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f+h fördern und heben 6/2016

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FLURFÖRDERZEUGE

FLURFÖRDERZEUGE Vernetzte Perspektiven Linde Material Handling präsentiert auf Kundenevent seine Innovationen Unter dem Motto „Linked Perspektives“ präsentierte Linde die zweite Auflage seiner World of Material Handling. Im Fokus des Kundenevents standen die aktuellen Themen Vernetzung, Automatisierung, Individualisierung und Energiesysteme. Die Redaktion f+h war bei der Auftaktveranstaltung für Sie vor Ort. Multimedia Content Sehen sie in dem animierten Video, wie sich Linde die Intralogistik in der Zukunft vorstellen könnte (Sprache: Englisch) nehmen neben zahlreichen Flurförderzeugen verschiedene Erlebnis- und Informationsbereiche. 18 Partnerunternehmen sorgten zudem dafür, dass sich die Besucher auch über neue Entwicklungen aus angrenzenden Bereichen informieren konnten. Schwerpunktthema Vernetzung Ausstellungsflächen, 3D-Media-Shows, Experten-Foren, Produktvorführungen und Experience-Zonen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm (s. Bild S. 15). Mit dem Schwerpunktthema „Linked Perspectives“ griff Linde unabhängig von Innovationszyklen die großen Trends der Intralogistik auf und richtete den Blick auf eine sich immer stärker digitalisierende und vernetzende Welt. Gezeigt wurden sowohl aktuelle Produkte und Technologien, Dienstleis­ Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sorgten zum Startschuss der zweiten „World of Material Handling“ am 9. Mai 2016 für beste Stimmung. 80 internationale Journalisten waren der Einladung von Linde Material Handling nach Offenbach am Main gefolgt. Auf rd. 12 000 m 2 des stillgelegten Industriegeländes Fredenhagen zeigte das Untertungen und Softwarelösungen als auch eine umfangreiche Palette an Innovationen und neuen Produkten, die in Kürze auf den Markt kommen sollen. Produktneuheiten vorgestellt Etwa der Elektro-Gegengewichtstapler „Linde Roadster“, der ohne A-Säule konstruiert wurde und so dem Fahrer eine Panorama-Sicht auf die Fahrzeugumgebung ermöglicht. Die auf das Hubgerüst wirkenden Kräfte werden über die oben liegenden Neigezylinder aufgenommen und nach hinten abgeleitet. Zusätzlich bietet das Panorama- Panzerglasdach einen zuverlässigen Schutz gegen herabfallende Lasten und gewährt freie Sicht auf die einzulagernde Last. In einem Anwendungsfall konnte aufgrund des Freisichtkonzepts auf den aus Sicherheitsgründen erforderlichen Einweiser verzichtet werden. Flexibel einsetzbar sind auch die neuen Elektro-Fahrerstandhubwagen, die wahlweise mit Fahrerposition quer zu den Gabeln oder frontal zu den Gabeln sowie als Doppelstock-Version verfügbar sind. Dabei soll der vollständig entkoppelte Arbeitsplatz die Vibrationen und Humanschwingungen signifikant reduzieren. https://bit.ly/Linde_Future 14 f+h 6/2016

