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f+h fördern und heben 5/2015

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TRANSPORT LOGISTIC I

TRANSPORT LOGISTIC I TITEL 02 In der Laseranlage werden die oberste Oxydschicht und Verunreinigungen von den Schweißnähten entfernt betrieblichen Warenströme, Leergut- Management, wertschöpfende Montagearbeiten in unterschiedlichen Branchen sowie die Verbindung von Produkten und Prozessen an. Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen gefordert Um den Anforderungen des Betreibers gerecht zu werden, hat der Logistikdienstleister in Krefeld in zwei Hochleistungssägen und einen Laser zur Reinigung von Profilen (Bild 02) und Modulen investiert. Darüber hinaus hat der Kunde eine Großwaschanlage (Bild 03) zur Verfügung gestellt, die von der BLG betrieben wird. Gemäß Fertigungsauftrag müssen die Aluminiumprofile und Rohre ein bestimmtes Maß haben. Um dies zu erreichen, kommen Sägeanlagen zum Einsatz. „Die kleinere der beiden Sägen dient zum Ablängen von Kleinstmaterial und Rohren“, erklärt Torsten Schulz, Director Operations der BLG in Krefeld. „Auf der großen Säge, mit einem Gewicht von 7,2 Tonnen, schneiden wir die bis zu 28 Meter langen Aluminiumhohlkammerprofile auf die gewünschte Länge. Dabei sind Durchmesser bis zu 800 Millimeter oder mehrere Lagen Profile übereinander kein Problem. Ein automatischer Greifer mit Vorschubeinheit führt die Profile dabei automatisch der Säge zu.“ In der Laseranlage werden die Schweißnähte von Profilen und Modulen gereinigt, die man in der Produktion für die Rohbau- fertigung von Schienenfahrzeugen benötigt. Dabei entfernt ein konzentrierter Laserstrahl die oberste Oxydschicht und ggf. anhaftende Verunreinigungen entlang der Schweißnaht. „Mithilfe der Laseranlage lässt sich die oberste Oxydschicht besonders materialund umweltschonend entfernen“, so Schulz. „Da die komplette Krefelder Anlage in der höchsten deutschen Laserschutzklasse geführt wird, mussten umfangreiche Sicherheitsauflagen erfüllt werden.“ Die Großwaschanlage besteht aus zwei jeweils 10 000 l fassende, auf 60 °C aufheizbare Becken. Ein Becken dient zur Reinigung der Teile, im zweiten Becken werden diese gespült. Bestückt wird die Anlage über einen Portalkran, der die zweimal drei Meter großen und mehrfach unterteilbaren Waschkörbe direkt in das jeweilige Becken befördert. Nach einem genau festgelegten Waschprogramm werden dann die Aluminiumteile gereinigt. „Die Reinigungsmittelkonzentration im Becken kontrollieren wir ständig per Titration, einem Verfahren der quantitativen Analyse in der Chemie“, erklärt Schulz. „Die Laseranlage, die beiden eingesetzten CNC-Großsägeanlagen, das halbautomatische, kranbediente Jochlager sowie das Betreiben der Großkomponenten- Waschanlage sind innovative und s pezifische Dienstleistung, die wir unserem Kunden in Krefeld anbieten.“ Fotos: BLG www.blg-logistics.com 03 Ein Portalkran befüllt die Großwaschanlage mit speziellen Waschkörben 24 f+h 5/2015

