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f+h fördern und heben 4/2017

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AKTUELLES Blick in die

AKTUELLES Blick in die Zukunft 15. Hamburger Logistiktage mit breitem Themenspektrum Gisela Upmeyer ist Geschäftsführerin der GMP Gesellschaft für Marketing und Public Relations, Essen Die 15. Hamburger Logistiktage der LMS fanden dieses Jahr im Stadion des FC St. Pauli am Millerntor statt – und wieder bot die Veranstaltung eine facettenreiche Sicht auf die Herausforderungen an eine zukunftsfähige Logistik der verschiedenen Branchen in immer komplexeren Wirtschaftsprozessen. A uch dieses Jahr hat Jörg Hermsmeier den Anspruch der LMS Logistik Management Service GmbH, die er in Hamburg seit 1994 zusammen mit seinem Partner Dirk Lange führt, in den Hamburger Logistiktagen auf den Punkt gebracht: Logistik muss nicht nur im Hier und Jetzt funktionieren, sondern auch zukunftsfähig und dafür über Grenzen hinausgehend sein. Unterstützt wurde diese Philosophie bei der Veranstaltung durch ein engagiertes Sponsoring und eine interessante Begleit­ ausstellung – erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind die Premiumpartner Container Centralen, Still, PSI Logistics sowie Dachser und Wagner. Internationales Auditorium – hochkarätige Referenten Die Hamburger Logistiktage haben sich mittlerweile als eine feste Größe im Eventkalender der Logistikbrache etabliert. Und so waren es auch diesmal wieder mehr als 300 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland, die den abwechslungsreichen Vorträgen folgten. Zur Diskussion stellten die Referenten aus Forschung und Praxis Aspekte für die Betrachtung des Best Practice und wagten den Blick in die Glaskugel, um dann die Anforderungen von morgen zu formulieren. Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer der PSI Logistics, und Christian Maasem vom FIR an der RWTH Aachen stellten „Smart Movement“ mithilfe von IoT-Beacons vor, die mit dem Transport-Management-System PSItms kommunizieren. Somit wird die Grundlage dafür geschaffen, 10 f+h 4/2017

dass sich Transportprozesse und innerbetriebliche Materialflüsse optimieren lassen. Danach referierte Werner Gliem von der Logistik-Initiative Hamburg über das Projekt „Smart Last Mile Logistics“ (Smile). In der Quintessenz soll dieses Projekt eine Citylogistik ermöglichen, die trotz wachsendem E-Commerce, in unseren Städten eine bessere Lebensqualität (durch eine Verringerung der Abgas- und Geräusch emissionen) schafft. Ferner soll ein besserer Verkehrsfluss entstehen. Matthias Bähr von Rewe sprach anschließend über das Supply Chain Management in der Rewe Markt GmbH und deren Ausrichtung an den Interessen der Kunden. Seine Frage: Zufriedenheit zu welchem Preis bei immer höheren Anforderungen? Einen Einblick in die Welt der Buchlogistik gab Uwe Ratajczak von der Unternehmensgruppe Koch, Neff & Volckmar (KNV). Die Branche befinde sich in einem großen Umbruch und werde sich in Zukunft auf wenige Dienstleister konzentrieren und zusätzliche Vertriebswege kreieren müssen. Erik Düwel von Still sprach über das interaktive Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Die assistierenden Funktionen von Flurförderzeugen habe zukünftig eine große Bedeutung. In diesem Kontext stellte Düwel den autonomen Horizontal-Kommissionierer iGO neo vor, der bei Effizienz, Ergonomie und Arbeitsschutz punktet. Über die Ermittlung der optimalen Lagerund Standortstrategie unter Berücksichtigung verschiedener Zukunftsszenarien sprachen im Anschluss Dirk Lange von LMS und Michael Bindernagel von Logipet, Großhandelsgesellschaft für den Zoofacheinzelhandel in Deutschland und Österreich. Christian Seidl von Imperial legte dem Auditorium die größten Herausforderungen an die „Königsdisziplin“ Automobil logistik dar. Am Beispiel von VW zeigte Seidl, wie eine Supply Chain trotz steigendem Logistikaufwand dennoch funktionieren kann. Logistik im Travel Retail – Marco Rebohm von Gebr. Heinemann erläuterte Herausforderungen und Chancen in diesem Marktumfeld, zu dem Duty-Free-Handel an Flughäfen, in Airlines oder auf Kreuzfahrtschiffen gehört. Logistik ist Bestandteil der Wirtschaft und von deren Prosperieren abhängig. Insofern waren die Einschätzungen von Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln zur wirtschaftlichen Lage in Europa interessant zur Beurteilung künftiger Logistikentwicklungen. Matthes sieht die positiven Auswirkungen der Reformen in den europäischen Ländern und warnte davor, diese durch Umkehr des Kurses in Gefahr zu bringen. Georg Weinhofer von Coop in der Schweiz referierte über das Ziel seines Unternehmens bis zum Jahr 2023 CO 2 -neutral zu werden. Und man befände sich auf dem besten Weg: Als visionäre und zukunftsfähige Lösung hat Coop inzwischen acht Elektro-Lkw für den Warentransport zu Supermärkten im Einsatz. Wie tickt der Handel von morgen – online, offline oder omnichannel? Michael Gerling vom EHI sprach über die Zukunft des Handels und die der Geschäfte, die zwar bleiben aber anders aussehend weniger werden und sich dabei seiner Meinung zukünftig in großen Städten konzentrieren. Mit welchem Typus Mensch hat es die Arbeitswelt der Logistik demnächst zu tun? Prof. Dr. Christian Scholz von der Universität Saarbrücken sprach als Repräsentant der Generation „Baby-Boomer“ über das globale Phänomen der Generation „Z“, wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle mit ihrer spezifischen Art ansteckt. Das eigene Gefängnis der Gewohnheit durchbrechen und neue Wege wagen, dazu luden Alexander Hartmann und David Lohmüller mit ihren unorthodoxen Vorträgen ein. Der Medienprofi Hartmann legte Mechanismen dar, mit denen sich das Unterbewusstsein auf Erfolg programmieren lässt – der Fotograph Lohmüller berichtete in Bildern von seinem Roadtrip bis ans Ende der Welt. Know-how-transfer der besonderen Art – und gut für die Logistik. Unterhaltsame Abendveranstaltung Die traditionelle Abendveranstaltung wurde von den HLT-Abendpartnern Container Centralen, Garbe und Still im Ballsaal der Haupttribüne des Millerntor-Stadions ausgerichtet. In chilliger St.-Pauli-Atmosphäre bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit zum Networking. Staatsrat Dr. Rolf Bösinger von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg ging als Dinner Speaker auf die Bedeutung der Logistik für Hamburg ein. Zugunsten der Sternenbrücke Auch diese Hamburger Logistiktage standen wieder unter dem Schirm des guten Zwecks, und es wurde wie auch die Jahre zuvor großzügig gespendet für das Kinder-Hospiz Sternenbrücke unter der Leitung von Ute Nerge. Teil der Versteigerungen war ein Originaltrikot vom aktuellen Profiteam des FC St. Pauli, versehen mit den Unterschriften aller Spieler. Ausblick Der genaue Veranstaltungsort in der Hansestadt ist zwar noch nicht bekannt, der Termin aber schon: Die nächsten Hamburger Logistiktage werden am 21. und 22. Februar 2018 stattfinden. Somit lässt sich heute schon konstatieren: save the date! Fotos: Fotolia, LMS Bearbeitung: VFV www.hamburger-logistiktage.de

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