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f+h fördern und heben 5/2019

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PERSPEKTIVEN SERIE TIPPS

PERSPEKTIVEN SERIE TIPPS FÜR DIE ENTWICKLUNG EINER SCHLAGKRÄFTIGEN SCM-STRATEGIE – TEIL II Im ersten Teil unserer Serie (erschienen in f+h 4/2019) haben wir die ersten fünf Tipps für die Entwicklung einer passgenauen SCM-Strategie vorgestellt. Wer diese und die Ratschläge im vorliegenden zweiten und abschließenden Teil befolgt, kann zukünftig von einer robusten Wertschöpfungskette profitieren. Wählen Sie Ihre SCM-Ziele aus 6. Im nächsten Schritt geht es nun darum, die für Ihre SCM-Strategie relevanten Ziele auf Basis der hinsichtlich SCM priorisierten Unternehmensziele zu definieren. Grundsätzlich können SCM-Ziele aus den verschiedenen verschiedenen Zieldimensionen stammen. In einer Matrix lassen sich nun die SCM-Zieldimensionen und die priorisierten Unternehmensziele gegenüberstellen. Wenn immer eine Zieldimension zur Erreichung eines Unternehmensziels einen erheblichen Beitrag leisten kann, sollten ein oder mehrere entsprechende SCM-Ziele aus dieser Zieldimension definiert werden. Ein Ziel aus der Zieldimension „Kosten“ könnte dabei z. B. sein: „Kontinuierliche, jährliche Verbesserung der Supply Chain Kosten pro Einheit“. Grundsätzlich sollte die Devise gelten: „Weniger ist mehr“, konsequenterweise sollte das SCM-Zielsystem zur besseren Übersichtlichkeit nicht zu viele Ziele enthalten. Die Kunst ist es, nur wirklich relevante Ziele auszuwählen. 6 f+h 2019/05 www.foerdern-und-heben.de

SERIE PERSPEKTIVEN Definieren Sie ein Kennzahlensystem Nach der Definition der SCM-Ziele ist die nächste 7. Aufgabe, die ausgewählten Ziele über Kennzahlen operationalisierbar zu machen und diese Kennzahlen in einem Kennzahlensystem zu strukturieren. Die Herausforderung hierbei ist, die Deckungsgleichheit zwischen Ziel und Kennzahlen herzustellen, da eine Kennzahl vielfach nur einen Teilbereich des definierten Ziels abdeckt. Eine Verknüpfung mehrerer Kennzahlen zu einer Masterkennzahl ist dabei nicht in allen Fällen möglich. Zudem besteht eine weitere Herausforderung darin, dass die Kennzahlen auf die einzelnen Unternehmensbereiche kaskadiert, also heruntergebrochen werden sollten, damit der Wertbeitrag jeder einzelnen Abteilung erkennbar wird. Zusätzlich sind für jede Kennzahl Startwert, Zielwert mit Zeithorizont sowie Messintervall und die exakte Berechnungsformel vorzugeben. Im Ergebnis erhalten Sie ein durchgängiges Kennzahlensystem, über das Sie die Strategieumsetzung steuern. Quelle: Höveler Holzmann Consulting Zieldimensionen Ziel Beispiel Qualitätsorientiert Produktqualität Kostenorientiert Produktkosten pro Mengeneinheit Innovationsziel Prozessinnovationen Mengenbezogen Kapazitäten sicherstellen Flexibilitätsziel Lieferzeit Mitarbeiterbezogen Krankenstand Kooperationsbezogen Erhalt von Kunden-Forecast Kapitalbindungsziel Lagerbestände Risikoorientiert Anteil Dual Source Gemeinwohlorientiert CO 2 -Ausstoß Operationalisieren Sie die SCM-Strategie durch 8. konkrete Maßnahmenpläne Da zahlreiche SCM-Strategien den Status der Konzeption nicht verlassen und nicht oder nur rudimentär umgesetzt werden, steht am Ende der Strategieentwicklung die Operationalisierung der SCM- Strategie in Form von Maßnahmenplänen, getreu dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“. In den Maßnahmenplänen wird beschrieben, wie die SCM-Strategie konkret und im Detail umgesetzt werden soll. Dazu werden Maßnahmen definiert, die bis auf die Ebene einzelner Aktivitäten heruntergebrochen werden. Für jede Maßnahme, aber auch für jede einzelne Aktivität, sind klare Verantwortlichkeiten und Deadlines zu definieren – „Wer macht was bis wann?“. Zusätzlich anzugeben sind eventuelle Investitionsbedarfe sowie die erwarteten Ergebniseffekte im Zeitverlauf. Besuchen Sie uns in Halle B4, Stand 209 04. – 07.06.2019 in München Sie suchen einen guten Grund für BLG LOGISTICS? Wir geben Ihnen 5. www.blg-logistics.com/transport-logistic-muenchen BLG.indd 1 07.05.2019 12:20:31 www.foerdern-und-heben.de f+h 2019/05 7

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