die Handhabungsaufgabe angepasste Trag fähigkeit. „Kunden verlangen von Kranherstellern heute Lösungen, die individuell für ihre räumlichen Gegebenheiten und Anwendungen maßgeschneidert sind“, so Schwabenthan. In diesem Kontext seien Aluminium-Krane prädestiniert, denn sie sind leicht zu bedienen und dennoch robust und einfach im Hand­ 32 f+h 3/2016

KRANE UND HEBEZEUGE ling. „Der Kraftaufwand zum Verfahren der Last ist bei Aluminium-Kranen nur etwa halb so hoch wie bei vergleichbaren Systemen aus Stahl. Diese Leichtgängigkeit erreichen wir durch eine optimale Masse-Traglast- Relation.“ Profiloptimierung eröffnet breites Einsatzspektrum Um die Ergonomie ihrer Anlagen weiter zu optimieren, haben die Kranexperten aus Glatten einzelne Krankomponenten genau untersucht. Zunächst wurde der Transporthänger unter die Lupe genommen. „Die Geometrie war bisher hauptsächlich fertigungstechnisch bestimmt und schrieb einen Rollendurchmesser von 50 Millimeter vor. Wir haben das Design geändert und können jetzt breitere Rollen mit einem größeren Mithilfe des modularen Systems lassen sich individuelle Kranlösungen flexibel und kostengünstig umsetzen Klaus-Dieter Schwabenthan, Leiter Geschäftsentwicklung und Lieferprozess Vakuum-Handhabungssysteme bei Schmalz Durchmesser einsetzen“, erklärt Schwabenthan. „Dadurch lassen sich Lasten einfacher in Bewegung bringen – Fachleute sprechen von einer geringeren Losbrechkraft. Auch das Verfahren der Last ist leichter geworden.“ Schwabenthan vergleicht dies mit Fahrrädern: „Ein Rad mit 28-Zoll-Bereifung lässt sich kräftesparender fahren als ein 24-Zoll- Rad. Dies reduziert zusätzlich den Verschleiß, weil die Laufleistung pro Rad geringer ist.“ Schmalz hat nach intensiven Tests auch das Aluminium-Profil seiner Anlagen verändert (Bild). Die neue Variante ist durch eine vertikale Abstützung in der oberen Hohlkammer belastbarer geworden. Sie nimmt vertikale Kräfte nach unten wie nach oben besser auf und biegt sich weniger durch. Dadurch ergeben sich nicht nur Vorteile in Anwendungen mit hohen vertikalen Kräften wie bei Manipulatoren für Montagearbeiten im Automobilbau. Aufgrund der höheren Biegesteifigkeit der optimierten Aluminiumprofile lässt sich in vielen Anwendungsfällen auch eine kleinere Profilvariante einsetzen oder die Distanz zwischen den Aufhängungen vergrößern. Zudem ermöglicht das modulare Deckenabhängungssystem der Das optimierte Design der Aluminium-Profile ermöglicht eine höhere Lastaufnahme respektive kleineren Profilquerschnitt Aluminium-Krananlagen die problemlose Anbindung der Leichtkransysteme an bestehende Gebäudestrukturen. Aufgrund der Konzeption der Aluminium- Kransysteme im flexiblen Baukastensystem eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten zur Umsetzung individueller Anforderungen beim Lastentransport. Aus Sicht des Herstellers gute Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum im Markt für Leichtkransysteme. Fotos: J. Schmalz www.schmalz.com IMPRESSUM Materialfluss, Warenwirtschaft und Logistik-Management fördern und heben erscheint 2016 im 66. Jahrgang, ISSN 0341-2636 Herausgeber Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We) Tel. 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de Redaktion Chefredakteur: Holger Seybold, Tel.: 06131/992-254, Fax: 06131/992-340, E-Mail: h.seybold@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteure: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB), Tel. 06131/992-321, E-Mail: w.bauer@vfmz.de Dipl.-Ing. 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