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f+h fördern und heben 6/2017

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FUNKFERNSTEUERUNGEN An

FUNKFERNSTEUERUNGEN An der Innovationsschraube gedreht J.D. Neuhaus stellt Funkfernsteuerung für druckluftbetriebene Hebezeuge und Krananlagen vor Auch in klassischen Bereichen der Intralogistik sind noch Innovationen möglich. Dies wurde bei einem Besuch der J.D. Neuhaus GmbH Co. KG in Witten deutlich. Im Jahre 1745 gegründet hat sich J.D. Neuhaus aus einer historischen Windenschmiede zunächst zum Bergbauzulieferer und heute zu einem Spezialanbieter der Fördertechnik entwickelt. Pro Jahr entstehen am Stammsitz in Witten-Heven bis zu 8 000 Hebezeuge. Entwicklung, Produktion und Vertrieb finden aus einer Hand statt. Die Hebezeuge „made in Witten“ werden weltweit in mehr als 70 Branchen nachgefragt, die komplexe Sicherheitsstandards zu erfüllen haben. Dazu gehören u. a. die Ölund Gas-Förderung, die Rohstoffverarbeitung, die Chemische Industrie, der Schweranlagenbau und der Bergbau. Hebezeuge von J.D. Neuhaus sind serienmäßig für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen und unter harten Bedingungen geeignet, z. B. im ewigen Eis oder in der Tiefsee. Zum Herstellungsprogramm gehören Druckluft-Hebezeuge und -Hubwerke mit Tragfähigkeiten bis 125 Tonnen für einen Luftdruck von 4 oder 6 bar, Druckluft-Krananlagen und Kran-Kits mit Tragfähigkeiten bis 100 Tonnen für einen Luftdruck von 4 oder 6 bar sowie Hydraulik-Hebezeuge, Hubwerke und Krananlagen mit Tragfähigkeiten bis 100 Tonnen. Basierend auf diesem Produktportfolio erwirtschaften 215 Mitarbeiter einen Konzernumsatz von mehr als 40 Millionen Euro. „Unser Produktportfolio wird durch eigene Forschung und Entwicklung ständig aktualisiert und an die individuellen Anforderungen der Betreiber angepasst“, so Dipl.-Ing. Michael Schultheis, Vice President, Head of Sales & Business Development der J.D. Neuhaus GmbH Co. KG, im Gespräch mit der F+H-Redaktion. Alternative zur Drucktastensteuerung Seit mehr als 270 Jahren unterstützt J.D. Neuhaus die Menschen beim Heben schwerer Lasten – und auch mit der neuesten Entwicklung, einer Funkfernsteuerung für druckluftbetriebene Hebezeuge und Krananlage, hat das Unternehmen den Nerv der Betreiber getroffen Winfried Bauer, Chefredakteur f+h Über ein Ergebnis in Sachen Forschung und Entwicklung konnte sich der Berichterstatter bei einem Vor-Ort-Termin in Witten ein Bild machen. Schultheis: „Wir haben uns etwa zwölf Monate mit den Themen Miniaturisierung und Standardisierung der Bauteile eines Empfängers einer Funkfernsteuerung für druckluftbetriebene Hebezeuge und Krananlagen beschäftigt.“ Entstanden ist in dieser Zeit ein neues Konzept, das laut Schultheis in vielen Anwendungsfällen druckluftbetriebener Hebezeuge und Krananlagen die Drucktastensteuerung ablösen werde. Dazu werde auch die Nachrüstbarkeit des Empfängers vom Typ JDN-RC (Bild 01) der neuen Funkfernsteuerung an bereits vorhandenen Hebezeugen z. B. der Baureihe Profi beitragen. Die Voraussetzungen hierfür schaffen die standardisierten Schnittstellen des Empfängers. Der Empfänger zeichnet sich durch kompakte Abmessungen aus. Den Entwicklern ist es gelungen, in einem 250 × 120 × 200 mm (L × T × H) großen Gehäuse aus schlagfestem GFK mit Schutzklasse IP 65 alle erforderlichen Komponenten unterzubringen. Befestigt wird der Transmitter an der Laufkatze, bei stationären Hebezeugen am Hebe- 01 Auf kleinstem Raum sind im neuen JDN-Empfänger alle erforderlichen Komponenten in einem Gehäuse aus schlagfestem GFK untergebracht 38 f+h 6/2017

