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f+h fördern und heben 4/2015

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VON DAMALS BIS HEUTE

VON DAMALS BIS HEUTE 2013 02 Von Haushaltsgeräten zur RFID-Palette Craemer: Ein Jahrhundert Innovation und Tradition in der Metall- und Kunststoffverarbeitung Investition in eine 2 500- Tonnen- Servopresse 2006 Eröffnung eines Kunststoffspritzgießwerks in Großbritannien Die Craemer Gruppe ist ein unabhängiges, modernes und zugleich traditionsreiches Familienunternehmen mit den Kerngeschäften Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau. Mit den Tugenden der Bodenständigkeit und Weltoffenheit sowie Wertbeständigkeit und Innovationskraft, hat sich das Unternehmen im Laufe seiner Geschichte zu einer international erfolgreichen Firmengruppe entwickelt. 1967 01 1998 Anlauf des Metallwerks in der Slowakei Entwicklung der weltweit ersten einstückig gespritzten Kunststoffpalette Craemer- Kunststoffpaletten erreichen weltweite Marktgeltung Aufnahme der Kunststoffverarbeitung 80er- Jahre 1958 1912 Unternehmensgründung in Herzebrock- Clarholz durch Paul Craemer Die Erfolgsgeschichte der heutigen Paul Craemer GmbH begann im Jahre 1912. Paul Craemer war bis dato u. a. als Betriebsingenieur in Bochum tätig und hatte viel Erfahrung in der Stahlfabrikation gesammelt. Ausgestattet mit diesem Know-how, verließ er das Ruhrgebiet und gründete im Alter von 37 Jahren im westfälischen Herzebrock die Press-, Stanz- und Hammerwerke GmbH. Zunächst produzierte man Zulieferteile für Landwirtschafts- und Haushaltsgeräte wie Pflugscharen und Waschmaschinenfüße – doch gerade mal zwei Jahre im Geschäft, bricht der Erste Weltkrieg aus. Als Soldat konnte der Firmengründer das Unternehmen nicht führen, sodass seine Frau Agnes diese Aufgabe für vier Jahre übernahm und das Fortbestehen des Unternehmens sicherte. Endlich war der Krieg vorüber und der Blick ging nach vorn: Mit dem Erwerb eines Grundstücks im Jahr 1923 am heutigen Firmensitz der Brocker Straße 1 konnte die Firma expandieren. Es entstanden bis zum Ende der 1920er-Jahre u. a. eine Fabrikationshalle für den Stanz- und Scheren betrieb, ein Walzwerk sowie eine Verzinkerei. Die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung waren geschaffen. Im Jahre 1940 starb Paul Craemer und wieder war es eine starke Frau aus der Familie, die das „Unternehmensschiff“ auf Kurs hielt. Tochter Agnes Brandenburg übernahm die Firmenleitung, bis ihr ältester Sohn Hans-Joachim 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrte. Mit der Währungsreform 1948 kehrte Planungssicherheit ein. Die Produktpalette wurde erweitert und die Firma entwickelte sich in den 1950er-Jahren zum bedeutenden Zulieferer der Landmaschinenindustrie. Das Jahr 1958 markierte dann einen Meilenstein in der Firmengeschichte: Neben der Metallumformung nahm Craemer die Kunststoffverarbeitung als weiteres Geschäftsfeld auf (Bild 01). Im Spritzgießverfahren wurden zunächst Bottiche und Kübel gefertigt, bis man im Jahr 1967 schließlich die weltweit erste, in einem Stück gespritzte Kunststoffpalette entwickelte. Seit Mitte der 1980er-Jahre fokussierte sich das Unternehmen im Metallbereich auf das Geschäft als Automobilzulieferer; im Kunststoffbereich erreichten die Paletten des Herstellers weltweite Marktbedeutung. Heute bietet Craemer z. B. Lösungen für eine moderne und transparente Kunststoffpaletten-Logistik auf Basis von RFID und ist mit dem Palettenprogramm führend am Markt. Mittlerweile zählen zur Firmengruppe vier operative Gesellschaften. Neben dem Stammwerk in Deutschland sind das je ein Produktionsstandort in der Slowakei und in Großbritannien sowie eine Vertriebsgesellschaft in Frankreich. Und immer wieder standen und stehen auch Großinvestitionen in Millionenhöhe an. So hat das Unternehmen 2013 die größte Maschinen-Einzelinvestition der Firmengeschichte angestoßen: eine 2 500-Tonnen- Servopresse (Bild 02) der Schuler Pressen GmbH, Göppingen, mit einem durchgängigen Pressentisch von acht Metern. Für das Kunststoffgeschäft sind u. a. eine neu entwickelte Mülltonnengeneration sowie Investitionen rund um das Thema Materialrecycling abgeschlossen bzw. aktuell. Heute stehen mit Sebastian und Christoph Brandenburg Mitglieder der fünften Familiengeneration in der Verantwortung. Deren Vater Dr. Achim Brandenburg hatte das Zepter in den 1980er-Jahren übernommen. In jeder Generation legte die Familie Verantwortung jedoch auch in andere Hände. International genießt die Gruppe als Spezialist für Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau hohe Anerkennung, doch bleibt Craemer dabei fest in Ostwestfalen verwurzelt. Fotos: Craemer www.craemer.com

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 5/2015 ERSCHEINUNGSTERMIN: 29. 04. 2015 • ANZEIGENSCHLUSS: 14. 04. 2015 01 03 02 04 01 Hohe Leistungswerte, niedrige Energiekosten Der Jungheinrich ECE 220/225 ist in der Lage, Lasten von bis zu 2 500 kg umzuschlagen. Wir testen die Fahrleistungen des Staplers. 02 Life-Cycle-Service Bestehende Materialflusssysteme lassen sich ohne Austausch oder Neubau per Life-Cycle-Service auf neue Aufgaben modifizieren. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: p.gottwald@vfmz.de f+h Intralogistics: www.en.engineering-news.net 03 Autoteilegroßhandel nimmt Fahrt auf Der zunehmende online-basierte Versandhandel bei Hans Hess Autoteile erforderte einen höheren Warendurchsatz im Lager. 04 Kosten sparen im laufenden Betrieb Anhand von Produktneuheiten von der Logimat wird aufgezeigt, wie Nachhaltigkeit, guter Service, Energieeffizienz zu Betriebskosteneinsparungen und damit zu einem schnellen „Return of Investment“ werden können. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 4/2015 43

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