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f+h fördern und heben 3/2018

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f+h fördern und heben 3/2018

F+H EXTRA

F+H EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU 02 Gesamtgewicht pro Warentransport.“ Ausgestattet mit einem Regal aufsatzmodul bewältige der MiR200 diese Traglast völlig stabil und sicher. Ein weiterer wichtiger Punkt für Hess und sein Team war die einfache Implementierung des mobilen Helfers in die bestehende Fertigung. Chuck Grossmann, Ingenieur bei Argon Medical Devices, war beim Einrichten der FTS-Anlage beteiligt. Er erwartete zunächst eine komplexe Software hinter dem Flurförderzeug, war aber schnell vom Gegenteil überzeugt: „Als es darum ging, dem Fahrzeug erste Wege ‚beizubringen‘, haben wir es bloß über unser WLAN mit einem mobilen Endgerät gekoppelt und schon ging’s los. Mithilfe der intuitiven Bedienoberfläche konnten wir sehen, wo sich der MiR200 im Gebäude befindet. Und dann haben wir ganz einfach erste Haltestellen für ihn festlegt.“ Aufgrund der intelligenten Sensortechnologie und Software navigieren die mobilen Geräte selbstständig und sicher. Mit jedem Einsatz erstellt das Fahrzeug eine Art internes Weltbild, womit es sein Verhalten den Anforderungen und Problemstellungen seiner Umwelt anpasst. Damit benötigen die Fahrzeuge keine physisch angebrachten Schienen oder Linien, um sich fortzubewegen. 02 Für die Mitarbeiter von Argon Medical Devices ist der Roboterkollege längst schon ein selbstverständlicher Teil der Belegschaft 03 Verbunden über das WLAN im Gebäude, lässt sich das Flurförderzeug über Tablet-PCs bedienen MITARBEITER VON TRANSPORTAUFGABEN ENTLASTET Eine Woche nach der Anlieferung erledigte der mobile Helfer bereits erste Botengänge im Werk. Die Entlastung für die Mitarbeiter war sofort spürbar. Im Lager kann sich das Personal wieder ganz auf das Zusammenstellen der Materialien für die einzelnen Fertigungsaufträge der Produktion konzentrieren. Denn im letzten Arbeitsschritt übernimmt der Kollege Roboter den Transport, wodurch das zeitintensive Schieben von einzelnen Wagen durch die Werkshalle entfällt. Auch herumstehende Stapel an Rohmaterialien gehören damit der Vergangenheit an. Jim Miller, Lagerleiter bei Argon Medical Devices, erklärt: „Seit wir den MiR200 haben, arbeiten wir auftragsbezogen für die einzelnen Abteilungen und so spürbar effizienter. Dadurch ist unsere Produktivität drastisch gestiegen.“ Gleichzeitig können die Mitarbeiter im Reinraum fortan kontinuierlich an den Produktionslinien tätig sein. Wenn die Spritzgussabteilung z. B. ein Teil fertig hat und dieses ins Lager gebracht werden muss, rufen sie den mobilen Roboter. Warteschlangen und Sammelvorgänge gehören der Vergangenheit an. Auch das Be- und Entladen der ergonomisch günstigen Ladefläche des FTF fällt den Mitarbeitern leichter, als das früher notwendige Heben schwerer Behälter auf Bodenhöhe. Insgesamt setzt Argon Medical Devices seine qualifizierten Fachkräfte so weniger für belastende Warentransporte und mehr für anspruchsvollere Aufgaben ein. Hess: „Durch den MiR200 haben wir Personalressourcen einer ganzen Vollzeitkraft freigesetzt und mehr Kapazitäten für wertschöpfende Tätigkeiten geschaffen.“ ERHÖHEN SIE IHREN DURCHSATZ MIT DEM NEUEN IPS 200i www.leuze.de LogiMAT 2018, Halle 7, Stand A61 Leuze-electronic.indd 1 31.01.2018 08:55:42 22 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

Besuchen Sie uns! LogiMAT, Stuttgart 13. - 15. März 2018 Halle 5, Stand A41 03 Die Mitarbeiter schätzen nicht nur die Befreiung von den monotonen Transportaufgaben durch die mobile Technologie, sondern ebenso ihre einfache Handhabung. Die Bedienung der Flurförderzeuge geschieht über Tablet-PCs. Grossmann erklärt: „Das Hinzufügen von neuen Haltestellen funktioniert damit problemlos und neue Botengänge lassen sich jederzeit schnell und einfach programmieren.“ Für ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Mensch und Maschine sorge schließlich die Sensortechnologie. Kreuzen Mitarbeiter den Weg des automatisierten Fahrzeugs oder sind Paletten unvorhersehbare Hindernisse, können die autonomen Helfer in Echtzeit ausweichen oder notfalls stoppen. „Anfangs reagierten die Mitarbeiter zögerlich, doch nun gehen sie neben dem MiR-Roboter her, als wäre er ein weiterer Kollege in der Halle. Der MiR200 gehört jetzt zur Familie“, erzählt Hess lachend. ZUKUNFTSPLÄNE Nur wenige Monate nach der Implementierung des MiR200 erwägt der Betreiber bereits die Anschaffung eines zweiten Fahrzeugs sowie den Einsatz der Flottenmanagementsoftware MiR- Fleet. „Häufig ist der mobile Kollege noch mit einem Transport beschäftigt, wenn ihn längst die nächste Abteilung ordert. In der Folge stehen üblicherweise vier oder fünf Botengänge beim MiR200 in der Warteliste. Daher werden wir einen zweiten Roboter in naher Zukunft unbedingt benötigen“, berichtet Hess, der darüber hinaus auch mit Kollegen aus dem texanischen Werk von Argon Medical Devices über dortige Automatisierungsvorhaben Gespräche führt: „Der Produktionsstandort in Texas ist größer und allein 25 Lagermitarbeiter sind nur für den Materialfluss zuständig. Die MiR-Roboter könnten ihnen eine große Hilfe sein.“ Die Effizienz im Materialfluss soll damit flächendeckend und stetig gesteigert werden – um damit dem Wettbewerb immer einen mobilen Schritt voraus zu sein. Fotos: MiR MANCHE DENKEN, FEHLZU- STELLUNGEN SEIEN UNVER- MEIDBAR. WIR DENKEN ANDERS. Ein Distributionszentrum effizient zu betreiben hat eine große Bedeutung für die Profitabilität und die Kundenzufriedenheit. Viele führende Anbieter setzen daher auf Sortiersysteme von BEUMER als Kernstück der Supply Chain. Dank des umfassenden Know-hows von Betriebsabläufen und deren Analyse bietet die BEUMER Group hoch automatisierte Materialflusssysteme, die sich nahtlos in Ihre Prozesse integrieren. Mit hoher Geschwindigkeit, Kapazität und Genauigkeit macht unsere Technik den entscheidenden Unterschied – für Ihre Kunden, Ihre Marke und Ihr Ergebnis. Erfahren Sie mehr und besuchen Sie www.beumergroup.com www.mobile-industrial-robots.com/de

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