MARKT Anbaugeräte mit integrierter Dauerschmierung Im Jahr 1984 entwickelte die Hans H. Meyer GmbH die erste Mehrpalettengabel und setzte damit einen Standard, der bis heute den modernen Massenwarenumschlag prägt. Das 1993 vorgestellte Führungssystem für Gabelzinken nahm schon damals zukünftige Trends in der Gabelstapler- und Palettenlogistik vorweg. Mit der neuen Generation an Mehrpalettengabeln vom Typ „G“ bringt der Hersteller in 2015 eine nochmals im Detail verbesserte Baureihe von 2/1 und 3/2/1 Palettengabeln auf den Markt. Neben einer deutlichen Reduzierung des Eigengewichtes ist es gelungen, die Freisicht weiter zu optimieren. Darüber hinaus bietet das Unternehmen mit der automatischen Dauerschmierung (Bild) ein, in das Führungssystem des Anbaugerätes integriertes Konzept. Die so an die Gabelstapler- Serviceintervalle angepassten und verlängerten Schmierintervalle prädestinieren diese Anbaugeräte für Flotten- und Full-Service- Einsätze. Die Weiterentwicklung dieser patentierten Dauerschmierung minimiert nun die erforderlichen Bauteile und arbeitet jetzt auch mit konventionellen Schmierstoffen für nochmals reduzierte Betriebskosten. www.meyer-world.com Coil-Hover automatisiert Coil-Handling nach dem Längsteilen Beim Handlingsystem Coil-Hover aus dem Hause hpl wirken nur ein Vakuum oder Magnetkräfte nach dem Längsteilen auf Coils. Der weitgehend automatisierte Betrieb reduziert den Personalaufwand: Ein Mitarbeiter steuert die ganze Anlage, deren Herzstück ein auf Schienen verfahrbarer Schwenktisch ist. Der Coil-Hover vermeidet Beschädigungen der Kanten oder der Oberfläche des Bandes, denn die Coils kommen nicht mit einem Kranhaken in Berührung und laufen nicht über Rollen. Das System, einsetzbar für nahezu alle Eisen- und Nichteisenmetalle, eignet sich für Coils mit einem Außendurchmesser bis zu 2 000 mm und einer Breite bis zu 300 mm. Ferromagnetische Bänder werden von elektrisch gesteuerten Dauermagneten auf dem Schwenktisch festgehalten. Für nicht ferromagnetische Metalle stattet hpl den Schwenktisch mit einer Aluminium- Saugplatte mit mehreren Saugkreisen aus. Nach der Übernahme eines Rings vom Drehkreuz schwenken Hydraulikzylinder das Coil um 90 ° nach unten. In dieser Position „schwebt“ das Coil unter dem Schwenktisch. Am Bindetisch wird das Coil abgelegt und eingebunden. Anschließend nimmt der Coil-Hover den Ring wieder auf und legt ihn auf einem Hubtisch ab, der dann aus der Linie herausgefahren wird. www.hpl-group.de FTS-Anlage ohne Eingriffe in die Infrastruktur implementieren Das auf mobile Robotertechnik spezialisierte Schweizer Unternehmen Smart RobotX setzt mit seinem neu entwickelten System „Lynx SRX II“ auf autonome Transportsysteme von Adept Technology. Mithilfe intelligenter Technologie navigieren die Fahrerlosen Transportfahrzeuge vom Typ „SRX II“ autonom und sicher durch einen definierten Arbeitsraum; ohne Eingriffe in die Infrastruktur. Das Basissystem, bestehend aus Flurförderzeug mit Lastaufnahmemittel, Übernahme- bzw. -gabestationen, Batterieladedock, Steuerung und Applikationssoftware, ist robust, einfach konzipiert und schnell einsetzbar. Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Investitionskosten und der hohen Flexibilität lassen sich die Systeme auch in Bereichen einsetzen, in denen bisher kaum über autonome Hilfsmittel nachgedacht wurde. So eignen sich die mobilen Helfer neben den herkömmlichen Einsatzgebieten Intralogistik und Produktion z. B. auch für Bereiche wie Chemie, Pharma, Krankenhäuser oder Laboratorien. www.adept.de 11. Juni 2015 Treffen an der Scharfen Kante Fachtagung der SpanSet Group Mehr Informationen unter: www.spanset.de Spanset.indd 1 13.04.2015 10:52:18 f+h 5/2015 25

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