FUNKFERNSTEUERUNGEN 02 Bedienelemente des Senders 4 3 4 5 6 1 2 1 Starttaster 2 Schlüsselschalter 3 Stopptaster 4 Joystick 5 Betriebsanzeige 6 Unterspannungsanzeige zeug selbst oder in der näheren Umgebung. Konzipiert sind die Funkfernsteuerungen für den Einsatz bis Zone 2/22. Der Sender (Abmessungen: 165 × 235 × 110 mm – L × B × T) verfügt über ein ergonomisches Design (Bild 02). Durch eine atmungsaktive Membrane wird aufgrund von Kondensation entstehende Feuchtigkeit von innen nach außen geleitet. Gleichzeitig schützt die Membrane auch davor, dass Staub oder Wasser in den Sender eindringen kann. Unter anderem aufgrund dieses Aufbaus erfüllt der Sender die Anforderungen an die Schutzart IP 65. Darüber hinaus sind seewasserbeständige Ausführungen für Offshore-Einsätze verfügbar. Befehle lassen sich ein- oder zweistufig ausführen. Der Sender mit einem Gewicht von ca. 1,6 kg besitzt Start- bzw. Signal- Drucktaster sowie eine Betriebs- und Unterspannungsanzeige. Ein Ladegerät, Ex-Akku und Bauchgurt gehören zur Standardaus stattung. Einsetzbar ist der Sender in einem Temperaturbereich von -20 bis +55 °C, der Empfänger von -25 bis +55 °C. Der Akku ist für eine maximale Laufzeit von 20 Stunden ausgelegt. Auch an die weltweite Anwendung der Neuentwicklung hat der Hersteller gedacht: So lässt sich die Funkfernsteuerung auf die in den jeweiligen Regionen verwendeten Frequenzbereiche abstimmen. Aufgrund der kompakten Bauform des Empfängers ist die neu entwickelte Funkfernsteuerung auch für pneumatische Hebezeuge mit niedrigen Tragfähigkeiten geeignet. Größere Distanzen zwischen Hebezeug und Bediener lassen sich problemlos überbrücken. „Unsere neue Funkfernsteuerung ist eine sinnvolle Alternative zu Anwendungen mit langen Steuerschläuchen und ebenso an schwer zugänglichen Stellen einsetzbar. Ein gleichzeitiges Ansteuern mehrerer Hebezeuge ist möglich“, erklärt Schultheis abschließend. WB Fotos: J.D. Neuhaus, f+h www.jdngroup.com IMPRESSUM Materialfluss, Warenwirtschaft und Logistik-Management erscheint 2017 im 67. Jahrgang, ISSN 0341-2636 Herausgeber Dipl.-Ing. Reiner Wesselowski (We) Tel.: 06131/992-322, E-Mail: r.wesselowski@vfmz.de Redaktion Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB), Tel.: 06131/992-321, Fax: 06131/992-340, E-Mail: w.bauer@vfmz.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt) Redakteure: Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger (MK), Tel.: 06131/992-359, E-Mail: m.krueger@vfmz.de Holger Seybold, Tel.: 06131/992-254, E-Mail: h.seybold@vfmz.de Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW), Tel.: 06131/992-202, E-Mail: m.weber@vfmz.de Redaktionsassistenz: Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261, E-Mail: m.lerch@vfmz.de, Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371, E-Mail: p.weidt@vfmz.de Angelina Haas, Gisela Kettenbach, Ulla Winter (Redaktionsadresse siehe Verlag) Gestaltung Sonja Schirmer, Doris Buchenau, Anette Fröder, Mario Wüst Chef vom Dienst Dipl.-Ing. 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