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f+h fördern und heben 4/2018

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f+h fördern und heben 4/2018

WIE LÄSST SICH DIE

WIE LÄSST SICH DIE EFFIZIENZ AN DER LADERAMPE STEIGERN? Zeit ist Geld – sagt der Volksmund. Und Geld zu verschenken hat niemand. Warum tun dies aber viele Logistik-Verantwortliche? Bei Vor-Ort-Terminen erlebt es die Redaktion f+h quasi mit schöner Regel mäßigkeit wie ineffizient an der Schnittstelle der Intra- und Extra logistik gearbeitet wird. Im Rahmen der „f+h Umfrage: Wie lässt sich die Effizienz an der Verladerampe steigern?“ wollen wir die Logistik- Verantwortlichen dafür sensibilisieren, der Schnittstelle zwischen interner und externer Logistik mehr Aufmerksamkeit zu schenken. 26 f+h 2018/04 www.foerdern-und-heben.de

PRODUKTE UND SYSTEME Wenn über die Produktivitätssteigerung bei Be- und Entladeprozessen nachgedacht wird, dann ist der Einsatz von Teleskopförderern in den großen Parcel- und Distributionszentren heute schon beispielhaft. Getrieben durch den immer weiter steigenden Anteil des Internethandels und dem damit verbundenen Transport von nichtpalettierter Ware ist die Effizienzsteigerung an der Laderampe auch für Produktionsunternehmen und kleinere Distributionszentren umso wichtiger. Neben der Produktivitätssteigerung um ca. 30 Prozent im Vergleich zum manuellen Handling, ist dabei die verbesserte Ergonomie zur Vermeidung von Muskel- und Skeletterkrankungen sowie von Arbeitsunfällen, ebenfalls ein wichtiges Argument. Durch zahlreiche Optionen der heute verfügbaren Teleskopförderer spielt das häufig angeführte Argument der mangelnden Flexibilität keine Rolle mehr. Die Teleskope können z.B. seitlich verfahren werden, um mehrere Ladedocks bedienen zu können. Oder sie werden einfach in eine Parkposition zurückgezogen, um den Platz vor der Rampe freizugeben. So ist ein Mischtransport von Stückgut, Rollcontainer oder Paletten möglich. Dank absenkbaren vorderen Teleskopsegment können zudem auch unterschiedliche Fahrzeugprofile vom Container über Lkw bis zum Lieferwagen mit ein und demselben Teleskopförderer be- und entladen werden. GUIDO VAUPEL Leiter Marketing, Transnorm System GmbH BARET DAVIDIAN Geschäftsführender Gesellschafter, Wiltsche Fördersysteme GmbH & Co. KG Vor dem Hintergrund des boomenden E-Commerce sollen immer mehr Waren in immer kürzerer Zeit versandfertig gemacht und in Sprinter oder Lkw geladen werden. Dabei bleibt es nicht aus, dass immer mehr Sendungen beschädigt werden – für mich einer der wesentlichen Gründe für fehlende Effizienz an der Laderampe. Denn jedes beschädigte Paket muss aussortiert, wieder geöffnet und die Bestellungen neu bearbeitet werden. Hinzu kommen die Kosten für Entsorgung, Neubeschaffung und die Lagermitarbeiter, die mit den Prozessen beauftragt sind. Dabei ist Abhilfe denkbar einfach: Staudrucklose Zonen (zero line pressure) verhindern einen Zusammenstoß der Pakete. Dies wird bei angetriebenen Scherenrollbahnen durch optische Sensoren erreicht. Bei nichtangetriebenen Scherenrollbahnen verhindert ein Endanschlag das Herunterfallen der Packstücke am Abnahmeende. Beschädigungen werden so verhindert, die Mitarbeiter können sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren. Die Erfahrung zeigt: Durch den Einsatz der Scherenrollbahnen ist die Be- und Entladung von Fahrzeugen um bis zu 50 Prozent rationeller. www.foerdern-und-heben.de f+h 2018/04 27

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