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f+h fördern und heben 5/2016

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KOMMISSIONIERTECHNIK

KOMMISSIONIERTECHNIK daraus resultierende Leistungssteigerung eines Kommissionierers. Die Lernprozesse, die diesen Lernkurven unterliegen, führen zu gezielten qualitativen Verbesserungen sowie Zeitvorteilen. Zu Beginn der Einlernphase ist die Leistungssteigerung eines Kommissionierers hoch und tangiert über den Zeitverlauf an ein konstantes Leistungsniveau. Im Rahmen des Forschungsprojekts Lern-Lager, das gemeinsam mit dem Institut für Angewandte Forschung (IAF) der Hochschule Pforzheim durchgeführt wird, werden Lernprozesse in der Kommissionierung erstmalig nach qualitativen Kriterien untersucht und systematisch optimiert. Hierbei bildet das Lagersystem die Basis für die Validierung. Die Ergebnisse der Untersuchungen geben nicht nur Aufschluss über den Verlauf von Lernkurven in der Kommissionierung, sondern auch die Erklärung, warum diese so verlaufen und wie sich diese beeinflussen lassen. Folgernd werden aus den gewonnenen Erkenntnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet, mit denen u. a. Lernprozesse beschleunigt und das konstante Leistungsniveau schneller erreicht werden kann. Auf die Bedürfnisse von Mittelständlern ausgelegt Trotz der Verfügbarkeit effizienterer und wirtschaftlicherer Kommissioniertechnologien, ist vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) oftmals noch eine Kommissionierung mithilfe einer gedruckten Pickliste und Klemmbrett oder herkömmliche Scan-Technologie etabliert. Als mögliche Hemmnisse für den Wechsel auf moderne Systeme sind die 03 Maßgeblich bei der „Pick by Vision“-Technologie ist die Einblendung der Entnahmeposition und -menge im direkten Blickfeld des Kommissionierers anfallenden Investitionskosten und die Unsicherheit über die Wahl des optimalen Kommissioniersystems zu nennen. Die im Lern-Lager angebotenen Kommissioniertechnologien sind nicht zwingend in jedem Anwendungsfall substituierbar, sondern ergänzen sich gegenseitig. Werden für den Kommissioniervorgang beide Hände benötigt, ist der Einsatz der „Pick by Vision“- oder „Pick by Voice“-Lösungen zu bevorzugen. In Umgebungen mit intensiven Geräuschemissionen eignet sich hingegen i. d. R. das Arbeiten mit einem „Pick by Scan“ oder einem „Pick by Light“-System. Eine weitere Rolle bei der Wahl moderner Kommissioniertechnologien spielt die Akzeptanz der Mitarbeiter sowie die Kompati- bilität zu bereits vorhandenen Systemen. Die Wahl der optimalen Kommissioniertechnologie ist daher nicht trivial, sondern wird vor allem vom betrachteten Anwendungsfall bestimmt. Im Lern-Lager haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte mit den eigenen Mitarbeitern, oder mit Probanden des IFT in einer praxisnahen Laborumgebung vorzuzeigen, zu testen und das Know-how der Abteilung Logistik für die Auswahl der jeweils optimalen Kommissioniertechnologie zu nutzen. Dies bietet das Institut allen Unternehmen mit manuellen Kommissionierprozessen – vor allem KMU, die keine entsprechenden Testlabore besitzen – ab sofort als Dienstleistung an. Hersteller und Anwender sind dazu eingeladen ihre Probleme mitzuteilen, wofür im Lern-Lager für die Kommissionierung von Experten individuelle praxistaugliche Lösungen entwickelt werden. Literaturhinweise: [1] Pfohl, H.-C.: Logistiksysteme. Betriebswirtschaftliche Grundlagen. Berlin, Heidelberg: Springer, 2010 [2] Stinson, M.: Bewertung und Optimierung der Effizienz manueller Tätigkeiten in der Kommissionierung (EfKom). Von http://www.bvl.de/ files/441/481/522/Abschlussbericht_17236N_FS1. pdf abgerufen, 2014 [3] Stinson, M.: Lernkurven in manuellen Personzur-Ware Kommissioniersystemen (LeiKom). Von http://www.bvl.de/files/429/523/Abschlussbericht_ LeiKom.pdf abgerufen, 2016 Fotos: IFT, Universität Stuttgart www.uni-stuttgart.de 04 Die „Pick by Voice“-Lösung übermittelt alle Informationen des Kommissioniervorgangs per Sprachausgabe über das angeschlossene Headset 50 f+h 5/2016

