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f+h fördern und heben 3/2018

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f+h fördern und heben 3/2018

MENSCHEN UND MÄRKTE

MENSCHEN UND MÄRKTE AUGE IN AUGE Mit der Digitalisierung steigt auch der Komplexitätsgrad intralogistischer Systeme und Anlagen. Warum ist das so und wäre es nicht sinnvoller, die Komplexität zu reduzieren und damit auch dem Betreiber den Logistik-Alltag zu erleichtern? Gebhardt: Es stimmt, dass die Komplexität „unter der Haube“ zunimmt. Das ist jedoch kein Phänomen was auf die Intralogistik beschränkt ist. Unsere Küchenmaschine zu Hause kommuniziert über WLAN mit einem IoT-System des Herstellers. Das war vor vielen Jahren noch undenkbar und zeigt aber einen allgemeinen Trend bei fast allen technischen Produkten, egal ob in der Industrie oder im privaten Bereich. Wichtig ist jedoch, dass der Anwender diese Komplexität nicht spürt. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf die Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, die die tägliche Arbeit erleichtern. Die angesprochene Komplexität, was den technischen Aufbau betrifft, schafft aber auch die Voraussetzungen dafür, Anlagen viel besser kennenzulernen als früher. Aus den gewonnenen Daten lassen sich vielfältige Optimierungen anstoßen, angefangen bei der Wartung, bis hin zur auslastungsoptimierten Steuerung des Gesamtsystems. Große Beachtung im Kontext mit der Digitalisierung und der damit verbundenen Transparenz der Information und Vernetzung hat mittlerweile das Thema Datensicherheit. Wo sehen Sie die größten Bedrohungen für die Sicherheit der Daten? Gebhardt: Die Bedrohungen sind hauptsächlich dieselben, mit denen jedes Unternehmen schon heute täglich konfrontiert wird. Das Drohpotenzial ist selbstverständlich ungemein höher, je mehr die eigenen Prozesse digitalisiert sind und man von deren Stabilität und Funktionssicherheit abhängt. Daher sollte man alle Maßnahmen ergreifen, um das technisch und betriebswirtschaftlich Mögliche zu tun, um die eigene IT- Infrastruktur abzusichern. Ein wichtiger Faktor dabei ist auch die Schulung der eigenen Mitarbeiter, da oftmals durch Unachtsamkeiten Fehler passieren, die man technisch kaum abfangen kann. Was muss die Intralogistik über alles betrachtet tun, damit die Digitalisierung und das Internet der Dinge auch wirksam werden? Gebhardt: Für uns ist, wie anfangs erwähnt, wichtig, dass die Digitalisierung nicht nur die Software im Lager betrifft, sondern alle Komponenten bis hin zum einzelnen Förderer. Hier sehe ich auch den Vorteil unserer großen, eigenen Wertschöpfung. Wir können ein System anbieten, welches eine durchgängige Digitalisierung vom Warehouse-Management-System bis hin zum Sensor an einem einzelnen Gerät bietet und aufeinander abgestimmt ist. Die Digitalisierung sollte aber nicht an der Hallenwand aufhören. Deshalb bietet unsere Cloud-Plattform die Möglichkeit, die Daten in übergreifenden Geschäftsnetzwerken zu nutzen. So kann der Anwender das volle Potenzial der Digitalisierung ausschöpfen. Welche Empfehlungen geben Sie mittelständischen Unternehmen bei der Realisierung einer Intralogistik 4.0? Gebhardt: Wir sind selbst ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen. Für uns spielt die Digitalisierung nicht nur für unsere eigenen Produkte eine große Rolle. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung auch in unseren eigenen Prozessen ausgiebig nutzen. Dazu haben wir schon vor einigen Jahren damit begonnen, unsere Prozesslandschaft auf den Prüfstand zu stellen und für die Zukunft fit zu machen. So haben wir zum Beispiel Produktionsmaschinen vernetzt oder Cloud-Software eingeführt und stets darauf geachtet, uns keine Wege für die Zukunft zu verbauen. Offene Schnittstellen sind in Zeiten von Industrie 4.0 und IoT entscheidend. Von diesen Erfahrungen aus der Praxis profitieren unsere Kunden und wir kennen viele Stolpersteine, die einem als mittelständisches Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung begegnen. Dabei darf man aber die Kultur des Unternehmens nicht vernachlässigen und die Mitarbeiter mitnehmen. Wichtig ist, einen Prozess zu identifizieren, bei dem man schnell die Vorteile und Nutzen demonstrieren kann und der als Ausgangspunkt für die weitere Digitalisierung dient. Dazu bietet sich oftmals vor allem die Logistik an. Wir begleiten unsere Kunden auf diesem Weg und zeigen die Möglichkeiten auf. Vielen Dank für das Gespräch Die Netzwerkkonnektivität zwischen den Systemen und Maschinen zum Austausch von Daten und Informationen in Echtzeit, ist der Schlüssel für zukünftigen Erfolg Frank Apel 40 f+h 2018/03 www.foerdern-und-heben.de

