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f+h fördern und heben 4/2016

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VON DAMALS BIS HEUTE

VON DAMALS BIS HEUTE 2016 Produktionsgelände in Waldbrunn erweitert 1996 2008 Umreifungsbänder- Produktion im vollautomatischen Betrieb gestartet Von der Verschnürmaschine zur Hightech-Umreifung Mosca: Seit 50 Jahren Branchen-Vordenker mit Tradition Schon seit der Gründung behauptet sich das Unternehmen Mosca mit kontinuierlichen Neuentwicklungen als einer der Qualitäts- und Technologieführer der Umreifungsbranche. Denn Umreifungsmaschinen aus Waldbrunn sind branchenübergreifend im Einsatz und sichern unterschiedlichste Güter auf Transportwegen aller Art. 1983 01 Umzug der Maschinenproduktion nach Waldbrunn Verwaltung und Montage in „Werk 2“ bei Waldbrunn angesiedelt – heutiger Hauptsitz 1969 Erstes Produktions- und Montagewerk in Zwingenberg 1993 Timo Mosca übernimmt Geschäftsführung 1966 Unternehmensgründung als Zwei- Mann-Betrieb in Hilden 02 1981 stellte Mosca bereits die 1 000. Maschine her, 30 Jahre später folgte die 100 000. Seit 2008 läuft in Muckental, nahe des Hauptsitzes Waldbrunn, eine vollautomatische Produktion hochwertiger Umreifungsbänder − doch eins hat sich bei Mosca in all den Jahren nicht geändert: der Status „Familienunternehmen“. Gemeinsam leiten der Firmengründer Gerd Mosca mit seinem Sohn Timo und dessen Frau Simone die Unternehmensgeschicke (Bild 01) und blicken mit Stolz auf die Firmengeschichte zurück. Der Startschuss fiel im Jahre 1966. Gerd Mosca hatte schon sein Leben lang mit Maschinen zu tun, angefangen als Schlosserlehrling, später Maschinenbautechniker und schließlich Konstrukteur. Irgendwann wollte er dann etwas Neues schaffen – und so ging es mit dem eigenen Betrieb in den Räumen einer ehemaligen Wäscherei in Hilden los. Die erste Maschine war eine Verschnürmaschine, mit der Zeit wurde Schnur allerdings teurer und die Nachfrage nach diesen Maschinen ging zurück. Die Preise für Umreifungsband hingegen fielen und der Bedarf an entsprechender Technologie stieg – also hatte sich das Unternehmen in dieser Richtung weiterentwickelt und dabei für die Branche wegweisende Ideen verwirklicht: So konzipierte man z. B. die erste Einschuss-Verschweißlösung für Schmalbandanwendungen oder die Inline-Technologie, also das schonende Umreifen von Wellpappeprodukten „entlang der Welle“. Aktuell ist vor allem die patentierte Ultraschall-Schweißtechnologie SoniXs Branchen prägend. Neben immer neuen Entwicklungen ging auch die Firmenexpansion voran. So eröffnete man 1983 mit einer Vertretung in Pennsylvania die erste internationale Niederlassung und zeitgleich wurde das erste Werk in Waldbrunn, dem heutigen Hauptsitz (Bild 02), gebaut. Aber woher nimmt ein Unternehmen über all die Jahre diese Innovationskraft? Man gehe mit offenen Augen durch die Welt, um zu sehen wo Bedürfnisse entstehen, für die sich neue Lösungen entwickeln lassen, erklärt Timo Mosca, dem seit 1993 die Geschäftsführung obliegt. Außerdem seien die Mitarbeiter Koryphäen in ihrem Gebiet und steuern immer neue Impulse bei, ergänzt Simone Mosca, seit 2008 Geschäftsführerin der Bandproduktion in Muckental. Es sei dadurch z. B. gelungen, PLA-Band, also Kunststoffband aus biologischen Rohstoffen, zur Marktreife zu bringen. Die Herstellung von Umreifungsbändern spielt im Geschäft von Mosca eine wichtige Rolle. Ende der 80er-Jahre startete die Produktion eigener Kunststoffbänder, zunächst aus Polypropylen, später kam PET dazu. 2008 wurde dann die bislang größte Investition in der Unternehmensgeschichte getätigt und die Bandproduktion in einem vollautomatisierten Werk in Muckental zentralisiert. Bei Mosca ist man sich bewusst, dass sich das Geschäft in den vergangenen 50 Jahren geändert hat. Es reiche nicht mehr, einfach gute Maschinen bzw. gutes Band zu verkaufen. Die Kunden fordern heute vor allem auch effiziente, sichere Prozesse. So sorgt Mosca mithilfe eines weltweit aufgestellten Beratungs- und Servicenetzwerks dafür, dass die Prozesse beim Betreiber optimal laufen. Heute verfügt das Familienunternehmen weltweit über 16 Niederlassungen und Produktionsstandorte – außer den USA auch mehrere Standorte im asiatischen Raum, in Australien, Finnland, Kanada sowie in Mexico, Polen, Spanien und in Großbritannien. Erst im vergangenen Herbst wurde Mosca mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. „Auch nach unserem fünfzigjährigen Jubiläum wollen wir als Unternehmen ein Beispiel dafür sein, was mit Mut und Einsatz möglich ist – in einem eigenständigen, geerdeten Familienunternehmen“, so Timo Mosca. Fotos: Mosca www.mosca.com

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 5/2016 ERSCHEINUNGSTERMIN: 23. 05. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 04. 05. 2016 01 02 04 03 01 Im großen Spezial zur Cemat in Hannover erfahren Sie alles, was Sie rund um die internationale Intralogistik-Messe wissen müssen. Wir zeigen Ihnen jeweils die Highlights der verschiedenen Themenbereiche. 02 Ein Kran- und Hebezeughersteller bringt ein neues webbasiertes Serviceportal auf den Markt, mit dem Kunden alle servicerelevanten Daten gebündelt und übersichtlich abrufen können. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: h.seybold@vfmz.de f+h Intralogistics: www.en.engineering-news.net 03 Gemeinsam mit einem Modellbahnhersteller wurde ein individualisiertes Behälterkonzept entwickelt, das durch eine einfache Modifikation eines Standardbehälters eine große Anzahl Modellbahnteile in unterschiedlichen Geometrien flexibel aufnimmt. 04 Um für weitere Expansion vorbereitet zu sein, hat die J. König GmbH für ihr 8 500 Produkte umfassendes Portfolio ein neues Logistikzentrum errichtet. Ein Komplettanbieter lieferte und installierte nicht nur die Regalanlagen und Behälter, sondern brachte auch Know-how mit ein. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 4/2016 43

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