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f+h fördern und heben 3/2019

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f+h fördern und heben 3/2019

Foto: Viastore Lösungen

Foto: Viastore Lösungen in der Intralogistik produzieren eine Vielzahl an Daten, die es effizient und zielgerichtet zu analysieren gilt. Eine reine Datenverarbeitung wird sicherlich zu kurz greifen. Wenn Sie vor diesem Hintergrund von Digitalisierung sprechen, welche Zielsetzung verfolgen Sie? Bernd von Rosenberger: Zunächst möchten wir jedem unserer Kunden ermöglichen, auf einfache Weise seine Sensor-Daten der Analyse zuzuführen. Mit einem breiten Portfolio an Sensor Integration Machines (SIM) von Sick, schaffen wir es, große Datenmengen einfach in eine beliebige Cloud oder „on premises“ in einer Rechnerfarm abzuspeichern und gleichzeitig die SPS weiter mit Daten zu versorgen. Sofern die Daten an anderer Stelle, etwa von einem Partner, eingesehen und bearbeitet werden sollen, so gestattet unser Connector zum Industrial Integrationspace eine sichere Übertragung und authentisierte Datennutzung in der Supply Chain. Nach der Analyse von großen Datenmengen im Rechenzentrum – durch ein Analytics-Tool unserer Experten oder denen des Kunden – lässt sich die schlussfolgernde Erkenntnis beziehungsweise der Algorithmus in einer Sensor-App entweder auf dem Sensor oder dem Edge-Device unserer Sensor Integration Machine einspielen, wo diese dann vor Ort wieder ihren Dienst verrichten. Schnell, robust und verlässlich, wie wir es von Sensoren seit Jahren gewohnt sind. Wir glauben, das ist intelligent. Elmar Büchler: Am Beispiel eines Sensors lässt sich die Situation umreißen. Ein klassischer, schaltender Sensor generiert üblicherweise eine Datenmenge von ein Bit in einer sehr hohen zeitlichen Auflösung. Entscheidend ist die Zykluszeit der Steuerung, also wie oft diese Werte, etwa alle zehn Millisekunden, aus dem Eingangsspeicher eingelesen werden. Der größte Teil der Daten in der Automatisierung bleibt ungespeichert: Sensordaten werden maximal für Sekunden gepuffert bis das Steuerungsprogramm diese verwertet. Danach sind diese Daten nicht mehr existent. Moderne Sensoren mit einer digitalen Schnittstelle wie IO-Link stellen im Vergleich dazu eine deutlich höhere Datenmenge bereit, etwa diverse Prozesssignale, Diagnoseinformationen und Einstell- Parameter. Je nach Gerät werden mehr als das 100-fache an Daten geliefert. Zudem bieten etwa IO-Link-Komponenten zumeist eine IT-Anbindung mit IT-Protokollen – neben klassischen Feldbusprotokollen. Diese Daten lassen sich problemlos auch in einer Datenbank speichern und IT-Systemen, Software, Apps etc. bereitstellen. Hierzu arbeiten wir einerseits an herstellerübergreifenden Standards wie der Anbindung von IO-Link an OPC-UA, MQTT etc. und weiteren IT-Protokollen, andererseits auch an Datenmodellen (Digitaler Zwilling) etwa basierend auf Automation ML. Diese Standards werden wir in unseren Produkten und Lösungen anbieten, um eine möglichst einfache Integration in beliebige Datenbanken, Software, Apps und Cloud-Lösungen zu erreichen. Bernd Wieseler: Unsere Zielsetzung ist hierbei, aus Daten Informationen zu gewinnen, die der Maschine oder dem Anlagenbetreiber weiterhelfen. Bereits heute kann die Maschine über Laufzeitmessungen in den TBEN-Modulen selbst frühzeitig erkennen, welche Komponente zum Austausch ansteht und informiert via Cloud den richtigen Techniker. Mit den Turck Cloud Solutions geben wir Anlagenbetreibern ein Werkzeug an die Hand, diese Transparenz lückenlos über alle Maschinen und Anlagen weltweit zu realisieren. Umfassende und komplexe Machine-Learning-Funktionen bedürfen allerdings noch etwas Entwicklungsarbeit. Wer den Modularisierungstrend mit den Möglichkeiten einer Cloud verknüpft, landet folgerichtig bei Cloud-Lösungen, die im Feld am Modul selbst montiert werden können. Wir entwickeln aktuell solche IP67-Speicher, um eine dezentrale Cloud zu realisieren. Was zunächst wie ein Widerspruch in sich klingt, ist für uns das Beste aus zwei Welten: Die Flexibilität einer modularen IP67-Lösung, verbunden mit den Vorteilen, die aus der Vernetzung und weltweiten Erreichbarkeit von Cloud- Systemen erwachsen. 14 f+h 2019/03 www.foerdern-und-heben.de

MARKTPLATZ BESCHÄDIGUNGEN VON COILS ZUVERLÄSSIG VERMEIDEN Die flexible Coilmatte aus Secutex-Prallschutz der Spanset Secutex GmbH ermöglicht eine schonende Zwischenlagerung der Coils. Das Lagerpersonal kann die verschleißfeste und gegenüber Ölen und Schmierfetten beständige Matte problemlos von Hand positionieren. Mithilfe der hauseigenen Konstruktionsabteilung und CNC-gestütztem Formenbau kann der Hersteller applikationsspezifische Lösungen in verschiedenen Härtegraden produzieren. Ferner lässt sich der aus einem Polyurethan-Elastomer gefertigte Secutex-Prallschutz mit unterschiedlichen Dämpfungsmomenten an die Oberflächenbeschaffenheit des jeweiligen Produkts anpassen. Die Formteile lassen sich schnell und kostengünstig herstellen, Bolzen oder andere Komponenten werden einfach eingegossen. Verfügbar ist die Coilmatte optional mit umlaufender Ölwanne. www.secutex.com HÖHENUNTERSCHIEDE EINFACH ÜBERWINDEN Die Quick Move GmbH stellt am 14. Mai im Rahmen des Innovative Logistics Solution Day ihre Fördertechnik bei VW in Wolfsburg aus. Der Automobilist richtet diese Veranstaltung im Drei-Jahres- Rhythmus aus. Die Aussteller haben die Gelegenheit, ihr Knowhow vor 300 Konzernentscheidern und 200 externen Führungskräften und Multiplikatoren zu präsentieren. Die Quick-Move-Basislösung für den Transport von Gütern mit bis zu 15 kg Gewicht wurde seit 2016 auf 40 kg Traglast je Behälter weiterentwickelt. Die Ringlösung wird aus Standardkomponenten (Profile, Behälter und E-Antriebe) konfektioniert und ist binnen weniger Tage montiert. Das Fördersystem überwindet im rechten Winkel Höhenunterschiede. Geschwindigkeit und Behälterabstand sind variabel. Die Behälterabmessungen, deren Lastobergrenze Ende 2019 bis 80 kg je Gut reichen soll, lassen sich an die Anforderungen des Betreibers anpassen. www.quick-move.de Wir gestalten Zukunft. Als Weltmarktführer arbeiten wir Tag für Tag daran, innovative Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Heute und in der Zukunft – das ist unser Versprechen. www.efaflex.com

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