LOGIMAT-VORSCHAU KIPPBEHÄLTER MIT NIEDRIGER BAUHÖHE Die Mini-Kippbehälter der Bauer GmbH zeichnen sich durch ihre niedrige Bauhöhe aus und sind somit gut geeignet für den Einsatz unter Maschinen. Als Späneausführung sind diese in der spanabhebenden Fertigung für die Sammlung und Trennung von Flüssigkeiten und Spänen einsetzbar. Verfügbar sind die Mini-Kipper in verschiedenen Größen, mit unterschiedlichen Kippmechanismen sowie optional mit Rollen und Deckel. Des Weiteren ist im Bild der Kippbehälter vom Typ 4A zu sehen. Um den Abrollmechanismus des Anbaugeräts für Gabelstapler auszulösen, hat der Behälter drei Entriegelungspunkte. Der Staplerfahrer kann ALL-IN-ONE-SCHUTZ Wo Flurförderzeuge und Personen in der Intralogistik gleichzeitig arbeiten, wird an die Sicherheit von Mitarbeitern hohe Ansprüche gestellt. Die Produkterweiterungen der Elokon GmbH kombinieren Einzelprodukte zu einer intelligenten All-in-One-Lösung. So wurden die Verifizierungs- und stationäre Einheit des Assistenzsystems Eloshield mit einer Reihe von Funktionalitäten verstärkt. Grundsätzlich wirkt das Produkt wie ein Schutzschild, das automatisch erkennt, wenn z. B. eine Person in den Gefahrenbereich eines Flurförderzeugs gerät. Das System kann ebenfalls zur Kollisionsvermeidung zwischen Gabelstaplern eingesetzt werden oder – in stationärer Ausführung – zur Überwachung von Gefahrenbereichen, etwa in Kreuzungsbereichen mit hohem innerbetrieblichen Verkehrsaufkommen. www.elokon.de Halle 10, Stand G21 Weltpremiere auf der LogiMAT vom 13. bis 15.03.18, Halle 7, Stand-Nr. C61 Halle 9, Stand A31 am Containerrand den Behälter entriegeln. Durch die verschiedenen Positionen der Entriegelungspunkte wird ein Abkippen in verschiedene Tiefen des Containers ermöglicht. Dabei gewährleistet der Abrollmechanismus und der günstige Lastschwerpunkt eine leichte und vollständige Kippbewegung. Beim Zurücksetzen des Gabelstaplers rastet der Kippbehälter wieder in die Ursprungsstellung ein. Neben den drei automatischen Entriegelungspunkten hat das Anbaugerät noch eine automatische Sicherung gegen unbeabsichtigtes Abrutschen von den Gabelzinken. Beim Einfahren und Anheben der Gabelzinken in die dafür vorgesehenen Einfahrtaschen werden diese automatisch gesichert. www.bauer-suedlohn.com DIE NEUE BENCHMARK IN DER HEBETECHNIK IN 30 SEKUNDEN AUF IHREM SCHREIBTISCH Erleben Sie den neuen Mini in Augmented Reality! Einfach die App AiR-hoists downloaden und diese Anzeige scannen. Oder: newgreatmini.com der direkte weg ZUM E-PAPER: www.engineering-news.net www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/01-02 41

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