FLURFÖRDERZEUGE Mithilfe einer Virtual Reality-Brille konnten die Besucher in einer 3D-Umgebung einen virtuellen Stapler besteigen und diesen steuern Automatisiertes Handling live demonstriert Im Bereich der Lagerlogistik entwickeln sich immer öfter Mischformen zwischen manuell bedienten Flurförderzeugen und vollautomatisierten Regal- und Förderanlagen, wie der Hochregalstapler K-Matic, der in Offenbach als Preview präsentiert wurde. Dieser automatische Schmalgang-Stapler fährt im Regal über eine Draht- oder Schienenführung und greift zu beiden Seiten Waren oder lädt diese ab. Sobald er bei seiner Arbeit den Gang wechseln muss, fährt er ohne mechanische Führung mithilfe von Geo-Navigation. Mit einem mehrstufigen Arbeitsspiel wurde live demonstriert, was mit autonomen Flurförderzeugen bereits denkbar wäre und wie eine automatisierte Übergabe von Ladungen zwischen selbstfahrenden Fahrzeugen stattfinden kann. Energiesysteme im Fokus Mit Lithium-Ionen-Batterie bietet Linde bislang Niederhubwagen, Kommissioniergeräte und Schlepper an. Nun präsentiert das Unternehmen einen Gegengewichtstapler für Tragfähigkeiten von 1,4 bis 1,8 Tonnen und kündigt für die nahe Zukunft zudem Doppelstockbelader und Hochhubwagen an, die mit der neuen Batterie-Technologie ausgestattet sind. Für die höheren Tonnagen entwickelte das Unternehmen neben den bereits angebotenen 24-V-Batterien eine weitere Version mit einer Nennspannung von 48 V. Je nach Einsatz kann der Betreiber zwischen zwei Batteriegrößen und zwei unterschiedlichen Ladegeräten mit 9 oder 18 kW Leistung wählen. Linde wird die Produktpalette der elektrisch betriebenen Flurförderzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien kontinuierlich ausbauen und entwickelt auch die Ladetechnik weiter: Künftig sollen Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterie auch induktiv geladen werden können. Dafür müssen sie nur über einer Ladeplatte platziert werden. Wie das funktioniert, wurde auf der Veranstaltung ebenfalls demonstriert. Brennstoffzelle als Alternative Neben der Lithium- Ionen-Batterie treibt das Unternehmen aber auch die Weiterentwicklung der Brennstoffzelle als alternatives Energiesystem voran. Wasserstoffbetriebene Stapler und Lagertechnikgeräte haben sich in verschiedenen Langzeiteinsätzen bei Kunden bewährt. „Insbesondere in intensiven Einsätzen kommen die Vorteile der Brennstoffzelle zum Tragen, da das System innerhalb weniger Minuten aufgetankt ist“, sagt Tobias Zierhut, Head of Produkt & Service Marketing bei Linde. „So ist die Wasserstofftechnologie schon heute unter bestimmten Bedingungen wirtschaftlich einsetzbar und – wenn der Wasserstoff aus regenerativen Ressourcen hergestellt wird – auch mit Blick auf die Nachhaltigkeit eine echte Alternative zur konventionellen Technik.“ Blick auf die Zukunft gerichtet Gleichzeitig wagte Linde Ausblicke in die nähere und ferne Zukunft des flurförderzeuggestützten Warenhandlings und schaffte Bezüge zur Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 und des Internets der Dinge. Eine Vision davon, wie ein Flurförderzeug von morgen aussehen könnte und über welche Eigenschaften es dann möglicherweise verfügt, zeichnete Linde mit einer virtuell erlebbaren 3D-Studie. Die 2D- Variante in englischer Sprache können Sie sich im Video anschauen (s. Kasten Multimedia Content). „Unsere Kunden bestätigen die vorgestellten Zukunftsthemen und waren von den neuen Lösungsangeboten angetan“, resümierte Christophe Lautray, CSO von Linde Material Handling, am letzten Veranstaltungstag. Andreas Krinninger, CEO und CFO von Linde Material Handling, sagte abschließend: „Wir wollen unseren Kunden Auf der World of Material Handling verschafften sich die ausnahmslos geladenen Gäste einen umfassenden Eindruck über das komplette Leistungsspektrum von Linde Material Handling. helfen, Prozesskosten zu senken, Durchlaufzeiten zu optimieren und die Prozessqualität zu steigern. Dies setzt einen intensiven, fortwährenden Dialog voraus, um die richtigen Produkte, Dienstleistungen und Lösungen entwickeln und passgenau anbieten zu können.“ Fotos: f+h/Linde MH www.linde-mh.de Holger Seybold, f+h-Chefredakteur

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