MARKT Kompakte 1-stufige Stirnradgetriebemotoren Die 1-stufigen Stirnradgetriebemotoren der Medium-Line von ABM Greiffenberger sind nahezu wartungsfrei. In Kombination mit einem Getriebe werden sie als 4-polige Motoren ausgeführt. Das Gehäuse besteht aus Druckguss. Die Medium-Line ist eigenbelüftet – der Lüfter sitzt direkt auf der Motorwelle. Flexiblere Möglichkeiten der Temperaturregelung besitzt hingegen die Premium-Line. Je nach Anwendungsfall ist sie unbelüftet verfügbar oder es lässt sich ein Fremdlüfter anbauen. Erhältlich ist die Medium-Line als Drehstrom-Asynchron-Variante. Die Premium-Line gibt es als Einphasen-Asynchron-, Drehstrom-Asynchron- und als Sinochron-Motor. Das Gehäuse der zwei-, vier-, sechs- und achtpoligen Motoren besteht aus Strangpressprofil. Der Leistungsbereich beider Motorlinien in Kombination mit einem Getriebe liegt zwischen 0,18 und 11 kW, das Drehmoment der 1-stufigen Stirnradgetriebe reicht von 40 bis 350 Nm. www.abm-antriebe.de Transportdreiräder für Ihre Betriebslogistik D-33263 Gütersloh PF.3326 www.wulfhorst.de Info@wulfhorst.de Telf.0049/5241/98680 Drehsteif konzipiert Die neue Serie 1-stufiger Stirnradgetriebe im Nordbloc.1-Leichtmetallgehäuse von Nord Drivesystems eignet sich u. a. für Anwendungen in der Intralogistik. Die Neuentwicklung bietet vor allem eine hohe Drehsteifigkeit. In schnell laufenden Anwendungen sind die robusten Stirnradgetriebe mit Übersetzungsverhältnis von 1 bis 10 eine kraftvollere Lösung als 2-stufige Alternativen. Material und hohe Fertigungsqualität sorgen für ein Maschinenbauer verdient mit Solarstrom Wulfhorst.indd 1 03.09.2015 13:00:03 Ein süddeutscher Maschinenbauer fertigt seit dem Frühjahr 2015 mit Sonnenstrom. Die neue Solaranlage auf dem Dach der Fertigungshalle bringt 680 000 kWh im Jahr, wovon das Unternehmen, das Antriebssysteme herstellt, ca. 80 Prozent selbst verbraucht. Die Anlage aufgesetzt hat Goldbeck Solar. www.goldbeck-solar.de geringes Gewicht sowie einen geräuscharmem Lauf der Getriebe. Sie sind mit der Oberflächenbehandlung nsd tupH erhältlich. Auch ein Einsatz in aggressiver Umgebungsatmosphäre ist so dauerhaft unproblematisch. Mit Optionen zum IEC- und Nema-Motoranbau sowie zahlreichen Ausstattungsvarianten für Wellen, Lager und Schmierung sind anwendungsspezifische Auslegungen möglich. Verfügbar sind die Nordbloc.1-Produkte zunächst in fünf Baugrößen. www.nord.com Zertifizierte Sicherheit für Krananlagen Die ELMS1-Überlastsicherung aus dem Hause Tecsis besteht aus einer zentralen Steuerung, bis zu vier redundant ausgeführten Kraftaufnehmern und der entsprechenden Software. Zertifiziert ist die Systemlösung gemäß DIN EN ISO 13849 und DIN EN 62061 mit PLd/SIL2. Die Sicherheitssteuerung verfügt über sichere analoge und digitale Ein- und Ausgänge, Relaisausgänge und Halbleiterausgänge, an die sich z. B. Kraftaufnehmer und weitere Sensoren anschließen lassen. Zum Einsatz kommen hier z. B. die redundanten Kraftmessachsen F53S8, die Lasten in allen relevanten Messbereichen erfassen können. www.tecsis.de f+h 5/2016 51 PSI-logistics.indd 1 29.02.2016 14:58:30

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