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f+h fördern und heben 6/2016

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VON DAMALS BIS HEUTE 01

VON DAMALS BIS HEUTE 01 Vom Einbruchmelder zur aktiven Brandvermeidung 2016 Wagner Group: Seit 40 Jahren Experte in Sachen technischer Brandschutz 2009 Brandschutzsystem Titanus Micro·Sens wird in der ISS Raumstation genutzt Das Familienunternehmen Wagner gehört seit vier Jahrzehnten zu den Technologieführern in Sachen Brandschutz. Die Systeme des Herstellers schützen Rechenzentren genauso wie Logistikhallen, Museen oder Züge. Basis des Erfolgs sind dabei Technologien zur Brandfrüherkennung sowie zur aktiven Brandvermeidung mithilfe von Sauerstoffreduktion. 1998 1982 Als Familienunternehmer des Jahres ausgezeichnet Oxy-Reduct- Technologie entsteht Einbruchmeldekonzept für atomares Zwischenlager realisiert 1997 Eigene Ansaugrauchmelder entwickelt Umzug nach Langenhagen 02 1980 1976 Firmengründung durch Werner Wagner in Winsen an der Aller Im Mai feierte die Wagner Group GmbH das 40-jährige Bestehen. Eine Erfolgsgeschichte, die in einem Keller in der Nähe von Hannover begann und heute in der ganzen Welt geschrieben wird. Die Grundlage des Erfolgs war und ist eine kontinuierlich hohe Innovationsbereitschaft sowie ein Wertesystem, das auf Verantwortung für das eigene Handeln, Gradlinigkeit und Offenheit basiert. Diese Firmenphilosophie wird bis heute durch den Unternehmensgründer Dipl.-Ing. Werner Wagner (Bild 01) geprägt und von seinem Sohn Torsten Wagner als zweiter Geschäftsführer weitergetragen. Im Jahr 1976 machte sich der Nachrichtentechnik-Ingenieur Wagner (Bild 02, 2. v. r.) in Winsen an der Aller selbstständig. Zunächst spezialisierte sich der Tüftler und Visionär auf Einbruchmeldetechnik. Sechs Jahre später, das Unternehmen beschäftigte bereits 16 Mitarbeiter am neuen Standort Langenhagen, erhielt Wagner den ersten Großauftrag: Die Firma entwickelte und realisierte eine Einbruchmeldeanlage zum Schutz der Außenanlagen des atomaren Zwischenlagers in Gorleben, das selbst ein GSG9-Trupp nicht überwinden konnte. Dies war der Startschuss für eine steile Karriere. Den entscheidenden Anstoß für die Neuausrichtung des Unternehmens hin zum Brandschutzexperten brachte schließlich ein großes Rechenzentrum in Hannover, für das Wagner zunächst eine Freilandüberwachung installierte. Als kurz darauf im Rechenzentrum ein Feuer ausbricht und die Rauchmelder nicht anspringen, nahm sich der Ingenieur dem Problem an. Er baute eine Detektionseinheit, die einen Brand direkt an der IT-Technik trotz hoher Luftströmungen im Raum erkennen konnte. Von diesen Ereignissen inspiriert konzipierte Wagner sein erstes Ansaugrauchmeldesystem für die Brandfrüherkennung bei Großrechnern und präsentierte die Technologie 1986 erstmals auf der Fachmesse Security. In der Folgezeit realisierte das Unternehmen unzählige Brandmeldeanlagen in Rechenzentren und entwickelte sich zum absoluten Spezialisten auf diesem Gebiet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie mündete schließlich in der Entwicklung des Brandfrüherkennungssystems „Titanus“. Die Ansaugrauchmelder dieses Typs entnehmen der Umgebungsluft aktiv Luftproben und führen sie dem optischen Melder zu. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität können die Systeme einen Brand im Vergleich zu punktförmigen Meldern schneller und dabei fehlalarmsicher detektieren. Das Streben nach immer besseren Brandschutzlösungen führte schließlich auch zur Entwicklung innovativer Brandvermeidungs- respektive Löschmethoden wie die Sauerstoffreduktionsanlage Oxy-Reduct. Das System reduziert den Sauerstoffanteil der Umgebungsluft in Bereichen, in denen viele Werte auf engem Raum gelagert werden, sodass sich ein Brand nicht mehr entwickeln oder ausbreiten kann. Aus diesem Innovationsstreben kombiniert mit intensiver Forschungsarbeit sind mittlerweile mehr 700 Patente hervorgegangen. Heute, 40 Jahre nach Unternehmensgründung, beschäftigt das Unternehmen 500 Mitarbeiter und erwirtschaftet 30 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Wagner weiß um den Stellenwert engagierter Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg und möchte auch zukünftig nur aus eigener Kraft wachsen. Für seine bisherige Arbeit wurde Werner Wagner im Januar 2016 von den Verbänden Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies zum Familienunternehmer des Jahres ausgezeichnet. Fotos: Wagner Group www.wagner.de

VORSCHAU IM NÄCHSTEN HEFT: 7-8/2016 ERSCHEINUNGSTERMIN: 26. 07. 2016 • ANZEIGENSCHLUSS: 11. 07. 2016 01 02 03 04 01 Der Nahrungsmittelhersteller Brüggen stellte seinen Fuhrpark am Standort in Lübeck auf Li-Ion-Technologie um. 66 neue Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen sind im Einsatz. 02 Ein Laserscanner für die horizontale Anwendung an Schnelllauftoren erfasst lückenlos den Bereich vor dem Tor und kombiniert intelligent Bewegungserfassung und zuverlässige Vorfeldabsicherung in einem. Der direkte Weg im Internet: www.foerdern-und-heben.de als E-Paper: www.engineering-news.net Redaktion: h.seybold@vfmz.de f+h Intralogistics: www.en.engineering-news.net 03 Das Bedienen eines Laufkrans ist vielfach zu einer beiläufigen Tätigkeit unter vielen Arbeitsschritten geworden. Umso wichtiger ist es, Personen, die nur selten mit Kranen arbeiten, ein sicheres Last-Handling zu ermöglichen. 04 In der Nachberichterstattung zur Cemat zeigen wir Ihnen die Neuheiten und Trends, die auf der Messe präsentiert wurden. Zudem stellen wir die Sieger des während der Messe vergebenen Ifoy-Awards vor. (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) f+h 6/2016 43

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