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f+h fördern und heben 5/2017

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WIRTSCHAFT & KONJUNKTUR

WIRTSCHAFT & KONJUNKTUR Intralogistik-Branche wächst dank Industrie 4.0 Produktionsvolumen steigt 2016 auf 20,8 Milliarden Euro Der Bedarf an Industrie-4.0-fähigen Lösungen zieht nach Einschätzung des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik im VDMA spürbar an. Entsprechend ist das Produktionsvolumen der Branche im vergangenen Jahr gestiegen. 01 Produktionsvolumen nach Teilbranchen, 2016 (Schätzung) Krane und Hebezeuge 4,6 Mrd. € Flurförderzeuge 4,0 Mrd. € Stetigförderer 3,2 Mrd. € Die Zeichen stehen auf Wachstum: Die deutschen Intralogistik-Anbieter erreichten im vergangenen Jahr laut Angaben des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik ein geschätztes Produktionsvolumen von 20,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2015 ist dies ein Plus von einem Prozent. Wir erleben durch den wachsenden Online-Handel sowie durch die zunehmend vernetzte Produktion einen Wandel im Materialfluss und in den Lieferketten. Diese Veränderungen lassen sich nur mithilfe einer intelligenten Intralogistik abbilden und gestalten Dr. Klaus-Dieter Rosenbach, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik im VDMA Bild 01 zeigt das Produktionsvolumen in 2016 nach Teilbranchen. „Zwar sind die internationalen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit nach wie vor unbeständig, der Bedarf an Industrie-4.0-fähigen Lösungen steigt jedoch deutlich an. Hier überzeugen die deutschen Hersteller mit ihrem hohen technologischen Standard und ihrer Qualität im internationalen Wettbewerb“, erklärt Dr. Klaus-Dieter Rosenbach, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. Für das laufende Jahr Logistik-Software & EA (inkl. Maschin.-Softw.) 3,1 Mrd. € Serienhebezeuge 3,1 Mrd. € Lagereinrichtung 1,5 Mrd. € Montagen, Installationen und Reparaturen 1,3 Mrd. € Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 2017 geht der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik von einem Wachstum von drei Prozent aus. Die Entwicklung in einzelnen Teilbranchen könne dabei jedoch unterschiedlich ausfallen. Vernetzte Lösungen gefragt Vor allem im europäischen Binnenmarkt ist der Bedarf an moderner und zukunftssicherer Intralogistik hoch. Fast 60 Prozent des Exportvolumens der deutschen Intralogistik-Anbieter geht in das europäische Aus- 12 f+h 5/2017

02 Deutsche Intralogistik-Exporte weltweit Smarte Lösungen für Mobilität und Logistik 20.–22. 11. 2017, Frankfurt am Main 1,4 Mrd. € Nordamerika 0,5 Mrd. € Mittel- und Südamerika Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 8,5 Mrd. € Europa 0,4 Mrd. € Afrika 0,6 Mrd. € 1,8 Mrd. € Asien Naher und Mittlerer Osten 0,2 Mrd. € Australien / Ozeanien Mit der Hypermotion etabliert die Messe Frankfurt die erste Fachmesse, auf der die Digitalisierung intelligenter Verkehrssysteme umfassend abgebildet wird. Präsentieren Sie Ihren Beitrag zur Mobilität von morgen. Und vernetzen Sie sich am internationalsten Messestandort Deutschlands mit den Impulsgebern der Branche! land. Die deutschen Hersteller steigerten ihre Ausfuhren um sechs Prozent auf 8,5 Milliarden Euro (Bild 02). Rosenbach: „Im europäischen Binnenmarkt erzeugt Industrie 4.0 mittlerweile einen enormen Sog. Immer mehr Unternehmen investieren in vernetzte Technogien für ihre Produktion und die damit verbundene Logistik. Das zeigt sich in den Auftragsbüchern der deutschen Hersteller, die dafür die entsprechenden Lösungen liefern.“ Die Nachfrage in Abnehmerbranchen wie in der Automobilindustrie oder im E-Commerce sei ungebrochen hoch. „Wir erleben durch den wachsenden Online- Handel sowie durch die zunehmend vernetzte Produktion einen Wandel im Materialfluss und in den Lieferketten. Diese Veränderungen lassen sich nur mithilfe einer intelligenten Intralogistik abbilden und gestalten.“ Insgesamt ging der Export der deutschen Intralogistik-Hersteller im vergangenen Jahr leicht zurück. Sie führten ein Volumen von 13,5 Milliarden Euro aus und damit zwei Prozent weniger als 2015. Wichtigster Handelspartner bleibt die USA, die Waren im Wert von 1 072 Millionen Euro abnahm (Bild 03). Auf den nächsten Plätzen folgen Frankreich mit 898 Millionen Euro sowie Großbritannien mit 763 Millionen Euro. China rutscht hingegen auf Rang 6 ab, hier gingen die Exporte 2016 um 28 Prozent zurück. „Das liegt zum einen daran, dass viele deutsche Hersteller mit eigener Produktion in China vertreten sind. Zum anderen beobachten wir, dass chinesische Hersteller 03 USA Frankreich Vereinigtes Königreich Niederlande Italien China Österreich Belgien Spanien Polen Wichtigste Kundenländer für deutsche Intralogistik-Hersteller -4,2 % 1,1 % -5,5 % 13,6 % 20,1 % -28,4 % 2,0 % 20,5 % 8,7 % -4,3 % Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA 898,5 Mio. € 888,8 Mio. € 763,5 Mio. € 807,8 Mio. € 702,5 Mio. € 618,6 Mio. € 576,3 Mio. € 480,0 Mio. € 432,0 Mio. € 423,6 Mio. € 426,6 Mio. € 354,1 Mio. € 384,9 Mio. € 354,1 Mio. € 377,1 Mio. € 393,9 Mio. € 527,8 Mio. € 737,2 Mio. € 2016* ∑ dt. Export = 13,5 Mrd. € (-2 % z. Vj.) 2015 ∑ dt. Export = 13,8 Mrd. € (+5 % z. Vj.) 1.072,4 Mio. € 1.119,9 Mio. € *2016 Schätzung den heimischen Binnenmarkt stärker bedienen als in der Vergangenheit“, erläutert Sascha Schmel, Geschäftsführer VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik, die Entwicklung. Fotos/Grafiken: Aufmacherfoto: Viastore, Personenfoto: Jungheinrich, 01 – 03 VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik www.vdma.org Jetzt anmelden unter hypermotion-frankfurt.com

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